Der Winter hat Wien fest im Griff, und mit den sinkenden Temperaturen steigen auch die Herausforderungen für obdachlose Menschen in der Stadt. Am 6. Januar 2026 gab der Fonds Soziales Wien (FSW) bekannt, dass die Kapazitäten in den Notquartieren des Winterpakets um 30 zusätzliche Plätze erweitert wu
Der Winter hat Wien fest im Griff, und mit den sinkenden Temperaturen steigen auch die Herausforderungen für obdachlose Menschen in der Stadt. Am 6. Januar 2026 gab der Fonds Soziales Wien (FSW) bekannt, dass die Kapazitäten in den Notquartieren des Winterpakets um 30 zusätzliche Plätze erweitert wurden. Diese Maßnahme zeigt, wie schnell und effektiv die Stadt auf die Bedürfnisse ihrer Bürger reagieren kann.
Der FSW hat in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen wie dem Arbeiter-Samariter-Bund Wien und dem Wiener Roten Kreuz die Anzahl der Notquartierplätze um etwa 30 erhöht. Diese Plätze verteilen sich auf fünf Notquartiere und stehen, wie die restlichen rund 1.000 Plätze, im 24-Stunden-Betrieb zur Verfügung. Das Winterpaket ergänzt die bestehenden Angebote der Obdach- und Wohnungslosenhilfe in Wien und bietet Schutz, Wärme und Verpflegung für Betroffene.
Die Obdachlosenhilfe in Wien hat eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert wurden erste Maßnahmen ergriffen, um Menschen ohne festen Wohnsitz zu unterstützen. Im Laufe der Jahre hat sich das System weiterentwickelt, um den sich ändernden Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht zu werden. Heute ist Wien bekannt für sein umfassendes Netzwerk an Hilfsangeboten, das von Notunterkünften bis zu langfristigen Wohnlösungen reicht.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Wien ein besonders gut ausgebautes System zur Unterstützung obdachloser Menschen. Während in Deutschland vielerorts ähnliche Winterpakete existieren, ist die flächendeckende Versorgung in Wien einzigartig. Auch die Schweiz bietet in den Wintermonaten zusätzliche Unterkünfte an, jedoch oft in kleinerem Umfang und mit weniger permanenter Infrastruktur.
Die Erweiterung der Notquartierplätze hat direkte Auswirkungen auf die Bürger Wiens. Niemand soll bei eisigen Temperaturen auf der Straße nächtigen müssen. Die Stadt zeigt mit dieser Maßnahme, dass sie handelt, wenn Menschen Hilfe brauchen. Für viele Betroffene bedeutet dies nicht nur ein sicherer Schlafplatz, sondern auch Zugang zu weiteren Unterstützungsangeboten und die Möglichkeit, langfristige Lösungen für ihre Situation zu finden.
Jährlich nutzen etwa 3.000 Menschen die Angebote des Winterpakets. Die zusätzlichen 30 Plätze sind eine wichtige Ergänzung, um auf Spitzen in der Auslastung reagieren zu können. Die FSW KälteApp ermöglicht es Bürgern, schnell und unkompliziert Hilfe zu leisten, indem sie Straßensozialarbeiter informieren, wenn sie obdachlose Menschen im Freien sehen.
Die Stadt Wien plant, das Winterpaket auch in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Ziel ist es, die Angebote noch flexibler zu gestalten und auf künftige Herausforderungen vorbereitet zu sein. Die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen soll weiter intensiviert werden, um schnelle Reaktionen auf Wetterlagen zu ermöglichen.
Die Aufstockung der Plätze im Winterpaket ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit und das Wohlbefinden obdachloser Menschen in Wien zu gewährleisten. Die Stadt zeigt, dass sie bereit ist, in schwierigen Zeiten schnell zu handeln und ihre Bürger zu unterstützen. Interessierte können die FSW KälteApp herunterladen, um selbst einen Beitrag zu leisten.