Nach dem wegweisenden Beschluss einer Social-Media-Altersbeschränkung von 14 Jahren in Österreich wird der Ruf nach einer europaweiten Lösung immer lauter.
Nach dem Beschluss einer Social-Media-Altersbeschränkung von 14 Jahren in Österreich hat die Bundesregierung einen offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet. Darin appelliert sie, die europäische Dimension dieser Herausforderung gemeinsam anzugehen und den Schutz von Minderjährigen im Netz sowie das Thema Altersverifikation hoch auf die Agenda zu setzen.
In ihrem Brief fordert die österreichische Bundesregierung, nach dem Digital Services Act weitere Initiativen zum Schutz von Jugendlichen umzusetzen, wie etwa eine unionsweit abgestimmte Altersgrenze für Social-Media-Plattformen sowie eine klare und harmonisierte Definition der erfassten Plattformen. Nur durch ein unionsweites Vorgehen könnten effektiver Jugendschutz, Rechtssicherheit und die Integrität des digitalen Binnenmarktes gleichermaßen gewährleistet werden, heißt es in dem Schreiben.
Die Bundesregierung schlägt vor, zur unionsweiten Umsetzung ein zuverlässiges und interoperables Altersverifikationssystem einzuführen, das unionsweit eingesetzt werden kann. Sie begrüßt die Open-Source- und White-Label-Lösung der Kommission zur Altersverifikation und regt an, die Möglichkeit nationaler Anpassungen zu prüfen sowie eine zentrale europäische Altersverifikationsanwendung mit eIDAS-1-konformer Anmeldung zu prüfen.