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Wien: 133 Ex-Obdachlose als Peer-Berater im Einsatz

26. März 2026
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Ein bemerkenswertes Sozialprojekt in Wien zeigt neue Wege im Kampf gegen Obdachlosigkeit auf: Seit 2019 bildet die Organisation neunerhaus gemeinsam mit dem Fonds Soziales Wien Menschen aus, die selbst einst auf der Straße lebten. Diese sogenannten „Peer-Mitarbeiter*innen der Wohnungslosenhilfe“ helfen anderen, die aktuell von Obdach- und Wohnungslosigkeit betroffen sind.

Seit 2019 bildet neunerhaus in einem Zertifikatskurs gemeinsam mit dem Fonds Soziales Wien (FSW) ehemals obdach- und wohnungslose Menschen zu sogenannten „Peer-Mitarbeiter*innen der Wohnungslosenhilfe“ aus. Aktuell haben 17 Absolvent*innen den bereits achten Zertifikatskurs abgeschlossen.

Von der Erfahrung lernen und weitergeben

Die Kurs-Teilnehmer*innen arbeiten ihre Erfahrungen auf und geben ihr Wissen an jene weiter, die aktuell von Obdach- und Wohnungslosigkeit betroffen sind. Mit den neuen 17 Absolvent*innen gibt es nun insgesamt 133 Peers der Wohnungslosenhilfe, fast 80 sind derzeit in 13 Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe angestellt. Bei neunerhaus arbeiten 13 Peer-Mitarbeiter*innen und ergänzen die Teams in den unterschiedlichen Angeboten.

Wohnungslosigkeit beenden

„Die Peer-Ausbildung ist ein großartiges Projekt zum Arbeitsmarktzugang. Sie zeigt, dass auch Menschen mit brüchigen Bildungs- und Arbeitsbiografien der Schritt in den regulären Arbeitsmarkt gelingen kann. Für uns bedeutet dies gleichzeitig einen Riesenschritt weg von der Verwaltung hin zur Beendigung von Wohnungslosigkeit“, so Elisabeth Hammer, neunerhaus Geschäftsführung. „Housing First ist ein zentraler Ansatz unserer Arbeit, um Obdach- und Wohnungslosigkeit langfristig entgegenzuwirken. Das Peer-Projekt zeigt, dass die Strategie funktioniert: Mit dem Zertifikat gibt es für die Peers die Möglichkeit einer festen Anstellung bei einer der teilnehmenden Partnerorganisationen, das gibt ihnen unmittelbar Stabilität und Sicherheit“, bekräftigt Markus Hollendohner, Leiter der Strategie Obdach- und Wohnungslosenhilfe im FSW, und hält weiters fest: „Gleichzeitig profitieren auch akut obdach- und wohnungslose Menschen von den Peers, die durch ihre individuellen Lebensgeschichten viel Wissen und Erfahrung mitbringen. Es bestärkt akut Betroffene, wenn sie sehen, dass es nachhaltige Auswege gibt.“

Fotomaterial zum Download: www.neunerhaus.at/presse

Weitere Informationen: www.neunerhaus.at/peercampus

Schlagworte

#Obdachlose#NGOs#Soziales#Gesellschaft#Human Interest#Menschenrechte

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