Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA Austria) steigerte 2025 die Gesamtanzahl der Dopingkontrollen im Vergleich zu 2024 um 4,5 % auf 3.031 Proben. Die Zahlen wurden gemeinsam im Sportausschuss m...
Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA Austria) steigerte 2025 die Gesamtanzahl der Dopingkontrollen im Vergleich zu 2024 um 4,5 % auf 3.031 Proben. Die Zahlen wurden gemeinsam im Sportausschuss mit Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt und NADA-Austria-Geschäftsführer Michael Cepic erörtert.
Die NADA führt Kontrollen sowohl im Rahmen des nationalen Programms als auch im Auftrag von Sportorganisationen oder Veranstaltern durch. Wichtige Eckdaten für 2025:
Neben der Kontrollarbeit ist Prävention ein zentraler Tätigkeitsschwerpunkt. Die NADA bietet digitale Lernangebote an; diese seien 2025 gut angenommen worden. Die App zur Medikamentenabfrage ist inzwischen auf über 3.000 Geräten installiert.
Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt betonte im Ausschuss, dass Kontrollen, Präventionsarbeit sowie internationale Kooperation wichtige Faktoren im Anti-Doping-Kampf seien. Die NADA leiste im Rahmen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) "hervorragende Arbeit".
Die im Ausland stattgefundenen "Enhanced Games" wurden im Ausschuss kritisiert: Heike Eder (ÖVP) nannte sie "das absolut falsche Signal", Markus Leinfellner (FPÖ) sprach von "absoluten Wahnsinn" und Maximilian Köllner (SPÖ) warnte vor negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. Michael Cepic bezeichnete die Veranstaltung aus NADA-Sicht als "Showevent" und betonte, dass Sport an Regeln gebunden sei, die dort ausgesetzt würden.
Zur Umsetzung des neuen WADA-Codes sagte Schmidt, ihr Ressort arbeite in Zusammenarbeit mit der NADA an den Vorgaben; sie rechne mit der Vorlage einer Gesetzesnovelle im kommenden Herbst. Cepic bezeichnete den Prozess als komplex, da die WADA als ausländische Organisation miteingebunden werden müsse, sah aber keine zusätzlichen finanziellen Belastungen auf Österreich zukommen.
Weitere im Ausschuss angesprochene Punkte: die bewusste Unberechenbarkeit von Wettbewerbs- und Trainingskontrollen zur Erhaltung der Wirksamkeit sowie Probleme mit Doping im Breitensport, wobei die NADA laut Cepic vom Zoll eine Liste mit 800 Abnehmerinnen und Abnehmern von Sendungen mit diversen Dopingmitteln erhalten habe. Als aktuelle Herausforderung nannte Cepic die Mikrodosierung althergebrachter Substanzen, um Nachweisbarkeit bei Kontrollen zu erschweren.
Die Jahresberichte 2025 (III-337 d.B.) und 2024 (III-231 d.B.) wurden fraktionsübergreifend einstimmig zur Kenntnis genommen. Originalmeldung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260528_OTS0147/sportausschuss-kontrollen-und-praevention-im-mittelpunkt-der-nada-arbeit