Die Entdeckung von Sprengstoff an einer zentralen Gaspipeline nahe der ungarischen Grenze in Serbien sorgt für neue Unruhe in der europäischen Energiepolitik. Der Vorfall, der nur wenige Wochen vor
Die Entdeckung von Sprengstoff an einer zentralen Gaspipeline nahe der ungarischen Grenze in Serbien wurde von der freiheitlichen EU-Abgeordneten Petra Steger scharf kritisiert. Sie bezeichnete das Anbringen von Sprengstoff an einer Pipeline nicht als bloßen Vorfall, sondern als gezielten Angriff auf kritische Infrastruktur und ordnete den Fall als Teil einer Serie von Angriffen auf Europas Energieversorgung ein.
Steger betonte die Brisanz des Zeitpunkts unmittelbar vor den ungarischen Parlamentswahlen und verwies auf mögliche politische Dimensionen solcher Vorfälle. Sie sagte, dass Ungarn einen Großteil seines Gasbedarfs über genau diese Route decke und deshalb schwerwiegende Auswirkungen möglich seien. Wer Infrastruktur gefährde, greife Versorgungssicherheit, Preise und wirtschaftliche Stabilität eines EU-Mitgliedstaates an, so Steger.
Darüber hinaus kritisierte Steger das Vorgehen der Europäischen Union in dieser Frage. Sie fragte, was die EU tue, um ihre Mitgliedstaaten zu schützen, und bemängelte das Fehlen konkreter Maßnahmen zur Sicherung der Energieinfrastruktur sowie zur Gewährleistung stabiler und leistbarer Energiepreise. Ihrer Ansicht nach habe Brüssel durch politische Entscheidungen die Situation verschärft und dadurch Europas Energiesystem destabilisiert.
Abschließend verwies Steger auf die angespannte Versorgungslage in Österreich und die Auswirkungen auf Haushalte und Betriebe: Ihrer Darstellung zufolge spürt Österreich die Folgen dieser Politik besonders deutlich in Form erhöhter Energiepreise.