Ein historisches Bauwerk steht vor seiner wohl wichtigsten Bewährungsprobe: Die 130 Jahre alte Donaubrücke zwischen Stein an der Donau und Mautern an der Donau soll für 145 Millionen Euro grundlegend saniert werden.
Ein historisches Bauwerk steht vor seiner wohl wichtigsten Bewährungsprobe: Die 130 Jahre alte Donaubrücke zwischen Stein an der Donau und Mautern an der Donau soll für 145 Millionen Euro grundlegend saniert werden. Nach dem heutigen Beschluss der Niederösterreichischen Landesregierung geht das Jahrhundertprojekt nun in die entscheidende Phase – der NÖ Landtag muss über die Finanzierung entscheiden.
Das 376 Meter lange Stahltragwerk steht unter Denkmalschutz und liegt im UNESCO-Weltkulturerbe-Gebiet der Wachau. Im Rahmen des Gesamtprojekts werden das Stahltragwerk sowie der Unterbau unter Einhaltung der Vorgaben des Denkmalschutzes und des UNESCO-Weltkulturerbes umfassend saniert.
Im vorliegenden Projekt werden das Stahltragwerk sowie der Unterbau saniert. Der Projektzeitplan ist an die Ausschreibung der Ersatzbrücke sowie den Neubau der anprallsicheren Strompfeiler gebunden.
Die Brücke verbindet Gemeinden in der Region und ist eine wichtige Donauquerung. Um den Verkehr während der Hauptbauarbeiten in der Region aufrechtzuerhalten, wird eine Ersatzbrücke errichtet. Die Verkehrsfreigabe der Ersatzbrücke ist für 2028 vorgesehen, während die umfassende Sanierung der Bestandsbrücke voraussichtlich vier Jahre (2028 bis 2032) in Anspruch nehmen wird.
Für die Gesamtbaukosten von 145 Millionen Euro bedarf es der Sicherung finanzieller Mittel bis 2033, die im Rahmen der Budgethoheit dem Landtag zukommen.
Die Verantwortlichen betonen, dass mit der Generalsanierung sichergestellt werden soll, dass Menschen, Betriebe und Gemeinden in der Region auch in den kommenden Jahrzehnten auf eine sichere Verbindung über die Donau vertrauen können. Während der Bauphase wird es Verkehrsmaßnahmen geben, um Mobilität und Wirtschaftskraft in der Region möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Die Brücke ist denkmalgeschützt und Teil des Umfelds des UNESCO-Weltkulturerbes Wachau. Die Vorgaben des Denkmalschutzes werden bei der Sanierung berücksichtigt.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Verkehrslandesrat Udo Landbauer hoben die Bedeutung des Projekts hervor. In den Wochen nach Ostern findet die halbjährliche Brückenüberprüfung statt; dabei wird entschieden, unter welchen Rahmenbedingungen die Donaubrücke für den Verkehr freigegeben werden kann. Entscheidend ist die Verkehrssicherheit.
Die Projektverantwortlichen formulieren das Ziel, mit der Generalsanierung eine sichere und leistungsfähige Donauquerung für die kommenden Jahrzehnte sicherzustellen. Die kommenden Entscheidungen des Landtags sind für die Umsetzung des Vorhabens maßgeblich.