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InnRaum³: Grenzüberschreitender Innovationshub stärkt Wirtschaft

EU-gefördertes Projekt verbindet Unternehmen zwischen Bayern und Oberösterreich

24. Februar 2026 um 14:46
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Mit 1,25 Millionen Euro EU-Förderung entsteht zwischen Passau, Ried und Schärding ein innovativer Technologie-Hub für Unternehmen und Start-ups.

In der bayerisch-österreichischen Grenzregion entsteht mit InnRaum³ ein wegweisendes Projekt, das die Innovationskraft von Unternehmen, Start-ups und Studierenden stärken soll. Das von der EU mit 1,25 Millionen Euro geförderte Vorhaben zeigt beispielhaft, wie grenzüberschreitende Zusammenarbeit die digitale Transformation in ländlichen Gebieten vorantreibt.

Drei Standorte, ein gemeinsames Ziel

Das Herzstück von InnRaum³ bildet ein verteilter Innovationsraum, der drei strategische Standorte zu einem zusammenhängenden Netzwerk verbindet. Der INN.KUBATOR in Passau, das Techno-Z Ried und das Raiffeisen Techno-Z Schärding schaffen gemeinsam eine einzigartige Infrastruktur für technologische Innovation.

"Diese Vernetzung ermöglicht es Unternehmen und Start-ups, moderne Technologien standortübergreifend zu nutzen und voneinander zu lernen", erklärt das Projektteam. Besonders kleine und mittlere Unternehmen, die oft keinen direkten Zugang zu kostspieligen Zukunftstechnologien haben, profitieren von dieser Initiative.

Schwerpunkt auf Schlüsseltechnologien der Zukunft

Jeder der drei Standorte hat sich auf spezielle Technologiebereiche spezialisiert, die für die digitale Transformation von entscheidender Bedeutung sind:

  • Passau: Künstliche Intelligenz und digitale Technologien
  • Ried im Innkreis: Robotik und Automatisierung
  • Schärding: Sensortechnik und IoT-Lösungen

Diese thematische Aufgliederung ermöglicht es den teilnehmenden Unternehmen, gezielt auf die Expertise zuzugreifen, die sie für ihre Innovationsprojekte benötigen. Gleichzeitig entstehen Synergien zwischen den verschiedenen Technologiebereichen.

Praxisorientierte Formate fördern Innovation

Neben dem Zugang zu moderner Infrastruktur bietet InnRaum³ auch innovative Veranstaltungsformate. Hackathons und Makeathons bringen Entwickler, Unternehmer und Studierende zusammen, um in kurzer Zeit kreative Lösungen für reale Herausforderungen zu entwickeln.

Ein grenzüberschreitendes Weiterbildungsprogramm, das in Kooperation mit regionalen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft entwickelt wurde, ergänzt das Angebot. Dieses richtet sich sowohl an Fachkräfte etablierter Unternehmen als auch an angehende Gründer und Studierende.

EU-Kohäsionspolitik als Motor für regionale Entwicklung

InnRaum³ wird im Rahmen des Interreg-Programms Bayern-Österreich 2021-2027 mit insgesamt 1,25 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert. Die Universität Passau fungiert als Leadpartner und koordiniert das ambitionierte Vorhaben.

Das Projekt demonstriert eindrucksvoll, wie die EU-Kohäsionspolitik als Katalysator für regionale Innovation wirkt. Durch die Förderung grenzüberschreitender Zusammenarbeit entstehen Innovationsräume, die einzelne Regionen allein nicht schaffen könnten.

Bedeutung für die Inn-Region

Die Inn-Region, die sich über Teile Bayerns und Oberösterreichs erstreckt, steht vor ähnlichen Herausforderungen wie viele ländliche Gebiete in Europa. Der demografische Wandel, die Digitalisierung und der internationale Wettbewerbsdruck erfordern neue Ansätze für wirtschaftliche Entwicklung.

InnRaum³ bietet hier eine zukunftsorientierte Antwort: Statt auf Abwanderung und wirtschaftlichen Niedergang zu setzen, wird gezielt in Innovation und Vernetzung investiert. Dies schafft Arbeitsplätze vor Ort und macht die Region für junge Fachkräfte und Unternehmen attraktiver.

Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Transfer von wissenschaftlichem Wissen in die praktische Anwendung. Studierende und Forscher arbeiten direkt mit Unternehmen zusammen, um innovative Lösungen zu entwickeln. Diese enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis beschleunigt Innovationsprozesse und erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit neuer Produkte und Dienstleistungen.

Gleichzeitig profitiert die Wissenschaft von den praktischen Herausforderungen der Unternehmen, was zu relevanteren Forschungsprojekten und einer besseren Ausbildung der Studierenden führt.

Nachhaltiger Aufbau regionaler Kompetenzen

InnRaum³ verfolgt einen nachhaltigen Ansatz, der über die Projektlaufzeit hinausgeht. Durch den Aufbau lokaler Kompetenzen und die Stärkung regionaler Netzwerke entstehen dauerhafte Strukturen, die auch nach Ende der EU-Förderung Bestand haben.

Die Kombination aus moderner Infrastruktur, qualifizierten Fachkräften und einem starken Netzwerk macht die Inn-Region zu einem attraktiven Standort für technologieorientierte Unternehmen und Start-ups.

Vorbildfunktion für andere Regionen

Das Projekt InnRaum³ kann als Modell für andere ländliche Grenzregionen in Europa dienen. Es zeigt, wie durch intelligente Vernetzung und gezielte Förderung innovative Ökosysteme entstehen können, die der Abwanderung entgegenwirken und neue Perspektiven schaffen.

Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projekt werden dokumentiert und anderen Regionen zur Verfügung gestellt, um den Transfer erfolgreicher Konzepte zu fördern.

Ausblick und nächste Schritte

Mit dem offiziellen Start von InnRaum³ beginnt eine intensive Phase des Aufbaus und der Vernetzung. In den kommenden Monaten werden die technischen Infrastrukturen ausgebaut, erste Veranstaltungen organisiert und Partnerschaften mit regionalen Unternehmen geknüpft.

Das Projekt läuft über mehrere Jahre und soll langfristig zu einer selbsttragenden Innovationsplattform in der Inn-Region entwickelt werden. Die EU-Förderung bildet dabei das Fundament für eine nachhaltige Entwicklung, die der gesamten Region zugutekommt.

Schlagworte

#Innovation#EU-Förderung#Grenzregion#Digitalisierung#Start-ups

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