Ein Markt mit 1,4 Milliarden Menschen wartet auf österreichische Unternehmen: Indien entwickelt sich zum wichtigen Handelspartner Österreichs und könnte durch ein geplantes EU-Freihandelsabkommen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.
Ein Markt mit 1,4 Milliarden Menschen wartet auf österreichische Unternehmen: Indien entwickelt sich zu einem zentralen Wirtschaftspartner und könnte durch ein geplantes EU‑Freihandelsabkommen zusätzliche Arbeitsplätze in Österreich schaffen. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer führt eine Wirtschaftsmission nach Indien an, um das in der OTS genannte Exportpotenzial von über einer Milliarde Euro zu erschließen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Österreichische Exporte nach Indien erreichten zuletzt 1,5 Milliarden Euro – ein Plus von 13,6 Prozent zum Vorjahr. Rund 160 österreichische Unternehmen sind vor Ort aktiv. Indien weist in der OTS ein Wirtschaftswachstum von rund 6,6 Prozent auf.
Das in der OTS beschriebene Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien sieht erhebliche Zollsenkungen vor. Laut OTS liegen die durchschnittlichen Zölle in der EU bei rund 3,8 Prozent, während Indien auf EU‑Importe im Schnitt rund 16 Prozent erhebt. Das Abkommen sieht vor, dass die EU Zölle auf über 90 Prozent der Produkte abschafft und Indien rund 86 Prozent der Zollpositionen liberalisiert. In der OTS wird für Österreich ein mögliches Exportwachstum von rund 75 Prozent genannt und eine jährliche Ersparnis von etwa 108 Millionen Euro durch den vereinbarten Zollabbau genannt. Hattmannsdorfer wird in der OTS mit der Einschätzung zitiert, dass die Umsetzung des Abkommens etwa 5.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Österreich bringen könne.
In der OTS werden als besonders betroffene Bereiche Maschinenbau, Elektronik, Chemie und industrielle Dienstleistungen genannt.
Die OTS nennt mehrere Faktoren für die Attraktivität Indiens: eine große Bevölkerung (rund 1,4 Milliarden), ein vergleichsweise hohes Wachstum unter den G20‑Staaten und ein dynamisches Start‑up‑Ökosystem. In der OTS wird außerdem auf umfassende Infrastruktur‑ und Technologieinvestitionen hingewiesen.
Die Julius Blum GmbH aus Vorarlberg baut in Indien Präsenz auf: Laut OTS betreibt das Unternehmen in Mumbai einen eigenen Showroom, ein Trainingszentrum sowie ein Vertriebsnetz mit über 100 Partnern. In der OTS äußert sich Martin Blum positiv zu Marktchancen für das Unternehmen.
Primetals Technologies ist nach OTS seit Jahrzehnten im indischen Markt tätig und liefert Anlagen und Technologien für die Stahlindustrie; das Unternehmen sieht in Indien Chancen für österreichisches Engineering, wie Markus Burgholzer in der OTS betont.
Münzer Bioindustrie betreibt laut OTS in Indien ein Sammel‑ und Verwertungssystem für Altspeiseöle zur Biodieselproduktion und ist in mehr als 25 Städten aktiv; CEO Ewald‑Marco Münzer äußert sich in der OTS zur Bedeutung des Marktes für Umwelttechnologien.
Die Reise steht laut OTS im Kontext der österreichischen Industriestrategie 2035. Ziel ist es, Österreich als wettbewerbsfähigen Industriestandort zu stärken und neue internationale Partnerschaften aufzubauen. In der OTS wird betont, dass Indien sowohl als Absatzmarkt als auch als Partner für industrielle Kooperation eine Rolle spielt.
Die Mission nach Indien soll laut OTS neue Projekte anstoßen, Investitionen erleichtern und den Markteintritt österreichischer Unternehmen unterstützen. In der OTS werden Industrie, Technologie, Green Tech, Infrastruktur und Fachkräfte als relevante Kooperationsbereiche genannt. Hattmannsdorfer wird in der OTS mit dem Hinweis zitiert, dass Präsenz in Indien Wachstum, Jobs und Wettbewerbsfähigkeit in Österreich sichern kann.