Analyse von fast 3.000 Chatfragen zeigt Schwerpunkt USA-EU, KI, Lebenshaltungskosten und Demokratie
Das ChatEurope-Barometer wertet rund 3.000 Nutzerfragen aus und nennt USA-EU-Beziehungen, KI, Lebenshaltungskosten und die Zukunft der Demokratie als Top-Themen.
Laut dem aktuellen ChatEurope-Barometer beschäftigen Menschen in Europa im Jahr 2026 vier prägende Themen: die Beziehungen zwischen den USA und der EU unter Donald Trump, künstliche Intelligenz und digitale Transformation, wirtschaftliche Belastungen im Zusammenhang mit steigenden Lebenshaltungskosten sowie die Zukunft der europäischen Demokratie. Die Auswertung basiert auf einer Analyse von fast 3.000 Fragen, die zwischen Januar und März 2026 an den KI-gestützten Chatbot von ChatEurope gestellt wurden.
Die Daten geben Aufschluss darüber, welche Fragen Nutzerinnen und Nutzer in einer sich rasch wandelnden Welt an ein europäisches Nachrichtenangebot richten. Dem Barometer zufolge suchten Anwenderinnen und Anwender vorrangig nach vertrauenswürdigen Informationen, Faktenchecks, der Überprüfung von Behauptungen und klaren Erklärungen zu komplexen europäischen Themen.
Die Auswertung ordnet die Fragestellungen in thematische Gruppen und nennt vier Schwerpunkte, die in der Berichtsperiode besonders häufig aufkamen. Den größten Anteil nahmen Fragen zu internationalen Angelegenheiten ein, insbesondere zu den Beziehungen zwischen den USA und der EU unter Donald Trump. Dieses Thema machte laut Barometer 20 Prozent der Anfragen aus.
Mit rund zehn Prozent der Suchanfragen folgten Fragen zu künstlicher Intelligenz, großen Technologieunternehmen und der digitalen Transformation. Nutzerinnen und Nutzer interessierten sich in diesem Bereich unter anderem für Regulierung, Datenschutz und die Umsetzung bestehender Rechtsvorschriften.
Wirtschaftliche Fragestellungen rund um Wachstum, Inflation sowie Mindestlöhne und steigende Lebenshaltungskosten machten acht Prozent der Anfragen aus. In diesem Themenfeld nannten User demografische Aspekte wie sinkende Geburtenraten, die alternde Bevölkerung, Rentenreformen und Arbeitskräftemangel.
Fragen zur Politik, zu Institutionen und zur Demokratie der Europäischen Union stellten fünf Prozent der insgesamt ausgewerteten Anfragen. Häufige Anliegen bezogen sich auf die Rolle des Europäischen Rates, der Europäischen Kommission und auf Entscheidungsprozesse innerhalb der EU.
Innerhalb des Bereichs internationale Angelegenheiten fassten die Fragen mehrere konkrete Punkte zusammen, die im ChatEurope-Barometer genannt werden: Fragen zu Donald Trumps Zöllen, zu Handelsspannungen zwischen der EU und den USA, zum EU‑Mercosur‑Abkommen, zur Souveränität Grönlands, zu Sanktionen gegen den Iran und zu den diplomatischen Strategien europäischer Staats- und Regierungschefs wie Emmanuel Macron, Friedrich Merz oder Ursula von der Leyen.
Diese Bandbreite zeigt nach Angaben des Barometers, dass Nutzerinnen und Nutzer nicht nur makroökonomische oder institutionelle Fragen stellten, sondern auch spezifische Nachfragen zu außen- und handelspolitischen Maßnahmen und zu einzelnen politischen Akteuren.
Die sprachliche Verteilung der Fragen unterstreicht laut Barometer den Bedarf an mehrsprachigem Zugang zu europäischen Nachrichten und Informationen.
ChatEurope bezeichnet sich in der Mitteilung als den ersten Chatbot für europäische Nachrichten. Das Projekt wurde 2025 von 15 europäischen Partnern ins Leben gerufen und umfasst eine Nachrichtenplattform, einen integrierten Chatbot und Kanäle für soziale Medien.
Unter der Leitung von Agence France‑Presse vereint das Medienkonsortium laut Aussendung mehrere große Marken des europäischen Journalismus. Genannt werden unter anderem Deutsche Welle und France Médias Monde, RFI Romania, die Nachrichtenagenturen dpa und Ansa, die polnische Agora Mediengruppe, Maldita.es, El País sowie das Online‑Medienhaus OBCT. Weitere Partner im Projekt sind Druid AI, MediaConnect (AFP), news aktuell (dpa), XWIKI SAS und XWIKI SOFTWARE.
Die Mitteilung weist darauf hin, dass ChatEurope Fördermittel von der Europäischen Union beziehungsweise der EU‑Kommission erhält. Gleichzeitig heißt es in der Aussendung, die geäußerten Ansichten und Meinungen seien ausschließlich die der Autoren und spiegelten nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission wider.
Der DSA wird in der Aussendung als relevanter Rechtsrahmen genannt. Allgemein bezeichnet das Kürzel DSA das EU‑Gesetz über digitale Dienste, das Regeln für Online‑Plattformen und digitale Dienste festlegt und in Diskussionen zur Durchsetzung digitaler Vorschriften eine Rolle spielt.
Die Europäische Kommission wird in der Mitteilung als eine der Institutionen genannt, zu deren Rolle Nutzerinnen und Nutzer Fragen stellen. Neutral erklärt ist die Kommission die Exekutivbehörde der Europäischen Union, die Vorschläge für Rechtsakte ausarbeitet und deren Umsetzung überwacht.
Der Europäische Rat ist in der Berichterstattung als eine Instanz aufgeführt, deren Rolle und Funktion von Fragestellern geklärt werden wollten. Er besteht aus den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten und legt laut gängiger Definition die politischen Leitlinien der EU fest.
Als Chatbot bezeichnet ChatEurope eine KI‑gestützte Dialogschnittstelle, an die zwischen Januar und März 2026 fast 3.000 Fragen gerichtet wurden. Ein Chatbot beantwortet Nutzerfragen automatisiert und kann in einer Nachrichtenplattform als ergänzendes Recherche‑Werkzeug eingesetzt werden.
KI‑Regulierung ist im Barometer ein wiederkehrendes Thema. Der Begriff umfasst Regeln und gesetzliche Vorgaben, die den Einsatz, die Entwicklung und die Auswirkungen künstlicher Intelligenz betreffen und in Nutzerfragen etwa im Zusammenhang mit Datenschutz oder der Entwicklung europäischer Alternativen genannt wurden.
Die Mitteilung betont, dass die Nutzerinnen und Nutzer von ChatEurope nicht vorrangig nach Meinungen suchten, sondern nach nachprüfbaren Informationen. Gefragt wurden demnach Faktenchecks, die Überprüfung von Behauptungen und klare Erklärungen zu komplexen Themen.
Vor dem Hintergrund der Mitteilung stellt ChatEurope die Zunahme von Desinformation und geopolitischer Unsicherheit als Kontext für die verstärkte Nachfrage nach zuverlässigen europäischen Nachrichten und unparteiischen Informationen dar.
Das Barometer ist laut Mitteilung eine Auswertung von Nutzerfragen an den ChatEurope‑Chatbot. Die Analyse umfasst fast 3.000 Fragen, die zwischen Januar und März 2026 gestellt wurden, und ordnet die Fragen thematisch, um Schwerpunkte im Informationsbedarf sichtbar zu machen.
Die Auswertung nennt vier Hauptthemen: EU‑US‑Beziehungen und internationale Angelegenheiten (20 %), künstliche Intelligenz und digitale Transformation (10 %), Wirtschaft und Lebenshaltungskosten (8 %) sowie Politik, Institutionen und Demokratie der EU (5 %).
Laut Mitteilung wurden Fragen in insgesamt elf Sprachen gestellt. Die häufigsten Sprachen waren Englisch (40 %), Französisch (30 %) und Deutsch (15 %), weitere Sprachen sind Rumänisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch sowie Dänisch, Schwedisch, Russisch und Arabisch.
ChatEurope wurde 2025 von 15 europäischen Partnern ins Leben gerufen und wird unter der Leitung von Agence France‑Presse betrieben. In der Aussendung wird angegeben, dass das Projekt Fördermittel von der Europäischen Union bzw. der EU‑Kommission erhält.
Die Mitteilung weist ausdrücklich darauf hin, dass die geäußerten Ansichten und Meinungen ausschließlich die der Autoren sind und nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission widerspiegeln. Weder die Europäische Union noch die Förderstelle könnten dafür verantwortlich gemacht werden, heißt es in der Aussendung.
Quelle: ChatEurope (Aussendung durch ChatEurope). Kontakt: Olga Magiera, dpa‑Custom Content, Communication and Dissemination Officer ChatEurope, press [at] chateurope.eu.
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