In einer Welt, die von digitalen Schönheitsidealen dominiert wird, setzt die neue Kampagne YOUareART ein starkes Zeichen für Selbstakzeptanz und Vielfalt. Initiiert von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMAS
In einer Welt, die von digitalen Schönheitsidealen dominiert wird, setzt die neue Kampagne YOUareART ein starkes Zeichen für Selbstakzeptanz und Vielfalt. Initiiert von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK), bietet dieses wegweisende Projekt Jugendlichen eine Plattform, um ihre Gedanken und Kreativität auszudrücken.
Kunst hat seit jeher die Fähigkeit, als Spiegel der Gesellschaft zu dienen. Mit YOUareART wird Kunst zum Werkzeug, das Jugendliche ermutigt, sich kritisch mit den vorherrschenden Schönheitsidealen auseinanderzusetzen. Das Projekt zielt darauf ab, Medienkompetenz zu stärken und Selbstakzeptanz zu fördern, indem es jungen Menschen hilft, ein eigenes, authentisches Bild von Schönheit zu entwickeln.
Besonders in einer Zeit, in der digitale Filter und bearbeitete Bilder die Wahrnehmung von Schönheit stark beeinflussen, ist es wichtig, den Druck von unerreichbaren Idealen zu nehmen. Die Gesundheitsministerin betont: „Echte Schönheit hat nichts mit Perfektion zu tun.“
Ein zentrales Element der Kampagne sind Workshops, die in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien und der Heidi Horten Collection stattfinden. Diese Workshops bieten Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit Körperbildern, Social Media und Selbstwert auseinanderzusetzen. Begleitet werden sie von Experten aus der Gesundheitsförderung und Kunstvermittlung, die kreative und empowernde Ansätze fördern.
Ein weiteres Highlight ist die AR-App, die klassische Kunstwerke mit gängigen Beauty-Filtern digital „verschönert“. Diese App macht sichtbar, wie stark digitale Bearbeitung unsere Wahrnehmung verändert und lädt zur kritischen Reflexion ein. Besucher können die bearbeiteten Werke teilen und unter dem Hashtag #YOUareART ein Zeichen setzen.
Die begleitende Plakat- und Social-Media-Kampagne illustriert eindrucksvoll die Absurdität der „Optimierung“ durch Beauty-Filter. Diese Filter produzieren keine echte Schönheit, sondern glatte, gleichförmige Gesichter ohne Diversität. Sie fördern unerreichbare Schönheitsideale, die insbesondere junge Frauen und Mädchen unter Druck setzen.
Ein Experte für digitale Medien erklärt: „Die ständige Konfrontation mit bearbeiteten Bildern kann das Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen. Es ist wichtig, dass wir Jugendlichen zeigen, dass sie ohne diese Filter wertvoll und schön sind.“
YOUareART ist Teil des Kompetenzzentrums Zukunft Gesundheitsförderung der GÖG und wird aus Mitteln der Agenda Gesundheitsförderung finanziert. Die Projektlaufzeit erstreckt sich von Januar 2025 bis Juni 2026 und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Teilnahme und Mitgestaltung.
Die Kampagne richtet sich nicht nur an Jugendliche, sondern auch an Eltern, Pädagogen und alle, die sich für gesunde Körperbilder und digitale Selbstbestimmung einsetzen. Verantwortlich für die kreative Umsetzung ist die Agentur dasWeil, die mit ihrer innovativen Idee den Grundstein für das Projekt gelegt hat.
Im Vergleich zu ähnlichen Initiativen in anderen Bundesländern hebt sich YOUareART durch seinen innovativen Ansatz ab, Kunst als zentrales Element zur Förderung von Selbstakzeptanz zu nutzen. Während viele Projekte sich auf Aufklärung und Prävention beschränken, bietet YOUareART eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema.
Ein weiteres Projekt in Deutschland, das sich ebenfalls für die Förderung von Selbstakzeptanz einsetzt, ist „Body Positivity Deutschland“. Dieses Projekt konzentriert sich jedoch mehr auf die Aufklärung und weniger auf die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema.
Die Auswirkungen von YOUareART auf die Gesellschaft könnten weitreichend sein. Durch die Förderung von Selbstakzeptanz und Medienkompetenz kann das Projekt dazu beitragen, das Selbstwertgefühl junger Menschen zu stärken und den Druck von unerreichbaren Schönheitsidealen zu mindern.
Ein Soziologe bemerkt: „Projekte wie YOUareART sind entscheidend, um den gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Akzeptanz und Vielfalt zu unterstützen. Sie geben Jugendlichen die Werkzeuge an die Hand, um sich selbst zu akzeptieren und ihre Einzigartigkeit zu feiern.“
Die Vision von YOUareART ist es, eine nachhaltige Veränderung in der Wahrnehmung von Schönheit und Selbstwert zu bewirken. Durch die Kombination von Kunst, Gesundheit und Jugendkultur soll ein Bewusstsein für die Bedeutung von Vielfalt und Echtheit geschaffen werden.
Die Initiatoren hoffen, dass das Projekt nicht nur in Österreich, sondern auch international als Vorbild für ähnliche Initiativen dienen kann. Mit der Unterstützung von Schulen, Eltern und der breiten Öffentlichkeit könnte YOUareART einen wichtigen Beitrag zur Förderung der mentalen Gesundheit junger Menschen leisten.
Weitere Informationen zu den Workshops und Materialien finden Interessierte auf der offiziellen Webseite youareart.at sowie auf den Social-Media-Kanälen Instagram und TikTok.