Tag des Waldes macht Bedeutung der Forstwirtschaft für Standort Österreich sichtbar
Die Forst- und Holzwirtschaft generiert 27 Milliarden Euro Wertschöpfung und schafft über 300.000 Arbeitsplätze in Österreich.
Anlässlich des Internationalen Tages des Waldes am 21. März rücken die Land&Forst Betriebe Österreich die zentrale Bedeutung des heimischen Waldes für Wirtschaft und Klimaschutz in den Fokus. Unter dem diesjährigen Motto "Forest and Economies" wird deutlich: Österreichs Wälder sind weit mehr als nur Naturraum – sie sind eine tragende Säule der nationalen Wirtschaft.
Österreich zählt zu den waldreichsten Ländern Europas. Diese Entwicklung ist das Ergebnis einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, die sich in wachsenden Waldflächen und Holzvorräten niederschlägt. Die österreichischen Wälder erfüllen dabei mehrere Funktionen: Sie liefern den nachwachsenden Rohstoff Holz, schützen vor Naturgefahren, bieten Erholungsraum und wirken als wichtiger Kohlenstoffspeicher im Kampf gegen den Klimawandel.
Die Vielfalt der österreichischen Wälder zeigt sich auch in der Baumartenzusammensetzung. Stellvertretend dafür steht heuer die Europäische Lärche als Baum des Jahres. Diese charakteristische Baumart der Alpen liefert seit Jahrhunderten widerstandsfähiges Holz, das im traditionellen Bauwesen geschätzt wird.
Die gesamte Wertschöpfungskette der Forst- und Holzwirtschaft generiert über 27 Milliarden Euro Wertschöpfung und schafft mehr als 300.000 Arbeitsplätze in ganz Österreich. Damit zählt sie zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes.
Besonders in ländlichen Regionen schafft die Forstwirtschaft Einkommen, sichert Betriebe und stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe. Sie erzeugt direkte Arbeitsplätze in der Holzernte und -verarbeitung und wirkt in verschiedenen vorgelagerten und nachgelagerten Bereichen.
Holz ist ein vielseitiger Rohstoff: Es wird im Bauwesen, in der Energieversorgung, in der Papierproduktion und in vielen weiteren Anwendungen eingesetzt. Als nachwachsender Rohstoff ist es ein zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Bioökonomie.
Der Klimawandel stellt die Wälder vor Herausforderungen: Trockenheit, Stürme und Schädlinge setzen den Beständen zu. Eine aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung verjüngt und stabilisiert Wälder und passt sie an veränderte Klimabedingungen an.
Bäume entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid und wandeln es in Biomasse um. Wird Holz in langlebigen Produkten verwendet, bleibt dieser Kohlenstoff gebunden. Gleichzeitig ersetzt Holz energieintensive und fossile Materialien und kann so zum Klimaschutz beitragen.
"Der heimische Wald ist ein zentraler Standortvorteil für das Waldland Österreich. Die nachwachsende Ressource Holz ist Klimaschützer und Wirtschaftsmotor zugleich. Wenn wir Holz nutzen, schaffen wir Platz für neues Wachstum im Wald und stärken gleichzeitig eine regionale, nachhaltige Wertschöpfung", betont Konrad Mylius, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.
Die Nutzung des Waldes kann mit seinem Erhalt vereinbar sein; durch gezielte Maßnahmen entstehen Bestände, die an zukünftige Bedingungen angepasst werden.
Die Forstwirtschaft steht vor der Aufgabe, verschiedene Waldfunktionen in Einklang zu bringen. Neben der wirtschaftlichen Nutzung müssen Biodiversität, Erholungsfunktion und Klimaschutz berücksichtigt werden. Diese Multifunktionalität erfordert ein ausgewogenes Management, das unterschiedliche Interessen einbezieht.
"Der Wald leidet unter den Folgen des durch fossile Energieträger verursachten Klimawandels, ohne selbst je Teil des Problems gewesen zu sein. Er bleibt Teil der Lösung – wenn wir seine Fähigkeit nutzen, fossile Materialien zu ersetzen und Kohlenstoff in langlebigen Holzprodukten zu binden", sagt Mylius.
Der Internationale Tag des Waldes erinnert daran: Eine nachhaltige Zukunft braucht starke Wälder und Menschen, die sie verantwortungsvoll bewirtschaften.