Am 14. Januar 2026 wurden in Innsbruck zwei Absolvent:innen des Management Center Innsbruck (MCI) mit dem renommierten Rudolf Sallinger Preis ausgezeichnet. Diese Ehrung, die jährlich an herausragende wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Familienunternehmen in Österreich vergeben wird, ging in diese
Am 14. Januar 2026 wurden in Innsbruck zwei Absolvent:innen des Management Center Innsbruck (MCI) mit dem renommierten Rudolf Sallinger Preis ausgezeichnet. Diese Ehrung, die jährlich an herausragende wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Familienunternehmen in Österreich vergeben wird, ging in diesem Jahr an Franziska Klotz und Stefan Goldmann. Beide überzeugten die Jury mit ihrer praxisorientierten und innovativen Herangehensweise an zentrale Fragestellungen der Unternehmensführung.
Familienunternehmen sind ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Wirtschaft. Historisch gesehen haben sie die wirtschaftliche Landschaft des Landes maßgeblich geprägt. Seit dem 19. Jahrhundert, als viele Familienbetriebe im Zuge der Industrialisierung gegründet wurden, haben sie sich zu stabilen und oft marktführenden Unternehmen entwickelt. Diese Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit aus, was sie zu einem Rückgrat der österreichischen Wirtschaft macht.
Der Rudolf Sallinger Preis ist eine bedeutende Auszeichnung, die jährlich an Studierende und Forscher:innen vergeben wird, die sich mit den Herausforderungen von Familienunternehmen auseinandersetzen. Der Hauptpreis ist mit 2.500 Euro dotiert und würdigt die beste wissenschaftliche Arbeit oder das überzeugendste Exposé zu diesem Thema. Die diesjährige Ausschreibung stand unter dem Motto „Familienunternehmen in Österreich“ und zog zahlreiche Bewerbungen an.
Franziska Klotz wurde für ihre Arbeit „Interne Kommunikation in familiengeführten Hotels im Zuge der Unternehmensübergabe: Eine vergleichende Studie“ mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Ihre Forschung beleuchtet die Bedeutung effektiver Kommunikation während der Übergabeprozesse in Familienunternehmen und bietet praxisnahe Lösungen, um potenzielle Konflikte zu vermeiden.
Stefan Goldmann erhielt einen Sonderpreis für seine Arbeit „Process Professionalization for SMFEs in the Fashion Retail Industry“. Er untersucht die Professionalisierung von Prozessen in kleinen und mittleren Familienunternehmen (SMFEs) im Modeeinzelhandel und entwickelt innovative Ansätze zur Effizienzsteigerung.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass österreichische Familienunternehmen ähnliche Herausforderungen und Chancen erleben. In allen drei Ländern spielen Familienbetriebe eine zentrale Rolle in der Wirtschaft, jedoch gibt es Unterschiede in der Unternehmensstruktur und der staatlichen Unterstützung. Während in Deutschland oft größere Familienkonzerne dominieren, sind in Österreich und der Schweiz kleinere und mittelgroße Betriebe verbreiteter.
Die Arbeiten von Klotz und Goldmann haben das Potenzial, weitreichende Auswirkungen auf die Praxis von Familienunternehmen in Österreich zu haben. Durch die Verbesserung der internen Kommunikation und die Professionalisierung von Prozessen können Unternehmen effizienter und wettbewerbsfähiger werden. Dies könnte nicht nur zu einer stärkeren wirtschaftlichen Stabilität führen, sondern auch zu einer höheren Innovationsrate und einem besseren Umgang mit dem Generationenwechsel innerhalb der Betriebe.
Anita Zehrer, Leiterin des Zentrums für Familienunternehmen am MCI, betonte die Bedeutung der prämierten Arbeiten: „Mit ihren ausgezeichneten Abschlussarbeiten greifen beide Absolvent:innen zentrale Fragestellungen von Familienunternehmen auf und entwickeln fundierte, praxisnahe Lösungsansätze. Es freut mich sehr, dass ihre Arbeiten einen wertvollen Beitrag für die unternehmerische Praxis leisten und wir sie dabei mit unserem Zentrum gezielt begleiten.“
Die Zukunft von Familienunternehmen in Österreich wird maßgeblich von ihrer Fähigkeit abhängen, sich an sich ändernde Marktbedingungen anzupassen und innovative Lösungen zu entwickeln. Die Arbeiten von Klotz und Goldmann bieten wertvolle Ansätze, um diese Herausforderungen zu meistern. Durch die Förderung von Kommunikation und Prozessoptimierung können Familienunternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und langfristig erfolgreich bleiben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Auszeichnungen des Rudolf Sallinger Preises nicht nur die individuellen Leistungen der Absolvent:innen anerkennen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der österreichischen Wirtschaft leisten. Die prämierten Arbeiten bieten wertvolle Einblicke und Lösungen, die Familienunternehmen helfen können, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.
Für weitere Informationen zu den prämierten Arbeiten und dem Rudolf Sallinger Preis besuchen Sie bitte die offizielle Pressemitteilung.