Mit einer Rekordbeteiligung von über 600 Besucherinnen und Besuchern sind die Österreichischen Antirassismus.Tage 2026 zu einem beeindruckenden Erfolg geworden. Vom 13. bis 25. März 2026 fanden in Wien und anderen österreichischen Städten 34 Veranstaltungen statt.
Mit einer Rekordbeteiligung von über 600 Besucherinnen und Besuchern sind die Österreichischen Antirassismus.Tage 2026 zu einem beeindruckenden Erfolg geworden. Vom 13. bis 25. März 2026 fanden in Wien und anderen österreichischen Städten 34 Veranstaltungen statt. Besonders bemerkenswert war der offizielle Start des Wiener Aktionsplans gegen Rassismus sowie die erste Sitzung des ECCAR-Lenkungsausschusses mit Expertinnen und Experten aus 31 europäischen Städten.
Den Auftakt bildete am 13. März 2026 die traditionelle Antirassismus.Messe an der Central European University (CEU). Von 10:00 bis 19:30 Uhr präsentierten sich 20 staatliche und zivilgesellschaftliche Organisationen. Gastgeber Mathias Möschel (Vizerektor der CEU) eröffnete die Messe: "Antirassismus braucht kontinuierliches Engagement und starke Partnerschaften – genau dafür steht diese Messe an der CEU."
Ein Schwerpunkt der Messe lag auf dem Empowerment asiatischer Communities. Die Journalistin Vina Yun thematisierte in ihrer Eröffnungsrede den antiasiatischen Rassismus: "Trotz ihrer Größe bleibt die asiatische Diaspora in Wien weitgehend unsichtbar. Der Mythos der 'Model Minority' verschleiert reale Rassismus-Erfahrungen."
In einer Diskussion des Zentrums für philippinische Kultur und Sprache (Sentro) wurden Erfahrungen zu philippinisch-europäischer Identität und der Zukunft der philippinischen Diaspora in Österreich geteilt.
Das Gast-Bundesland Oberösterreich präsentierte Projekte: Ulrike Salinger (Gleichbehandlungsanwaltschaft) stellte das erste österreichische Antirassismus Symposium für Jurist*innen vor, Grüne Gemeinderätin Abena Carty-Pinner die Kampagne „Miteinander Linz“. Wien zeigte Good-Practice-Beispiele wie rassismuskritische Bildung (KPH Wien/NÖ) sowie die Initiativen „Vienna Afro Haircare Community“ und „MedInUnity“. Letztere baut durch interdisziplinäre Aufklärung zu Gendermedizin und rassismuskritischer Versorgung strukturelle Barrieren im Gesundheitssystem ab.
In einem Publikumsaustausch setzte das Panel „Schluss mit der endlosen Kopftuchdebatte“ ein Zeichen. Amani Abuzahra, Esma Bošnjaković, Ümmü Selime Türe und Slam-Poetin Memo erklärten die ermüdende Diskussion für beendet. Moderatorin Bošnjaković fasste auf Instagram zusammen: "Die Kopftuchdebatte wurde bei der Antirassismus.Messe zu Grabe getragen."
Ein Debattenbeitrag (in Kooperation mit pooldoks) behandelte österreichische Kolonialgeschichte in Kenia: Autor Gatu Mbaria zeigte, wie die Habsburgermonarchie mittels Kartografie das Konzept der „Safari“ mitgestaltete und damit die systematische Enteignung der lokalen Bevölkerung thematisiert wurde.
Die Antirassismus.Messe in Wien verzeichnete über 600 Teilnehmende. Der Veranstaltungskalender bot zwischen dem 13. und 25. März 34 Events von 26 Organisationen. Am 24. und 25. März 2026 fand zudem die erste Sitzung des ECCAR-Lenkungsausschusses mit Expert*innen aus 31 europäischen Städten statt.
Neu eingeführt wurden eine Radiosendung und der Podcast JOSÉPHINE, die Antirassismus-Themen in Österreich ergänzend begleiten sollen. Mehr auf josephinesoliman.at