Generaldirektor Heinz Konrad verlängert bis Ende 2028 – Manfred Quehenberger übernimmt ab 2029 die Führung des größten Salzburger Finanzdienstleisters
Der Raiffeisenverband Salzburg stellt die Weichen für die Zukunft: Heinz Konrad bleibt bis Ende 2028, dann übernimmt Manfred Quehenberger als neuer Generaldirektor.
Der Raiffeisenverband Salzburg (RVS) hat eine weitreichende Personalentscheidung getroffen, die für Stabilität und Kontinuität an der Spitze des größten Salzburger Finanzdienstleisters sorgen soll. Die Eigentümervertreter des Unternehmens haben beschlossen, dass der amtierende Generaldirektor Heinz Konrad sein Mandat über das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaus bis zum 31. Dezember 2028 verlängert. Mit 1. Jänner 2029 wird dann Manfred Quehenberger, derzeit bereits Mitglied der Geschäftsleitung, die Position des Generaldirektors übernehmen.
Die Entscheidung wurde bewusst frühzeitig getroffen, um sowohl am Markt als auch für die rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank Planungssicherheit zu schaffen. RVS-Obmann Erich Zauner und Aufsichtsratsvorsitzender Peter Burgschweiger betonten die Bedeutung dieser langfristigen Personalplanung: Heinz Konrad habe den Verband geprägt und äußerst erfolgreich geführt. Die Eigentümervertreter zeigten sich erfreut, ihn für weitere zweieinhalb Jahre gewonnen zu haben, denn Konrad wäre bereits mit 1. Juli 2026 pensionsberechtigt gewesen.
Bis zu seinem Ausscheiden in knapp drei Jahren wird Heinz Konrad alle bisherigen Aufgaben uneingeschränkt wahrnehmen und sich mit voller Kraft für den Erfolg von Raiffeisen Salzburg einsetzen. Diese Übergangsphase ermöglicht zudem eine intensive und umfassende Übergabe der Agenden an seinen designierten Nachfolger.
Mit Manfred Quehenberger wurde ein anerkannter und routinierter Banker sowie Vertriebsmanager für die Nachfolge ausgewählt. Der 1971 in St. Martin am Tennengebirge geborene Manager ist seit 1990 bei Raiffeisen tätig und bringt damit über drei Jahrzehnte Erfahrung im Finanzsektor mit. Quehenberger absolvierte das Studium Business Management an der Fachhochschule Burgenland und sammelte neben zahlreichen Führungsfunktionen im RVS auch praktische Erfahrungen als Geschäftsleiter der selbstständigen Raiffeisenbank Annaberg-Lungötz, wo er von 1996 bis 2000 sowie von 2003 bis 2007 tätig war.
Seit 2020 verantwortet Quehenberger als Mitglied der RVS-Geschäftsleitung das gesamte Privat- und Geschäftskundengeschäft, einschließlich Private Banking, der Immobilienmakler und des Versicherungsgeschäfts. Diese breite Aufgabenpalette wird er auch in seiner neuen Funktion als Generaldirektor weiterführen.
Der designierte Generaldirektor formulierte bereits seine strategischen Prioritäten für die kommenden Jahre. An oberster Stelle steht der Erhalt der Selbständigkeit des Raiffeisenverbandes Salzburg. Darüber hinaus strebt Quehenberger den weiteren Ausbau der Marktführerschaft im Salzburger Finanzdienstleistungssektor an. Als drittes zentrales Ziel nannte er die Etablierung des RVS als einer der attraktivsten Arbeitgeber im Bundesland Salzburg.
Quehenberger zeigte sich überzeugt, dass diese ambitionierten Ziele erreichbar sind – vor allem dank der kompetenten und professionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen sei sehr gut aufgestellt, betonte er anlässlich der Bekanntgabe seiner Designierung.
Parallel zum Führungswechsel an der Spitze wird auch die Geschäftsleitung des Raiffeisenverbandes Salzburg neu strukturiert. Anna Doblhofer-Bachleitner und Andreas Derndorfer bleiben in ihren bisherigen Funktionen. Ab dem 1. Jänner 2029 werden zwei weitere erfahrene Finanzexperten in das dann fünfköpfige Management Board aufrücken: Alexander Glaeser, der bisherige RVS-Generalsekretär, sowie Christoph Leinberger, derzeit Abteilungsleiter für Firmenkunden.
Diese Erweiterung der Führungsebene trägt der wachsenden Komplexität des Bankgeschäfts Rechnung und soll die strategische Handlungsfähigkeit des Unternehmens weiter stärken. Mit der Beförderung interner Führungskräfte setzt der RVS zudem ein klares Signal für die Karrieremöglichkeiten innerhalb des Unternehmens.
Mit seinem Ausscheiden Ende 2028 wird Heinz Konrad im Alter von 67,5 Jahren den wohlverdienten Ruhestand antreten. Seine Karriere bei Raiffeisen begann bereits 1986, also vor fast 40 Jahren. Als Firmenkundenchef stieg er 2003 in die Geschäftsleitung auf und wurde 2020 als Nachfolger von Günther Reibersdorfer zum Generaldirektor bestellt.
Konrad selbst begrüßte die frühzeitige personelle Weichenstellung ausdrücklich. Die Verlängerung seines Mandats sei ein gemeinsamer Wunsch der Eigentümervertreter und seiner Person gewesen. Er verwies auf die zahlreichen Herausforderungen, die vor dem Unternehmen liegen und zu deren Bewältigung er noch seinen Beitrag leisten wolle. Die lange Übergangsphase ermögliche zudem eine gründliche Einarbeitung seines Nachfolgers.
Über Manfred Quehenberger äußerte sich der scheidende Generaldirektor in höchsten Tönen: Er sei ein hervorragender Banker mit ausgezeichneten fachlichen und sozialen Fähigkeiten. Gemeinsam mit einer starken Geschäftsleitung werde er den RVS sicher in eine erfolgreiche Zukunft führen.
Der Raiffeisenverband Salzburg blickt auf eine über 130-jährige Geschichte in Salzburg zurück und hat sich in dieser Zeit zum führenden Finanzdienstleister des Bundeslandes entwickelt. Im Bankenbereich beschäftigt der RVS über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hinzu kommen rund 700 Beschäftigte in der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Raiffeisen Lagerhaus Salzburg GmbH (RLS).
Gemeinsam mit den 33 selbstständigen Raiffeisenbanken und deren 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bildet der RVS die Raiffeisen Bankengruppe Salzburg (RBGS). Diese ist nicht nur die größte regionale Bankengruppe in Salzburg, sondern auch unangefochtener Marktführer im Finanzdienstleistungsgeschäft des Bundeslandes.
Die Dimensionen des Unternehmens verdeutlichen seine Bedeutung für die Salzburger Wirtschaft:
Diese Zahlen unterstreichen die zentrale Rolle, die Raiffeisen im Salzburger Finanz- und Wirtschaftsleben spielt. Die nun getroffene Nachfolgeregelung soll sicherstellen, dass diese Position auch in den kommenden Jahren gefestigt und ausgebaut werden kann.
Die frühzeitige und transparente Regelung der Nachfolge an der Unternehmensspitze ist im österreichischen Bankensektor keineswegs selbstverständlich. Sie signalisiert nicht nur interne Stabilität, sondern auch ein hohes Maß an strategischer Weitsicht der Eigentümervertreter. In einer Zeit, in der der Finanzsektor mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert ist – von der Digitalisierung über veränderte Kundenerwartungen bis hin zu regulatorischen Anforderungen – schafft eine solche Planungssicherheit wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung.
Mit der Kombination aus erfahrener Kontinuität durch Heinz Konrad bis Ende 2028 und dem anschließenden frischen Impuls durch Manfred Quehenberger scheint der Raiffeisenverband Salzburg gut gerüstet für die Zukunft. Die Erweiterung der Geschäftsleitung um zwei weitere erfahrene Führungskräfte ab 2029 verstärkt diesen Eindruck zusätzlich und lässt auf eine breite strategische Aufstellung des Managements schließen.