Studie von Marketagent: Mehrheit verlangt Kennzeichnung, Zweifel an Qualität und Echtheit wachsen
Eine repräsentative Marketagent-Studie unter mehr als 1.000 Österreicher:innen zeigt: KI wird breit genutzt, KI-Inhalte stoßen zunehmend auf Skepsis und 85 % fordern Kennzeichnung.
Die Verbreitung künstlicher Intelligenz verändert die digitale Informationswelt in Österreich – und löst zugleich ambivalente Reaktionen aus. Eine repräsentative Studie des digitalen Research Instituts Marketagent unter mehr als 1.000 Österreicherinnen und Österreichern dokumentiert, dass KI-Anwendungen breit genutzt werden, die von ihnen erzeugten Inhalte von vielen aber kritisch gesehen werden.
Die Untersuchung zeigt zugleich konkrete Zahlen zu Nutzung, Wahrnehmung und Erwartungen: So geben 83 Prozent der Befragten an, KI aktiv zu nutzen, 51 Prozent sogar mindestens einmal pro Woche. Parallel beklagen viele eine zunehmende Menge belangloser KI-Inhalte („AI Slop“) und fordern klare Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten.
Die Studie basiert laut Marketagent auf einer repräsentativen Befragung von gut 1.000 Österreichern und Österreicherinnen. Zentrale Ergebnisse zeigen eine breite Nutzung von KI-Anwendungen, aber gleichzeitig eine kritische Haltung gegenüber den so entstehenden Inhalten. Rund ein Drittel der Befragten steht der Künstlichen Intelligenz grundsätzlich positiv gegenüber (35 %), 20 % äußern eine negative Haltung.
Generationsbezogen fällt die Nutzung besonders bei der Generation Z auf: Vier von fünf Mitgliedern dieser Altersgruppe greifen regelmäßig auf KI-Anwendungen zurück (80 %), und 49 % dieser Generation bewerten KI grundsätzlich positiv. Gleichzeitig berichten 75 % der Generation Z davon, häufig KI-generierte Inhalte wahrzunehmen.
Laut Marketagent geben 83 % der Befragten an, KI aktiv zu nutzen; 51 % nutzen KI mindestens einmal pro Woche. Als Beispiele für praktische Anwendungen nennt die Meldung ChatGPT und vergleichbare Tools, die vor allem zur schnellen Recherche und Informationsbeschaffung verwendet werden (62 %). Jüngere Nutzerinnen und Nutzer verwenden solche Tools darüber hinaus verstärkt zur Erstellung, Überarbeitung oder Zusammenfassung von Texten.
Trotz der breiten Nutzung bleibt die Haltung zwiespältig: Während rund ein Drittel KI grundsätzlich positiv gegenübersteht, lehnt ein Fünftel sie ab. Die Studie zeigt damit eine gleichzeitige Offenheit gegenüber der Technologie und Skepsis gegenüber ihren Ergebnissen.
Mit der Ausweitung der Nutzung steigt laut Untersuchung auch die Sichtbarkeit von KI-generierten Inhalten: 58 % der Befragten geben an, solchen Inhalten regelmäßig zu begegnen. Diese Präsenz führt jedoch nicht zu hoher Begeisterung: 41 % bewerten die zunehmende Verbreitung von KI-Content (eher) negativ, und 52 % konsumieren solche Inhalte eher ungern.
Die wahrgenommene Qualität der KI-Inhalte wird in der Studie mit einem Mittelwert von 2,9 als mittelmäßig eingestuft. Marketagent fasst dieses Phänomen unter anderem mit dem Begriff „AI Slop“ zusammen – einer massenhaft produzierten, oft oberflächlichen Form von KI-Content.
Ein zentrales Ergebnis ist die Unsicherheit vieler Nutzerinnen und Nutzer im Erkennen von KI‑Inhalten: Nur rund ein Viertel fühlt sich sicher, KI-generierte Inhalte zuverlässig zu identifizieren (23 %). Selbst in der Generation Z ist dieses Gefühl mit 40 % nur bei einem Teil der Befragten ausgeprägt.
Als Hinweise zur Erkennung nennen die Befragten vor allem unnatürlich wirkende Elemente (49 %) und inhaltliche Unstimmigkeiten (43 %). 35 % reagieren misstrauisch, wenn Inhalte zu glatt oder perfekt wirken – genauso viele setzen auf explizite Kennzeichnung. Insgesamt spricht sich eine überwältigende Mehrheit von 85 % für eine verpflichtende Benennung von KI-generierten Inhalten aus.
Die Studie dokumentiert auch Auswirkungen auf Social-Media-Nutzung und -Wahrnehmung: Jede dritte befragte Person berichtet von verändertem Nutzungsverhalten durch KI-Inhalte (33 %), 54 % sagen, sie hätten weniger Vertrauen in Inhalte, und 47 % prüfen Inhalte kritischer. Ein Drittel (33 %) konsumiert Social Media insgesamt weniger.
Gleichzeitig ändern sich die Qualitätsmaßstäbe: Inhalte mit erkennbar menschlichem Ursprung gewinnen an Bedeutung (43 %). Bekannte Absender (35 %), erkennbare Expertise (29 %) und persönliche Handschrift (24 %) werden zunehmend als vertrauensbildende Faktoren genannt.
Der Begriff „AI Slop“ wird in Österreich der Studie zufolge bislang nur von einem geringen Teil der Bevölkerung erkannt (23 %; Generation Z: 41 %). Unabhängig von der Bekanntheit nimmt laut Marketagent die Mehrheit das Phänomen belangloser und austauschbarer Inhalte bereits wahr (71 %).
Dabei nennt die Studie mehrere wahrgenommene Risiken: 46 % sehen eine sinkende Qualität von Online-Inhalten, 45 % befürchten gezielte Manipulation und 44 % die Verbreitung von Desinformation durch „KI-Müll“. 75 % der Befragten erwarten, dass sich diese Entwicklung in Zukunft weiter verstärken wird.
Wesentliche Zahlen der Marketagent-Umfrage lassen sich wie folgt zusammenfassen: 83 % nutzen KI aktiv, 51 % mindestens wöchentlich; 58 % nehmen häufig KI-Inhalte wahr; 85 % sprechen sich für verpflichtende Kennzeichnung aus. Die Generation Z hebt sich in mehreren Kategorien ab: höhere Nutzungsraten, größere Wahrnehmung von KI-Inhalten und größere Bekanntheit des Begriffs „AI Slop“.
Die Studie verbindet damit Nutzungsdaten mit Wahrnehmungs- und Einstellungswerten und bildet so ein Stimmungsbild zur Rolle von KI in der österreichischen Online- und Medienwelt ab.
„AI Slop“ bezeichnet laut Aussendung massenhaft produzierte, oft oberflächliche KI-Inhalte, die in der Studie auch als „KI-Schrott“ beschrieben werden. Die Mehrheit der Befragten nimmt eine Zunahme solcher belanglosen Inhalte wahr (71 %).
Im Kontext der Studie umfasst der Begriff Anwendungen und Tools, die Inhalte erzeugen oder bei der Recherche unterstützen. Marketagent nennt als Beispiel ChatGPT und vergleichbare Systeme, die insbesondere zur schnellen Informationsbeschaffung eingesetzt werden.
Die Studie hebt die Generation Z als besonders aktive Nutzergruppe hervor: 80 % dieser Altersgruppe verwenden KI regelmäßig, 49 % bewerten KI grundsätzlich positiv und 75 % nehmen häufig KI-Inhalte wahr.
Unter „Content‑Flut“ versteht die Studie die gefühlte Zunahme an belanglosen oder austauschbaren Inhalten, die 71 % der Befragten bemerken. Diese Einschätzung wird mit Sorgen um Qualität, Manipulation und Desinformation verknüpft.
Kennzeichnung meint hier die explizite Benennung von Inhalten als KI-generiert. Laut Study fordern 85 % der Befragten eine verpflichtende Kennzeichnung solcher Inhalte.
Marketagent führt in der Aussendung die Ergebnisse der Studie mit Kommentaren von Mitarbeiterinnen und Führungskräften zusammen. Andrea Berger, Research & Communications Manager bei Marketagent, wird zitiert mit der Aussage, Transparenz sei ein zentrales Schlüsselthema: Nutzerinnen und Nutzer wollten wissen, womit sie es zu tun haben und fordern klare Orientierung in einer zunehmend unübersichtlichen Informationslandschaft.
Marketagent-Gründer Thomas Schwabl formuliert im Text ein Fazit, das die Gleichzeitigkeit von technologischer Verfügbarkeit und Forderung nach Authentizität betont: Die Tools erleichtern und beschleunigen Produktion, gleichzeitig steige der Wunsch nach Orientierung und erkennbarer menschlicher Handschrift.
Marketagent befragt laut Aussendung mehr als 1.000 Österreicherinnen und Österreicher repräsentativ zu Nutzung, Wahrnehmung und Einschätzung von KI und KI‑generierten Inhalten. Die Ergebnisse liefern Zahlen zu Nutzungshäufigkeiten, Wahrnehmung von Qualität und Meinungen zur Kennzeichnung.
83 % der Befragten geben an, KI aktiv zu nutzen; 51 % nutzen KI mindestens einmal pro Woche. Bei der Generation Z liegt die regelmäßige Nutzung mit 80 % deutlich höher.
58 % der Befragten sagen, sie begegnen häufig KI‑generierten Inhalten. Bei der Generation Z liegt dieser Wert laut Studie noch höher (75 %).
Eine klare Mehrheit von 85 % der Befragten fordert eine verpflichtende Kennzeichnung von KI‑generierten Inhalten. 35 % gaben zudem an, dass sie eine explizite Kennzeichnung als wichtiges Erkennungsmerkmal ansehen.
„AI Slop“ wird in der Studie als minderwertige, massenhaft produzierte KI‑Inhalte beschrieben. Der Begriff ist bislang nur einem Teil der Bevölkerung geläufig (23 % insgesamt, 41 % in der Generation Z), während 71 % eine Zunahme an belanglosen KI‑Inhalten wahrnehmen.
Die Studie nennt konkrete Veränderungen: 33 % berichten von verändertem Nutzungsverhalten durch KI‑Inhalte, 54 % vertrauen Inhalten weniger, 47 % prüfen Informationen kritischer und 33 % konsumieren Social Media insgesamt weniger.
Quelle: Marketagent.com online reSEARCH GmbH (repräsentative Studie unter mehr als 1.000 Österreicherinnen und Österreichern), Aussendungstitel: "AI Slop auf dem Vormarsch: KI-Inhalte zwischen Faszination und Vertrauenskrise".
Kontakt: Marketagent.com online reSEARCH GmbH, Mag. Andrea Berger, Telefon: 02252 909 009 - 25, E‑Mail: a.berger [at] marketagent.com