Wien, 12. Januar 2026 – Die eisigen Temperaturen, die das Sturmtief „Elli“ über Österreich gebracht hat, fordern schnelle Maßnahmen. In Wien hat der Fonds Soziales Wien (FSW) rasch reagiert und die Kapazitäten in Notquartieren für obdachlose Menschen erhöht. Bereits am Wochenende wurden 40 zusätzlic
Wien, 12. Januar 2026 – Die eisigen Temperaturen, die das Sturmtief „Elli“ über Österreich gebracht hat, fordern schnelle Maßnahmen. In Wien hat der Fonds Soziales Wien (FSW) rasch reagiert und die Kapazitäten in Notquartieren für obdachlose Menschen erhöht. Bereits am Wochenende wurden 40 zusätzliche Plätze in zwei Notquartieren geschaffen, um den akut steigenden Bedarf zu decken. Insgesamt stehen nun rund 70 neue Plätze zur Verfügung, die rund um die Uhr Schutz und Verpflegung bieten.
Der Fonds Soziales Wien ist eine Schlüsselorganisation in der Wiener Sozialpolitik. Er wurde gegründet, um die soziale Infrastruktur der Stadt zu stärken und Menschen in Not zu unterstützen. Besonders in den Wintermonaten spielt der FSW eine entscheidende Rolle. Mit dem jährlichen Winterpaket werden rund 1.000 Plätze in Notquartieren bereitgestellt. Diese Plätze sind ein wichtiger Bestandteil der Bemühungen, sicherzustellen, dass niemand in Wien aufgrund fehlender Unterkunftsmöglichkeiten auf der Straße schlafen muss.
Die Obdachlosenhilfe in Wien hat eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert wurden erste Armenhäuser gegründet, um den Bedürftigsten Schutz zu bieten. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das System weiterentwickelt. In den 1980er Jahren wurde die Obdachlosenhilfe in Wien systematisch ausgebaut, um auf die steigenden sozialen Herausforderungen zu reagieren. Mit der Gründung des FSW im Jahr 2004 wurde ein weiterer Meilenstein erreicht, der die Koordination und Effizienz der Hilfsangebote erheblich verbesserte.
Im Vergleich zu anderen österreichischen Bundesländern sowie zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Wien besonders gut aufgestellt ist. Während Städte wie Berlin und Zürich ebenfalls umfassende Hilfsangebote für Obdachlose haben, sticht Wien durch seine flächendeckende und gut koordinierte Infrastruktur hervor. In Wien wird besonderer Wert auf die Zusammenarbeit zwischen städtischen Einrichtungen und privaten Organisationen gelegt, was die Reaktionsfähigkeit in Krisensituationen wie der aktuellen Kältewelle deutlich erhöht.
Für die Bürger Wiens bedeutet die Erhöhung der Kapazitäten in den Notquartieren nicht nur eine direkte Entlastung für die Betroffenen, sondern auch eine Stärkung des sozialen Zusammenhalts. Die Möglichkeit, über die FSW-KälteApp schnell und unkompliziert Hilfe zu leisten, zeigt, wie wichtig die Beteiligung der Zivilgesellschaft ist. Ein Beispiel: Eine Bürgerin meldete über die App einen obdachlosen Mann, der in der Nähe einer U-Bahn-Station Schutz suchte. Innerhalb kurzer Zeit wurde der Mann von einem Team der Straßensozialarbeit abgeholt und in ein Notquartier gebracht.
Die Statistik zeigt, dass die Notquartiere in Wien in den Wintermonaten stark ausgelastet sind. Im letzten Jahr wurden die Plätze von rund 3.000 Personen genutzt, was die hohe Nachfrage unterstreicht. Die drei Wärmestuben, die zusätzlich zu den Notquartieren angeboten werden, sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Winterpakets. Sie bieten tagsüber einen warmen Rückzugsort und tragen dazu bei, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Die Prognosen für die kommenden Wintermonate sind besorgniserregend. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der obdachlosen Menschen weiter steigen könnte, was eine weitere Herausforderung für die Stadt Wien darstellt. Der FSW plant, die Kapazitäten in den Notquartieren weiter auszubauen und die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen zu intensivieren. Langfristig könnte auch eine Erweiterung der digitalen Angebote, wie die FSW-KälteApp, dazu beitragen, die Hilfsangebote noch effizienter zu gestalten.
Die schnelle Reaktion des FSW auf das Sturmtief „Elli“ zeigt, wie wichtig eine gut organisierte soziale Infrastruktur ist. Wien hat sich als Vorreiter in der Obdachlosenhilfe etabliert und setzt Maßstäbe, die auch für andere Städte von Interesse sein könnten. Die Bürger sind aufgerufen, weiterhin wachsam zu sein und die bestehenden Hilfsangebote zu nutzen. Weitere Informationen zu den Angeboten des FSW finden Sie auf der offiziellen Webseite.