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Wissenschaft

NÖ investiert 8,5 Mio. Euro in Forschungsförderung 2026

Fünf Ausschreibungen sollen innovative Projekte unterstützen

2. März 2026
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Niederösterreich stellt 2026 rund 8,5 Millionen Euro für Forschungsprojekte bereit. Schwerpunkt liegt auf Nachwuchsförderung und Kooperationen.

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Das Land Niederösterreich setzt ein deutliches Zeichen für Wissenschaft und Forschung: Im Jahr 2026 stehen im Rahmen der FTI-Calls (Forschung, Technologie und Innovation) insgesamt 8,5 Millionen Euro für innovative Forschungsprojekte zur Verfügung. Die Mittel werden über fünf verschiedene Ausschreibungen vergeben, wobei ein besonderer Fokus auf der Nachwuchsförderung und der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft liegt.

Investition in die Zukunft der Wissenschaft

"Wer die Wissenschaft gestaltet, gestaltet die Zukunft", betonte Wissenschaftslandesrat und LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf bei der Präsentation der Förderinitiative am IFA-Tulln. Die Ausschreibungen verstehen sich als Wettbewerb um die besten Ideen, bei dem Universitäten und Forschungsinstitutionen ihre innovativsten Projekte einreichen können.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner unterstreicht die strategische Bedeutung dieser Investition: "Auch in unserer Wirtschaftsstrategie 2030+ haben wir uns zum Ziel gesetzt, in Wissenschaft und Forschung zu investieren. Damit wollen wir die Wirtschaft unterstützen und schlussendlich Wertschöpfung in Niederösterreich erzielen."

Fünf Schwerpunkte der Forschungsförderung

Nachwuchsförderung mit zwei Millionen Euro

Der größte Einzelposten der Förderung fließt in die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zwei Millionen Euro sind für die Förderung von Dissertationen an Hochschulen, Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Niederösterreich vorgesehen. "Damit stärken wir gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs und schaffen attraktive Rahmenbedingungen für junge Forscherinnen und Forscher in Niederösterreich", erläutert Pernkopf.

Modernste Ausstattung für exzellente Forschung

1,8 Millionen Euro fließen in die Anschaffung modernster wissenschaftlicher Gerätschaften und Einrichtungen. Diese Investitionen sollen Forscherinnen und Forschern exzellente Rahmenbedingungen schaffen und langfristig absichern. Ein Beispiel für erfolgreiche Infrastrukturmaßnahmen der vergangenen Jahre ist das eigene KI-Labor mit Hochleistungscomputern an der University of Applied Sciences St. Pölten, das die Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz erheblich vorantreibt.

Angewandte Forschung und Wirtschaftskooperationen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der angewandten Forschung mit einem Budget von 1,8 Millionen Euro. Hier steht die Förderung von Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Mittelpunkt, insbesondere in den Zukunftsfeldern Digitalisierung, intelligente Produktion und Materialien. Diese Projekte sollen direkt zur Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Niederösterreich beitragen.

Citizen-Science für gesellschaftliche Herausforderungen

1,08 Millionen Euro sind für Citizen-Science-Projekte vorgesehen, die sich den Bereichen Umwelt, Klima, Ressourcen sowie Gesundheit und Ernährung widmen. Bei diesen Projekten arbeiten Bürgerinnen und Bürger aktiv mit Forschungseinrichtungen zusammen und leisten einen konkreten Beitrag zur Wissensgenerierung.

Grundlagenforschung für Gesellschaft und Kultur

Grundlagenforschungsprojekte im Bereich Gesellschaft & Kultur erhalten ebenfalls eine Förderung von 1,8 Millionen Euro. Hierbei sollen mehrere Wissenschaftseinrichtungen gemeinsam neue Erkenntnisse für Land und Leute erarbeiten.

Konkrete Erfolgsbeispiele aus der Praxis

Nachhaltige Materialien für den 3D-Druck

Die Wirksamkeit der Forschungsförderung zeigt sich bereits in konkreten Projekten. So wurde in den letzten Monaten ein Projekt der BOKU Wien am Standort IFA Tulln gefördert, das nachhaltige und kreislauffähige Materialien für den 3D-Druck entwickelt. "Ziel eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Materialien muss sein, die Komponenten möglichst lange im Kreislauf zu halten", erklärt Prof. Dr. Andreas Mautner vom Institut für Umweltbiotechnologie.

Das Forschungsteam arbeitet an Lösungen, um Materialien am Ende ihres Lebenszyklus quasi auf Knopfdruck in ihre Bestandteile zu zerlegen und daraus wieder neue Materialien zu generieren – ohne Abfall oder Treibhausgase zu produzieren. Enzymatische Prozesse, die bei moderaten Temperaturen ablaufen, bieten dabei eine nachhaltige Möglichkeit für den Materialkreislauf.

Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft

Ein weiteres gefördertes Projekt ist eine neue Stiftungsprofessur für Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft. Die FH Wiener Neustadt erhielt den Zuschlag und wird diese Professur am Campus Francisco Josephinum in Wieselburg etablieren.

"Wir waren in Österreich der erste Ausbildungsstandort, der bereits 2018 Künstliche Intelligenz fest in die landwirtschaftliche Ausbildung integriert hat", erklärt Studiengangsleiter Dr. Markus Gansberger. "Der Förderzuschlag für die Stiftungsprofessur ist nun ein entscheidender Meilenstein, um unseren Studiengang konsequent weiterzuentwickeln und unsere Rolle als internationaler Vorreiter weiter auszubauen."

Forschung als Wirtschaftsfaktor

Die niederösterreichische Forschungsförderung versteht sich nicht als reiner Kostenfaktor, sondern als strategische Investition. "Forschung ist kein Kostenfaktor, sondern die Grundlage für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und gesellschaftliche Entwicklung", betont Pernkopf. "Ziel all dieser Forschungsprojekte muss es sein, das Leben wieder leichter und das Zusammenleben besser zu machen."

Die Erkenntnisse aus geförderten Forschungsprojekten der letzten Jahre bilden bereits heute die Basis für innovative Materialien, neue Medikamente, leistungsfähige Computertechnologien oder moderne Diagnoseverfahren. Damit trägt die Forschungsförderung direkt zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Niederösterreich bei.

Bewerbungsverfahren und Ausblick

Die fünf Ausschreibungen richten sich an verschiedene Zielgruppen: von Nachwuchsforschern über etablierte Forschungseinrichtungen bis hin zu Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Niederösterreich können ihre Projektanträge einreichen.

Mit dieser umfassenden Förderinitiative setzt Niederösterreich ein klares Signal für die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung. Während andere Regionen ihre Forschungsausgaben reduzieren, investiert das Land bewusst in kluge Köpfe, neue Technologien und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Die Botschaft ist eindeutig: "Wer morgen vorne sein will, muss heute in Forschung investieren", so das Credo der niederösterreichischen Landespolitik. Mit den 8,5 Millionen Euro für 2026 wird diese Philosophie konsequent umgesetzt und die Basis für zukünftige Innovationen und wirtschaftlichen Erfolg gelegt.

Schlagworte

#Niederösterreich#Forschungsförderung#Innovation#Wissenschaft#Nachwuchsförderung#Förderung#Mikl-Leitner#Pernkopf

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