Fünf neue FTI-Calls ausgeschrieben – Förderungen für Eisenbahnkreuzungen und Privatkindergärten
Die niederösterreichische Landesregierung investiert massiv in Forschung und Infrastruktur: 8,48 Millionen Euro fließen in Innovationsprojekte.
Die Niederösterreichische Landesregierung hat unter dem Vorsitz von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner weitreichende Beschlüsse gefasst, die sowohl die Forschungslandschaft als auch die Verkehrssicherheit und Kinderbetreuung im Bundesland betreffen. Im Zentrum der jüngsten Sitzung stand die Ausschreibung von Forschungsfördermitteln in Millionenhöhe.
Mit einer Gesamtdotierung von 8.480.000 Euro setzt Niederösterreich ein deutliches Zeichen für den Forschungs- und Innovationsstandort. Im Rahmen des FTI-Call-Jahresprogramms 2026 werden insgesamt fünf Ausschreibungen lanciert, die Teil der umfassenden Forschungs-, Technologie- und Innovationsstrategie (FTI-Strategie) Niederösterreich 2027 sind.
Diese strategische Ausrichtung zielt darauf ab, Niederösterreich als attraktiven Standort für zukunftsweisende Technologien und innovative Unternehmen zu positionieren. Die FTI-Strategie 2027 bildet dabei den Rahmen für eine koordinierte Entwicklung des Forschungs- und Innovationsökosystems im größten österreichischen Bundesland.
Die ausgeschriebenen Calls richten sich an Forschungseinrichtungen, Unternehmen und innovative Projektträger, die mit ihren Vorhaben zur technologischen Weiterentwicklung Niederösterreichs beitragen können. Details zu den einzelnen Ausschreibungen und den jeweiligen Förderschwerpunkten werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.
Ein weiterer Schwerpunkt der Regierungssitzung lag auf der Verbesserung der Verkehrssicherheit an Eisenbahnkreuzungen. Die Landesregierung bewilligte Förderungen für insgesamt drei Bahnübergänge in der Region südlich von Wien.
Die Stadtgemeinde Traiskirchen profitiert gleich doppelt von den Beschlüssen. Für die Sicherung der Eisenbahnkreuzung bei Bahnkilometer 18,849 wurde ein Zuschuss zum Gemeindekostenanteil in Höhe von 80.000 Euro gewährt. Zusätzlich fließen 83.000 Euro in die Absicherung des Bahnübergangs bei Kilometer 22,014.
Diese Investitionen sind Teil der kontinuierlichen Bemühungen, das Unfallrisiko an Bahnübergängen zu minimieren. Moderne Sicherungsanlagen wie Schranken, Lichtzeichen und akustische Warnsignale tragen wesentlich dazu bei, Kollisionen zwischen Schienenfahrzeugen und dem Straßenverkehr zu verhindern.
Die Marktgemeinde Guntramsdorf erhält für die Sicherung der Eisenbahnkreuzung bei Bahnkilometer 17,680 einen Zuschuss von 80.000 Euro. Damit beläuft sich die Gesamtsumme der Förderungen für Eisenbahnkreuzungen auf 243.000 Euro.
Die finanzielle Unterstützung durch das Land ist für viele Gemeinden entscheidend, um notwendige Sicherheitsmaßnahmen an Bahnübergängen umsetzen zu können. Die Kosten für moderne Sicherungsanlagen können schnell in die Hunderttausende Euro gehen und würden kleinere Gemeinden vor erhebliche budgetäre Herausforderungen stellen.
Die Landesregierung bekräftigte mit einem weiteren Beschluss ihr Engagement für die Kinderbetreuung in Niederösterreich. Alle 21 Privatkindergärten im Bundesland erhalten zusammen Förderungen in Höhe von insgesamt 1.650.000 Euro.
Private Kindergartenträger spielen eine wichtige Rolle in der Betreuungslandschaft Niederösterreichs. Sie ergänzen das Angebot der öffentlichen Einrichtungen und bieten Eltern zusätzliche Wahlmöglichkeiten bei der Kinderbetreuung. Die Förderung trägt dazu bei, die Qualität der Betreuung zu sichern und die finanzielle Belastung für die Trägerorganisationen zu reduzieren.
Angesichts des steigenden Bedarfs an Kinderbetreuungsplätzen und der Bedeutung frühkindlicher Bildung ist diese Investition ein wichtiger Baustein in der Familienpolitik des Landes. Gut ausgestattete Kindergärten mit qualifiziertem Personal sind essenziell für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Beschlüsse der jüngsten Regierungssitzung spiegeln die strategischen Prioritäten der niederösterreichischen Landespolitik wider. Mit Investitionen in Forschung und Innovation, Verkehrssicherheit und Kinderbetreuung werden zentrale Zukunftsthemen adressiert.
Die FTI-Strategie 2027 mit ihrem Fokus auf technologische Entwicklung soll Niederösterreich fit für die wirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre machen. Gleichzeitig zeigen die Förderungen für Eisenbahnkreuzungen und Kindergärten, dass auch die alltäglichen Bedürfnisse der Bevölkerung nicht aus dem Blick geraten.
Die Gesamtsumme der in dieser Sitzung beschlossenen Förderungen beläuft sich auf über 10,3 Millionen Euro. Dieses finanzielle Engagement unterstreicht die Handlungsfähigkeit und die Investitionsbereitschaft der Landesregierung in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.
Mit der Ausschreibung der fünf FTI-Calls startet in den kommenden Monaten ein intensiver Bewerbungsprozess. Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen in Niederösterreich haben damit die Möglichkeit, Fördermittel für zukunftsweisende Projekte zu beantragen.
Die Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen an den Bahnübergängen in Traiskirchen und Guntramsdorf wird voraussichtlich in enger Abstimmung mit den ÖBB und den jeweiligen Gemeinden erfolgen. Derartige Projekte erfordern in der Regel umfangreiche Planungs- und Genehmigungsverfahren, bevor die eigentlichen Bauarbeiten beginnen können.
Für die Privatkindergärten bedeutet die Förderung eine wichtige finanzielle Planungssicherheit. Die Mittel können für Personalkosten, Ausstattung oder bauliche Maßnahmen verwendet werden und tragen damit direkt zur Qualität der Kinderbetreuung bei.