Singlehotel im Mühlviertel steigert Umsatz um fünf Prozent und erhält zahlreiche Branchenauszeichnungen
Das Hotel AVIVA make friends in St. Stefan am Walde blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte zurück und setzt neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Innovation.
Das Hotel AVIVA****s make friends im oberösterreichischen Mühlviertel hat das Jahr 2025 als das bisher erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Das auf Alleinreisende spezialisierte Vier-Sterne-Superior-Hotel konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent steigern – ein beachtlicher Erfolg angesichts der wirtschaftlich herausfordernden Rahmenbedingungen in der österreichischen Tourismusbranche.
Das Hotel AVIVA verfolgt seit Jahren ein in Österreich einzigartiges Konzept: Unter dem Motto "make friends" richtet sich das Haus ausschließlich an erwachsene Alleinreisende. Paare und Familien mit Kindern sind von der Buchung ausgeschlossen – ein Ansatz, der sich offensichtlich bewährt hat und eine treue Stammkundschaft angezogen hat.
"Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Stammgäste – Ihr seid das Herz des Hotels. Ohne Euch wäre dieser Erfolg nicht möglich", betont Christian Grünbart, Geschäftsführer und Miteigentümer des Hotels. Das Konzept ermöglicht es den Gästen, in entspannter Atmosphäre neue Kontakte zu knüpfen, ohne den sozialen Druck traditioneller Urlaubskonstellationen.
Das vergangene Jahr brachte dem Mühlviertler Betrieb eine beeindruckende Sammlung an Branchenauszeichnungen ein, die verschiedene Aspekte des Hotelbetriebs würdigen:
Eine besondere Ehre wurde Christian Grünbart persönlich zuteil: Der Geschäftsführer und Miteigentümer wurde als Ehrenträger im oberösterreichischen Tourismus ausgezeichnet – eine Würdigung seiner langjährigen Verdienste um die regionale Tourismuswirtschaft.
Trotz oder gerade wegen des wirtschaftlichen Erfolgs hat das Hotel im vergangenen Jahr erhebliche Summen in die Modernisierung der Anlage investiert. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den Gästen weiterhin höchsten Komfort zu bieten und gleichzeitig die betriebliche Effizienz zu steigern.
Im Wellnessbereich wurde eine neue Schwebeliege zum sogenannten "Waldbaden" im Wellnessgarten installiert – ein Trend, der aus Japan stammt und nachweislich zur Stressreduktion beiträgt. Die Seminarräume erhielten einen neuen Bodenbelag, der nun auch für Sport- und Tanzprogramme geeignet ist. In den Gästezimmern wurden die Bäder modernisiert, während die AVIVA Sky Zimmer mit Verdunkelungsvorhängen für verbesserten Schlafkomfort ausgestattet wurden.
Auch in die Gastronomie- und Unterhaltungsbereiche flossen Investitionen: Das Restaurant erhielt eine Klimaanlage, die hoteleigene Disco wurde mit neuer Technik und Beschallungsanlage ausgestattet. Eine automatisierte Stimmungsbeleuchtung wurde im gesamten Hotel und in der sogenannten "Alm" installiert. Hinter den Kulissen sorgt ein neues Property-Management-System für reibungslosere Abläufe in der Verwaltung.
Das Hotel AVIVA positioniert sich zunehmend als Vorreiter in zwei zukunftsweisenden Bereichen: nachhaltige Hotellerie und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Gastgewerbe. Diese strategische Ausrichtung wurde 2025 durch mehrere Anerkennungen bestätigt.
Das Mühlviertler Hotel nahm am Innovationsforum Erneuerbare Energie in Linz teil und wurde von der Österreich Werbung als Vorzeigeprojekt präsentiert. Eine besondere Anerkennung erfuhr das AVIVA durch die Aufnahme in die neue österreichische KI-Landkarte des Verbands Österreichischer Software-Industrie (VÖSI). Diese Landkarte dokumentiert österreichische Unternehmen, die Künstliche Intelligenz erfolgreich in ihre Geschäftsprozesse integriert haben.
Der Einsatz von KI-Technologien in der Hotellerie gewinnt österreichweit an Bedeutung. Von der automatisierten Gästekommunikation über intelligente Energiesteuerung bis hin zur personalisierten Angebotsgestaltung – die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Das Hotel AVIVA zeigt, dass auch mittelständische Betriebe im ländlichen Raum von diesen Technologien profitieren können.
Ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor in der Hotellerie ist die Mitarbeiterzufriedenheit und -entwicklung. Das Hotel AVIVA setzt hier auf gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, die über das übliche Maß hinausgehen. Im vergangenen Jahr hatten Teamleiter und deren Stellvertreter die Möglichkeit, an sogenannten "Trend-Touren" nach Wien und Dubai teilzunehmen.
Diese Reisen dienen nicht nur der fachlichen Weiterbildung, sondern auch der Inspiration. Die Mitarbeiter können in anderen Hotels und Gastronomiebetrieben neue Konzepte und Servicestandards kennenlernen und Ideen für den eigenen Betrieb sammeln. Solche Investitionen in die Personalentwicklung zahlen sich langfristig aus – sowohl in Form von Mitarbeiterbindung als auch durch verbesserte Servicequalität.
Die dreimalige Auszeichnung als Top-Arbeitgeber bestätigt, dass dieser Ansatz von den Mitarbeitern geschätzt wird. In einer Branche, die traditionell mit hoher Fluktuation und Fachkräftemangel kämpft, ist dies ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil.
Der Erfolg des Hotels AVIVA ist auch vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung im österreichischen Tourismus zu bewerten. Die Branche erholt sich weiterhin von den Auswirkungen der Pandemiejahre, sieht sich aber mit neuen Herausforderungen konfrontiert: steigende Energiekosten, Inflation und ein verändertes Buchungsverhalten der Gäste.
Besonders der Inlandstourismus und der Nischentourismus haben sich in den vergangenen Jahren als resilient erwiesen. Hotels, die sich auf spezifische Zielgruppen spezialisiert haben – sei es Wellness, Aktivurlaub oder eben Alleinreisende – konnten oft besser abschneiden als Generalistenbetriebe. Das Konzept des Hotel AVIVA trifft hier offenbar einen Nerv: Die gesellschaftliche Entwicklung hin zu mehr Singles und die wachsende Akzeptanz von Alleinreisen spielen dem Mühlviertler Betrieb in die Hände.
Für 2026 zeigt sich die Hotelleitung optimistisch. Trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten – von Rezessionsängsten über geopolitische Spannungen bis hin zu Inflationsdruck – rechnet das Management mit einer weiteren Steigerung von Umsatz und Auslastung. Geplant sind weitere Modernisierungsmaßnahmen und innovative Angebote, wobei Details noch nicht bekannt gegeben wurden.
Das Kernkonzept "make friends" – Urlaub ohne Paare und Kinder mit Fokus auf Begegnungen, Erholung und Genuss – soll auch im kommenden Jahr im Mittelpunkt stehen. Die treue Stammkundschaft dürfte dabei weiterhin das Rückgrat des wirtschaftlichen Erfolgs bilden.
Das Erfolgsmodell des Hotel AVIVA wirft die Frage auf, ob verstärkte Spezialisierung ein Erfolgsrezept für die österreichische Hotellerie sein könnte. In einem Markt, der von internationalen Ketten und standardisierten Angeboten geprägt ist, kann eine klare Nischenpositionierung Differenzierung und Kundenbindung ermöglichen.
Die Kombination aus einzigartigem Konzept, konsequenter Qualitätsorientierung, Mitarbeiterentwicklung und Investitionen in Nachhaltigkeit und Digitalisierung hat sich für das Mühlviertler Hotel als erfolgreich erwiesen. Ob dieses Rezept auch für andere Betriebe funktioniert, hängt von vielen Faktoren ab – nicht zuletzt von der Bereitschaft, sich auf eine spezifische Zielgruppe festzulegen und deren Bedürfnisse konsequent in den Mittelpunkt zu stellen.
Das Hotel AVIVA****s make friends jedenfalls hat bewiesen, dass auch abseits der großen Tourismuszentren erfolgreiches Hotelmanagement möglich ist – mit dem richtigen Konzept, engagierten Mitarbeitern und einer klaren Vision für die Zukunft.