Am 31. Dezember 2025 wurde ein bedeutender Rechtsstreit in Österreich beigelegt, der seit Jahren die Gemüter bewegt hatte. Der Gamsgrubenweg, ein malerischer Wanderweg am Großglockner, war der Mittelpunkt eines juristischen Konflikts zwischen der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) und dem Öst
Am 31. Dezember 2025 wurde ein bedeutender Rechtsstreit in Österreich beigelegt, der seit Jahren die Gemüter bewegt hatte. Der Gamsgrubenweg, ein malerischer Wanderweg am Großglockner, war der Mittelpunkt eines juristischen Konflikts zwischen der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) und dem Österreichischen Alpenverein (ÖAV). Das Oberlandesgericht Graz, gefolgt vom Obersten Gerichtshof, entschied zugunsten der GROHAG und bestätigte deren Eigentum an dem umstrittenen Wegabschnitt.
Der Gamsgrubenweg hat eine lange Geschichte, die bis in die 1930er Jahre zurückreicht. Ursprünglich im Zuge der Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße angelegt, dient er seit jeher als beliebtes Ziel für Wanderer und Naturliebhaber. Der Streit um die Eigentumsrechte entbrannte, als der ÖAV im Jahr 2022 eine Klage einreichte. Sie forderten die Feststellung, dass die Flächen ihnen gehörten. Die GROHAG, die seit über 70 Jahren als Eigentümerin auftrat, wehrte sich gegen diese Ansprüche.
In Österreich sind Streitigkeiten um Alpinwege nicht unüblich, jedoch selten von solcher Dauer und Intensität. In der Schweiz und in Deutschland werden ähnliche Konflikte oft durch Mediation gelöst, um langwierige Gerichtsverfahren zu vermeiden. In diesem Fall jedoch gingen die Parteien den Weg durch alle Instanzen.
Der Ausgang des Verfahrens hat direkte Auswirkungen auf die Besucher des Nationalparks Hohe Tauern. Die GROHAG plant nun, das Gesamtprojekt Gamsgrubenweg fortzuführen, das die Sicherheit und Versorgung der Wanderer verbessern soll. Dies umfasst den Bau einer Schutzgalerie und einer Versorgungseinrichtung nach dem sechsten Tunnel des Weges. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch die touristische Attraktivität der Region steigern.
Der Gamsgrubenweg zieht jährlich tausende Besucher an. Die geplanten Investitionen sollen sich auf mehrere Millionen Euro belaufen, wobei die Finanzierung durch öffentliche und private Partner gesichert werden muss. Statistiken zeigen, dass die Region durch den Tourismus erheblich profitiert, was die Bedeutung der Erhaltung und Verbesserung der Infrastruktur unterstreicht.
Die GROHAG ist optimistisch, dass das Projekt in den kommenden Jahren umgesetzt werden kann. Trotz der Verzögerungen durch den Rechtsstreit bleibt die Hoffnung auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem ÖAV und anderen Partnern bestehen. Die geplanten Maßnahmen könnten die Region nachhaltig stärken und neue Impulse für den Alpentourismus setzen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Abschluss des Rechtsstreits um den Gamsgrubenweg ein positives Signal für die Zukunft der Region ist. Die Entscheidung bietet die Möglichkeit, bestehende Projekte voranzutreiben und neue Kooperationen zu fördern. Interessierte Leser finden weiterführende Informationen auf der Webseite der GROHAG und des Nationalparks Hohe Tauern.