Am 16. Dezember 2025 wurde eine bemerkenswerte Initiative des Österreichischen Bundesverlags (öbv) bekannt gegeben. Schüler*innen aus ganz Österreich erhielten die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung von Schulbüchern mitzuwirken. Diese Initiative ist nicht nur ein Meilenstein in der Bildungslandsch
Am 16. Dezember 2025 wurde eine bemerkenswerte Initiative des Österreichischen Bundesverlags (öbv) bekannt gegeben. Schüler*innen aus ganz Österreich erhielten die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung von Schulbüchern mitzuwirken. Diese Initiative ist nicht nur ein Meilenstein in der Bildungslandschaft, sondern zeigt auch, wie wichtig es ist, junge Menschen in Entscheidungsprozesse einzubeziehen, die sie direkt betreffen. Der Jugendbeirat, bestehend aus zwölf engagierten Jugendlichen verschiedener Bundesländer, hat das gesamte Jahr über wertvolle Beiträge geleistet.
Der Jugendbeirat des öbv wurde Anfang 2025 ins Leben gerufen, um Schüler*innen eine Stimme bei der Gestaltung ihrer Bildungsmedien zu geben. Diese Initiative begann mit einem zweitägigen Präsentations- und Empowerment-Training in Wien, gefolgt von mehreren Online-Sitzungen. Ziel war es, den Jugendlichen eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre Meinungen und Ideen zu neuen Lehrwerken und digitalen Bildungsmedien äußern konnten.
Die Idee, Schüler*innen in Bildungsprozesse einzubeziehen, ist nicht neu. Bereits in den 1970er Jahren begannen Bildungsreformer, die Bedeutung der Schülerpartizipation zu betonen. In Österreich hat sich dieser Gedanke in den letzten Jahrzehnten stetig weiterentwickelt. Die Einführung des Jugendbeirats beim öbv ist ein weiterer Schritt in diese Richtung und stellt sicher, dass die Bedürfnisse und Wünsche der Schüler*innen bei der Gestaltung ihrer Lernmaterialien berücksichtigt werden.
In Deutschland und der Schweiz gibt es ähnliche Initiativen, die Schüler*innen in den Bildungsprozess einbeziehen. In Deutschland beispielsweise gibt es Schülervertretungen, die regelmäßig mit Bildungsministerien in Kontakt stehen, um ihre Anliegen zu besprechen. In der Schweiz wird die Partizipation durch Schülerparlamente gefördert, die als Sprachrohr für Schüleranliegen dienen. Diese Modelle zeigen, dass die Einbeziehung von Schüler*innen in Bildungsprozesse international anerkannt ist.
Die Teilnahme am Jugendbeirat hat den Schüler*innen nicht nur die Möglichkeit gegeben, ihre Meinungen zu äußern, sondern auch ihre Fähigkeiten im Bereich der Teamarbeit und des kritischen Denkens zu stärken. Konrad aus Oberösterreich betonte, dass er das Gefühl hatte, maßgeblich an der Gestaltung zukünftiger Schulbücher beteiligt zu sein. Für Corvin aus Wien war es wichtig, dass die Schulbücher auf die Bedürfnisse der Jugendlichen zugeschnitten sind, da sie die Hauptnutzer dieser Materialien sind.
Während des Jahres 2025 fanden zwei große Präsenzveranstaltungen und mehrere Online-Sitzungen statt, bei denen die Jugendlichen ihre Ideen einbrachten. Diese Sitzungen führten zu konkreten Änderungen in der Gestaltung von Schulbüchern und digitalen Bildungsmedien. Eine Umfrage unter den teilnehmenden Jugendlichen zeigte, dass 90% der Teilnehmer*innen der Meinung waren, dass ihre Rückmeldungen ernst genommen wurden und zu tatsächlichen Änderungen führten.
Der Erfolg des Jugendbeirats hat den öbv dazu veranlasst, die Initiative auch im Jahr 2026 fortzusetzen. Interessierte Schüler*innen können sich bereits jetzt für den nächsten Jugendbeirat anmelden. Diese kontinuierliche Beteiligung junger Menschen ist entscheidend für die Weiterentwicklung der Bildungsmedien und stellt sicher, dass die Materialien den aktuellen Bedürfnissen der Schüler*innen entsprechen.
Die Einbeziehung von Schüler*innen in die Gestaltung von Schulbüchern ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer partizipativen Bildungslandschaft. Der Jugendbeirat des öbv zeigt, dass junge Menschen wertvolle Beiträge leisten können, wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt. Diese Initiative könnte als Modell für andere Bildungsinstitutionen dienen, um Schüler*innen stärker in Entscheidungsprozesse einzubinden. Interessierte Leser*innen können mehr über den Jugendbeirat auf der Webseite des öbv erfahren.