Im September richten sich Teile der Berufswelt auf Shanghai, wo die 48. WorldSkills-Weltmeisterschaften stattfinden. Zwei junge Salzburger Fachkräfte haben sich dafür qualifiziert: Floristin Julia Gschwandtner und Land- und Baumaschinentechniker Bernhard Moser.
Im September richten sich Teile der Berufswelt auf Shanghai, wo die 48. WorldSkills-Weltmeisterschaften stattfinden. Zwei Salzburger Fachkräfte haben sich für dieses Event qualifiziert: Floristin Julia Gschwandtner aus Bergheim und Land- und Baumaschinentechniker Bernhard Moser aus Eben im Pongau.
Julia Gschwandtner aus Bergheim arbeitet bei "Das Blumenatelier" in Obertrum am See. Im Floristik-Wettbewerb entwickelt sie florale Werkstücke zu vorgegebenen Themen – etwa Sträuße, Gestecke oder Objektarbeiten – und muss dabei Gestaltung, Technik und Materialeinsatz unter Zeitdruck planen. "Ich will bei WorldSkills zeigen, was in mir steckt, fachlich wie kreativ. Mein Ziel ist es, unter Wettbewerbsbedingungen saubere, durchdachte Werkstücke zu gestalten und meine Ideen klar umzusetzen", sagt Gschwandtner.
Bernhard Moser aus Eben im Pongau arbeitet bei der Liebherr Vertriebs- und Service GmbH in Puch bei Hallein. Im Wettbewerb wird Moser Fehler in Baumaschinen diagnostizieren, Komponenten zerlegen und wieder zusammenbauen oder Systeme prüfen und konfigurieren. "Mein Ziel ist es, im Wettbewerb möglichst fehlerfrei zu arbeiten und die Aufgaben technisch sauber umzusetzen. Ich will zeigen, dass ich auch unter Zeitdruck konzentriert bleibe und meine Leistung abrufen kann", sagt Moser. Er bereitete sich unter anderem mit einem internationalen Vorbereitungstraining in Australien vor.
Peter Buchmüller, Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg, sagte bei der Teamvorstellung: "Die Teilnahme an WorldSkills unterstreicht die hohe Qualität der dualen Berufsbildung in Österreich. Sie zeigt, dass unsere Ausbildungssysteme praxisnah ausgerichtet sind und junge Fachkräfte gezielt auf die Anforderungen eines internationalen Wettbewerbsumfelds vorbereiten."
Jürgen Kraft, Geschäftsführer von SkillsAustria, betonte die Bedeutung der Vorbereitung: "WorldSkills gewinnt man nicht nur im Wettkampf, sondern auch in den Monaten davor. Internationale Trainings, der Vergleich mit den Besten und die konsequente Arbeit an jedem Detail sind entscheidend."
Salzburger Fachkräfte konnten in jüngerer Zeit mehrfach bei WorldSkills erfolgreich sein: Marius Golser (Steinmetz, Gold 2015 in São Paulo), Robert Gradl (Hochbau/Maurer, Gold 2017 in Abu Dhabi) und Stefan Planitzer (Maler, Gold 2019 in Kazan) gewannen Weltmeistertitel. Außerdem erreichte Andreas Ebner 2009 in Calgary Bronze (Fliesenleger).
Aktuelle Fotos von der Team-Präsentation in Salzburg finden sich auf dem Flickr-Album von SkillsAustria (© Wildbild/Herbert Rohrer). Eine Übersicht über die Salzburger Teilnehmenden sowie Steckbriefe und Fotos sind ebenfalls von SkillsAustria verfügbar.