Mehr Nachwuchs, weniger Austritte und umfassende Modernisierung
Das österreichische Bundesheer verzeichnete 2025 deutliche Fortschritte bei Personal und Ausrüstung. Über 1.200 neue Kaderanwärter starteten.
Das österreichische Bundesheer kann auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurückblicken. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag präsentierten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Generalstabschef General Rudolf Striedinger eine positive Bilanz, die sowohl bei der Personalentwicklung als auch bei der Modernisierung deutliche Fortschritte zeigt.
Mehr als 1.200 Kaderanwärter begannen 2025 ihre Ausbildung zum Unteroffizier oder Offizier. Parallel dazu konnten rund 700 zivile Planstellen vollständig besetzt werden. Verteidigungsministerin Tanner sagte: „Das Jahr 2025 war für das Bundesheer in vielerlei Hinsicht erfolgreich. Die Zahl der Nachwuchskräfte stieg, freiwillige Austritte gingen zurück.“
Die Soldatinnen und Soldaten des Bundesheeres leisteten im vergangenen Jahr über 202.000 Personentage im Inland. Das Einsatzspektrum reichte von sicherheitspolizeilichen Aufgaben über die Bewachung kritischer Infrastruktur bis hin zu Katastrophenhilfeeinsätzen.
Das Bundesheer unterstützte unter anderem bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. Der Entminungsdienst barg und entschärfte bei 1.058 Einsätzen rund 28,5 Tonnen Kriegsmaterial.
Aktuell sind rund 600 Soldaten in 17 Missionen im Ausland tätig. Die größten Kontingente sind bei KFOR im Kosovo, EUFOR in Bosnien und Herzegowina sowie UNIFIL im Libanon. Zusätzlich standen rund 500 Soldaten für die EU-Battle-Group 2025 und etwa 200 Kräfte als Verstärkung für mögliche Einsätze am Balkan bereit.
Die Luftstreitkräfte flogen 2025 über 13.500 Stunden. Sie waren unter anderem bei Waldbrandbekämpfungseinsätzen in der Steiermark sowie bei Evakuierungen im Tiroler Gschnitztal nach Murenabgängen im Einsatz.
Die Modernisierung der Hubschrauberflotte schreitet voran: Elf AW-169 „Lion“ sind bereits im Dienst, und die Umschulung der Piloten der bisherigen Alouette-III-Hubschrauber auf die neue Typenflotte wurde abgeschlossen.
Zu den wesentlichen Beschaffungen im Jahr 2025 zählen:
Rund 426 Millionen Euro flossen in diverse Infrastrukturprojekte, darunter Generalsanierungen, Instandhaltungen und Projekte der „Mission Vorwärts“ sowie des Aufbauplans ÖBH2032+. Ressortinterne KI-gestützte Anwendungen wurden trainiert, um künftig auch im gesicherten Netz des Verteidigungsressorts für alle Anwender KI-gestütztes Arbeiten möglich zu machen. Das Satellitenprojekt LEO2VELO wird die Kommunikation und Navigation in höhere Sphären bringen.
Verteidigungsministerin Tanner resümierte: „All das zeigt: Wir sind auf einem sehr guten Weg zur Umsetzung des Aufbauplanes 2032+."