Am 30. Dezember 2025 gaben die Wiener Netze und das Technische Museum Wien bekannt, dass ihre erfolgreiche Kooperation zur Förderung der Technikbegeisterung unter Jugendlichen verlängert wird. Diese Partnerschaft, die bereits Tausende Besucher angezogen hat, soll auch in Zukunft junge Menschen für d
Am 30. Dezember 2025 gaben die Wiener Netze und das Technische Museum Wien bekannt, dass ihre erfolgreiche Kooperation zur Förderung der Technikbegeisterung unter Jugendlichen verlängert wird. Diese Partnerschaft, die bereits Tausende Besucher angezogen hat, soll auch in Zukunft junge Menschen für die Welt der Technik und Wissenschaft begeistern. Die Wiener Netze, als größter Kombinetzbetreiber Österreichs, spielen dabei eine entscheidende Rolle in der Energieversorgung und nutzen diese Plattform, um zukünftige Generationen für technische Berufe zu interessieren.
Die Zusammenarbeit zwischen den Wiener Netzen und dem Technischen Museum Wien ist mehr als nur eine Partnerschaft. Sie ist ein strategischer Schritt, um dem Fachkräftemangel in technischen Berufen entgegenzuwirken. Thomas Maderbacher, Geschäftsführer der Wiener Netze, betont, dass es entscheidend ist, junge Talente frühzeitig für Technik zu begeistern und ihnen die vielfältigen Karrieremöglichkeiten in diesem Bereich aufzuzeigen. Die Kooperation hat in den letzten Jahren bei den Familienfesten mehr als 12.000 Besucher angezogen, was die Relevanz und Attraktivität dieser Initiative unterstreicht.
Im Jahr 2024 war das Familienfest der Wiener Netze der besucherstärkste Tag des Technischen Museums. Mit über 3.822 Interessierten bot das Fest ein breites Spektrum an Aktivitäten, darunter Führungen, Workshops und Experimente. Diese Veranstaltungen sind nicht nur für Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene konzipiert, um ein breites Verständnis für technische Zusammenhänge zu fördern.
Ein besonderer Fokus der Kooperation liegt auf der Förderung von Mädchen und jungen Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen. Spezielle Programme wie die Maker*SISTER-Camps richten sich an Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren. Diese Camps bieten Workshops zu digitalen Fertigungstechnologien wie 3D-Druckern und Lasercuttern, die nicht nur technisches Wissen, sondern auch kreative Problemlösungskompetenz vermitteln. Peter Aufreiter, Generaldirektor des Technischen Museums, hebt hervor, dass solche Programme entscheidend sind, um Mädchen für Technik und Wissenschaft zu begeistern und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.
Die Technikvermittlung hat in Österreich eine lange Tradition. Bereits in den 1960er Jahren wurden erste Initiativen gestartet, um das Interesse an technischen Berufen zu fördern. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der Fokus jedoch stark verändert. Während früher vor allem Jungen angesprochen wurden, liegt heute ein besonderer Schwerpunkt darauf, auch Mädchen und junge Frauen zu motivieren, technische Berufe in Betracht zu ziehen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der aktuellen Kooperation wider, die gezielt Programme für Mädchen anbietet.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz verfolgt Österreich einen sehr integrativen Ansatz in der Technikvermittlung. Während in Deutschland ähnliche Initiativen wie die „Girls' Day“-Programme existieren, die Mädchen für technische Berufe begeistern sollen, legt Österreich einen stärkeren Fokus auf langfristige Partnerschaften zwischen Bildungseinrichtungen und der Industrie. In der Schweiz hingegen sind technische Berufe traditionell hoch angesehen, und es gibt zahlreiche Programme, die junge Menschen in diesem Bereich fördern.
Die Auswirkungen solcher Kooperationen auf die Gesellschaft sind vielfältig. Zum einen tragen sie dazu bei, den Fachkräftemangel in technischen Berufen zu lindern. Zum anderen fördern sie ein breiteres Verständnis für technologische Entwicklungen und deren Bedeutung für die Gesellschaft. Ein konkretes Beispiel ist die steigende Anzahl an Mädchen, die sich nach der Teilnahme an den Maker*SISTER-Camps für technische Studiengänge entscheiden. Diese Programme bieten nicht nur eine Einführung in die Technik, sondern auch eine Plattform für Mädchen, um Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten zu gewinnen.
Die Zukunft der Kooperation zwischen den Wiener Netzen und dem Technischen Museum Wien sieht vielversprechend aus. Mit der geplanten Erweiterung der Programme und der Einführung neuer Technologien in die Workshops wird erwartet, dass die Zahl der Teilnehmer weiter steigt. Thomas Angerer, der ab Januar 2026 die Geschäftsführung der Wiener Netze übernimmt, plant, die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und neue Zielgruppen zu erschließen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Integration digitaler Technologien in die Bildungsprogramme gelegt, um die Teilnehmer auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Die Verlängerung der Kooperation zwischen den Wiener Netzen und dem Technischen Museum Wien ist ein wichtiger Schritt, um die Begeisterung für Technik und Wissenschaft in Österreich zu fördern. Diese Initiative zeigt, wie durch gezielte Partnerschaften zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen nachhaltige Ergebnisse erzielt werden können. Interessierte können weitere Informationen und Details zu den kommenden Veranstaltungen auf den Webseiten der Wiener Netze und des Technischen Museums finden. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Kooperation in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.