Am 28. November 2025 öffnet die Landesgalerie Niederösterreich ihre Türen für eine außergewöhnliche Ausstellung: Die Personale der Würdigungspreisträgerin Iris Andraschek. Diese Ausstellung bietet einen tiefen Einblick in das Schaffen einer der renommiertesten Künstlerinnen Österreichs. Andraschek,
Am 28. November 2025 öffnet die Landesgalerie Niederösterreich ihre Türen für eine außergewöhnliche Ausstellung: Die Personale der Würdigungspreisträgerin Iris Andraschek. Diese Ausstellung bietet einen tiefen Einblick in das Schaffen einer der renommiertesten Künstlerinnen Österreichs. Andraschek, bekannt für ihre Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Utopien und der Beziehung zwischen Mensch und Natur, zeigt Werke, die sowohl visuell beeindruckend als auch thematisch tiefgründig sind.
Die Ausstellung in Krems ist nicht nur eine Hommage an Andrascheks künstlerisches Talent, sondern auch eine Plattform, um aktuelle gesellschaftliche Themen zu beleuchten. Ihre Arbeiten umfassen Fotografien, Filme, Zeichnungen und Installationen, die sich mit der Schnittstelle von Öffentlichkeit und Privatheit auseinandersetzen. Ein zentrales Werk ist das raumgreifende Modell des Basars von Aleppo, das aus tausenden Aleppo-Seifen besteht. Dieses Werk thematisiert die Geschichte syrischer Flüchtlinge und die Herstellung von Aleppo-Seife im türkischen Grenzgebiet während des Krieges. Solche Werke sind nicht nur künstlerisch, sondern auch politisch und sozial relevant.
Andrascheks Arbeiten sind tief in der Erinnerungskultur verwurzelt. Die Erinnerungskultur bezieht sich auf die Art und Weise, wie Gesellschaften mit ihrer Vergangenheit umgehen, insbesondere mit traumatischen oder bedeutenden Ereignissen. In Österreich, einem Land mit einer komplexen Geschichte des 20. Jahrhunderts, ist die Erinnerungskultur ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Diskurses. Andrascheks Projekt „Ich bin hier.“ aus 2021 ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür. Über 100 aufgemalte Teppiche auf Straßen und Plätzen erinnern an jüdische Frauen, die während der NS-Zeit flüchten mussten oder ermordet wurden. Diese Arbeiten fordern die Betrachter:innen auf, über die Vergangenheit nachzudenken und deren Auswirkungen auf die Gegenwart zu reflektieren.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern in Österreich sowie Ländern wie Deutschland und der Schweiz, ist die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in Niederösterreich besonders intensiv. Während Deutschland durch seine groß angelegten Gedenkstätten bekannt ist, hat die Schweiz einen anderen Ansatz, der oft weniger sichtbar, aber nicht minder wichtig ist. In Niederösterreich wird die Erinnerung oft durch Kunstprojekte wie das von Andraschek thematisiert, die sowohl lokal als auch international Beachtung finden.
Die Kunst von Iris Andraschek hat direkte Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Ihre Werke regen nicht nur zur Reflexion an, sondern fördern auch den gesellschaftlichen Diskurs. Ein Beispiel ist ihre Arbeit mit galvanisierten Pflanzen, die durch Sprechblasen zum Leben erweckt werden. Diese Pflanzen stellen Fragen zu den Ursachen und Folgen der Hybridisierung von Saatgut. Solche Installationen sensibilisieren die Öffentlichkeit für ökologische und landwirtschaftliche Themen, die in der heutigen globalisierten Welt von großer Bedeutung sind.
Die Ausstellung in der Landesgalerie Niederösterreich läuft vom 29. November 2025 bis zum 3. Mai 2026. Sie ist ein bedeutendes kulturelles Ereignis, das zahlreiche Besucher:innen anzieht. Die Landesgalerie erwartet einen Anstieg der Besucherzahlen um 20 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Ausstellung und das Interesse der Öffentlichkeit an Andrascheks Arbeiten.
Die Zukunft der Kunst in Österreich sieht vielversprechend aus, insbesondere durch Künstler:innen wie Iris Andraschek, die es verstehen, gesellschaftlich relevante Themen aufzugreifen und in ihren Arbeiten zu verarbeiten. Die Ausstellung in Krems könnte als Katalysator für weitere Projekte dienen, die sich mit der Vergangenheit und der Zukunft der Gesellschaft auseinandersetzen. Andrascheks Arbeiten bieten eine Plattform für Diskussionen über Migration, Erinnerung und die Beziehung zwischen Mensch und Natur, Themen, die auch in Zukunft von Bedeutung sein werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Personale von Iris Andraschek in der Landesgalerie Niederösterreich nicht nur eine Würdigung ihrer künstlerischen Leistungen ist, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit aktuellen Themen. Die Ausstellung lädt dazu ein, weiter und offener auf unsere Welt zu schauen und stellt die Frage: Wie können wir aus der Vergangenheit lernen, um eine bessere Zukunft zu gestalten?
Für weitere Informationen zur Ausstellung und zur Anmeldung für Veranstaltungen besuchen Sie bitte die Website der Kunstmeile Krems.