Vielfältige Ausstellungen und Vermittlungsprogramme von St. Pölten bis Schloss Hof
Von Fotokunst bis Karikatur: Niederösterreichs Museen und Kulturstätten bieten ab Februar ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgruppen.
Die niederösterreichische Kulturlandschaft präsentiert sich auch im Februar 2025 von ihrer besten Seite. Mit einer beeindruckenden Bandbreite an Ausstellungen, Vermittlungsprogrammen und besonderen Veranstaltungen laden verschiedene Kulturinstitutionen zu einem vielfältigen Kulturerlebnis ein.
Ein besonderes Highlight markiert der Auftakt des Ausstellungsjahres beim Künstlerbund St. Pölten, der 2025 sein 80-jähriges Bestehen feiert. Am 19. Februar eröffnet die Fotoausstellung "Exposure – Die Belichtung und die Aussetzung" im KUNST/WERK im Löwinnenhof. Die Vernissage beginnt um 17.30 Uhr und verspricht einen außergewöhnlichen Kunstgenuss.
Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von vier renommierten Fotografen: Hermann F. Fischl, Evi Leuchtgelb, Katharina Neuwirth und Konrad Stania. Diese Künstler laden Besucher zu einer visuellen "Magical Mystery Tour" ein, die sich zwischen Bild, Spur und Wahrnehmung bewegt. Der Titel "Exposure" spielt dabei bewusst mit der doppelten Bedeutung des englischen Begriffs – sowohl als fotografische Belichtung als auch als Aussetzung oder Preisgabe.
Die Ausstellung läuft bis zum 7. März und ist an den Wochenenden zugänglich: freitags von 16 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 12.30 Uhr. Das Jubiläumsjahr des Künstlerbundes verspricht weitere spannende Projekte und Ausstellungen.
Für Familien bietet das Museum Niederösterreich in St. Pölten ein besonderes Erlebnis: "Nachts im Museum" am 20. Februar ab 18.30 Uhr. Kinder ab sieben Jahren können in Begleitung Erwachsener gemeinsam mit dem Nachtwächter Wurlitzer und der Museums-Eule Poldi auf Spurensuche gehen.
Das Programm kombiniert Abenteuer mit Bildung: Nach einem gemeinsamen Abendessen und einer Lesung gilt es, Rätsel in der Ausstellung "Tiere der Nacht" zu lösen. Diese nächtliche Museumsführung bietet Kindern eine völlig neue Perspektive auf das Museum und seine Exponate.
Am 24. Februar setzt das Museum Niederösterreich sein Programm mit einem "Tierischen Dienstag" fort. Ab 14 Uhr können Besucher eine Entdeckungstour zu den faszinierenden Wandelnden Blättern, Stab- und Gespenstschrecken im Haus für Natur unternehmen.
Der Abend steht ganz im Zeichen des Naturschutzes: Ab 18.30 Uhr findet das Diskussionsforum "Erlebte Natur" statt, das sich dem Fisch des Jahres 2026 widmet – dem Schlammpeitzger. Diese vom Aussterben bedrohte Kleinfischart steht im Mittelpunkt der Diskussion "Der Schlammpeitzger – Kleiner Fisch mit großer Bedeutung für die Auen".
Experten wie Gerhard Käfel und Thomas Zuna-Kratky vom Verein Auring sowie Josef Wanzenböck von der Universität Innsbruck diskutieren über die Bedeutung dieser bedrohten Art. Bereits ab 17 Uhr erzählt Gerhard Käfel eine märchenhafte Naturgeschichte, die das Thema auf unterhaltsame Weise einleitet.
Das Karikaturmuseum Krems präsentiert ab 21. Februar eine bemerkenswerte Doppelausstellung. Die Personale "Oliver Schopf. Nichts als die Wahrheit" wird mit einer Signierstunde um 11 Uhr eröffnet und zeigt bis 31. Jänner 2027 das vielfältige Werk des langjährigen "Standard"-Karikaturisten.
Schopfs Ausstellung präsentiert die gesamte Bandbreite seiner künstlerischen Arbeit: von großformatigen Aquarellen über kleine Tusche-Karikaturen bis hin zu den bekannten Gerichtszeichnungen zur BUWOG- und BAWAG-Affäre. Seine pointierten Kommentare zum Weltgeschehen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft machen gesellschaftliche Entwicklungen auf humorvolle und kritische Weise sichtbar.
Parallel dazu zeigt das Deix-Archiv einen frisch kuratierten Querschnitt durch das Werk von Manfred Deix. Rund 60 Originale zu Innenpolitik, prominenten Prozessen und Kriminalfällen sowie eine Variation des beliebten Katzenkönigs verdeutlichen die Bandbreite des verstorbenen Karikaturisten.
Beide Ausstellungen sind täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet und bieten Besuchern die Möglichkeit, die österreichische Karikaturkunst in ihrer ganzen Vielfalt kennenzulernen.
Die Kunstmeile Krems lädt am 21. Februar zur nächsten "Family Factory" ein. Ab 14 Uhr verwandelt sich das Atelier in eine "Druckwerkstatt", wo Familien neue Drucktechniken ausprobieren und entdecken können. Diese interaktiven Workshops fördern die Kreativität von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen.
In der Landesgalerie Niederösterreich stehen am Wochenende des 21. und 22. Februar "Künstlerinnen im Fokus". Die 30-minütigen Spotlight-Tours beginnen jeweils um 14 Uhr und beleuchten das Schaffen bedeutender weiblicher Künstlerinnen in der Sammlung.
Schloss Hof bietet am Wochenende ein besonders elegantes Programm: Die "Kaiserliche Tea-Time" verbindet ab 13.30 Uhr Aperitif und Tee mit einer exklusiven Führung durch die Prunkräume des Schlosses und den winterlichen Barockgarten.
Diese besondere Veranstaltung ermöglicht es Besuchern, die imperiale Atmosphäre des Schlosses bei einer entspannten Tea-Time zu erleben und gleichzeitig die kunsthistorischen Schätze zu entdecken. Der winterliche Barockgarten zeigt sich in dieser Jahreszeit von einer ganz besonderen Seite.
Das umfangreiche Programm spiegelt die Vielfalt der niederösterreichischen Kulturlandschaft wider. Von zeitgenössischer Fotografie über Naturvermittlung bis hin zu historischen Schlossführungen – die verschiedenen Institutionen bieten für jeden Geschmack und jede Altersgruppe passende Angebote.
Besonders bemerkenswert ist die Bandbreite der Vermittlungsformate: Während das Museum Niederösterreich mit interaktiven Familienangeboten punktet, setzt das Karikaturmuseum auf gesellschaftskritische Kunst, und Schloss Hof lädt zu historischen Erlebnissen ein.
Die professionelle Organisation und die verschiedenen Öffnungszeiten ermöglichen es Kulturinteressierten, mehrere Veranstaltungen zu kombinieren und so einen abwechslungsreichen Kulturtag in Niederösterreich zu erleben. Die detaillierten Informationen und Kontaktmöglichkeiten erleichtern die Planung und sorgen für einen reibungslosen Besuch.
Diese Programmvielfalt unterstreicht Niederösterreichs Position als bedeutende Kulturregion Österreichs und zeigt, wie erfolgreich traditionelle und zeitgenössische Kunst miteinander verbunden werden können.