Umfassendes Update zu Sicherheit, Nachhaltigkeit und besonderen Features des ESC in Wien
Der ORF stellt detaillierte Pläne für den Eurovision Song Contest 2026 vor - von Flughafensicherheit bis zum Kaffeehaus-inspirierten Greenroom.
Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien nimmt konkrete Formen an. In einem umfassenden Medienupdate hat der ORF am Donnerstag detaillierte Einblicke in die Vorbereitungen für Europas größten TV-Unterhaltungsevent gegeben. Dabei standen vor allem das Sicherheitskonzept, Nachhaltigkeitsmaßnahmen und die besonderen Features des Wiener ESC im Fokus.
"Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien rückt immer näher und gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir intensiv daran, optimale Rahmenbedingungen für diesen außergewöhnlichen Event zu schaffen", erklärte ORF-Generaldirektor Roland Weißmann. Die Sicherheitsvorbereitungen laufen bereits seit vielen Monaten auf Hochtouren.
Die Wiener Stadthalle wird während des ESC nach Flughafenstandards gesichert. Alle am Event beteiligten Personen werden bereits im Vorfeld strengen Sicherheitschecks unterzogen. Die Wiener Polizei wird mit spezialisierten Einsatzkräften und Polizeidiensthundeeinheiten präsent sein und auch Maßnahmen zur Drohnenabwehr durchführen.
"Die Wiener Polizei bringt umfassende Erfahrung bei Großveranstaltungen mit. Für ein Höchstmaß an Sicherheit werden spezielle Einsatzstrukturen und Koordinierungsmechanismen eingerichtet", betonte Landespolizeivizepräsident General Dieter Csefan. Ein wesentlicher Baustein ist der enge Austausch mit Polizeibehörden früherer Eurovision-Austragungsorte.
Neben der physischen Sicherheit steht auch der Schutz der digitalen Infrastruktur im Mittelpunkt. Der ORF hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres und der EBU eine "Cybersecurity Coordination Group" eingerichtet. Diese evaluiert kontinuierlich die Bedrohungslage und entwickelt entsprechende Schutzmaßnahmen.
"Die sicherheitsrelevanten Aktivitäten rund um den ESC 2026 werden seit Monaten engmaschig überwacht", erläuterte Harald Kräuter, Direktor für Technik und Digitalisierung im ORF. "Unsere Lagebilder erlauben es uns, Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen – und so rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen zu können."
Der ORF setzt beim Eurovision Song Contest 2026 auf eine zweifache Umweltzertifizierung mit den Auszeichnungen "Green Event" und "Green Producing". Damit soll der CO₂-Fußabdruck der Großveranstaltung so gering wie möglich gehalten werden.
"Der ORF und Wien haben 2015 vorgemacht, dass wir beim Thema Nachhaltigkeit neue Maßstäbe setzen können, und heuer wollen wir mit einer zweifachen Umweltzertifizierung noch eins draufsetzen", erklärte Michael Krön, Executive Producer des Eurovision Song Contest.
Die Nachhaltigkeitsmaßnahmen umfassen verschiedene Bereiche:
"Der Eurovision Song Contest 2026 soll zum Lern- und Referenzprojekt für Großveranstaltungen weltweit werden", so Krön weiter.
Eine absolute Neuheit im ESC-Universum stellt der Greenroom dar, der von der traditionellen Wiener Kaffeehauskultur inspiriert ist. Dieser Aufenthaltsbereich, in dem die Künstler und Delegationen während der Live-Shows Platz nehmen, wird im Stil eines modernen Wiener Kaffeehauses gestaltet.
"Mit dem Greenroom als modern interpretiertes Wiener Kaffeehaus haben wir ein Stück österreichischer Identität in das Setting des Eurovision Song Contest verwoben", freute sich ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz. "Gleichzeitig sendet der ORF damit auch ein schönes Stück Wiener Lokalkolorit in die ganze Welt."
Nach dem Rekordverkauf der ersten Ticketwelle im Januar – das Finale war in 14 Minuten, die Halbfinale in 20 Minuten ausverkauft – gibt es gute Nachrichten für ESC-Fans. Am 26. März um 15:00 Uhr startet die zweite Verkaufswelle mit zusätzlich verfügbaren Tickets.
Diese stammen aus nicht abgerufenen Kontingenten für Partner und Delegationen sowie aus produktionstechnisch zusätzlich verfügbaren Kapazitäten. "Ich freue mich, dass wir den Ticketverkauf noch einmal öffnen können, damit noch mehr ESC-Begeisterte dieses besondere Musikfest live miterleben können", so Generaldirektor Weißmann.
Parallel dazu ging die neue ORF-Homepage songcontest.orf.at online. Die Plattform bietet exklusive Inhalte, Interviews, Bilder und Videos sowie Live-Ticker während der Shows und eine Social Wall mit Postings aus dem gesamten ESC-Universum.
Auch die ORF-Radiosender bereiten sich mit speziellen Formaten auf den ESC vor. Ö3 startet den "Ö3-Cover Song Contest", bei dem Vereine aus ganz Österreich ESC-Coversongs einreichen können. Der Siegerverein wird im April durch Publikumsvoting ermittelt und tritt im Eurovision Village am Rathausplatz auf.
Ö1 initiiert unter dem Motto "Ö1 goes Song Contest" einen offenen Musikwettbewerb für Menschen ab 14 Jahren. 25 Finalbeiträge werden im Mai vorgestellt und per Publikumsvoting bewertet.
FM4 präsentiert den neuen Video-Podcast "Bussi Bla Bla" mit Conchita Wurst und JJ. 20 Folgen sind geplant, die seit 22. Februar jeden Sonntag um 20:00 Uhr ausgestrahlt werden.
Mit diesen umfassenden Vorbereitungen positioniert sich Wien als erfahrene und professionelle ESC-Gastgeberin. Nach dem erfolgreichen Contest 2015 zeigt die österreichische Hauptstadt erneut, dass sie Großevents dieser Dimension sicher und nachhaltig durchführen kann.
Das Medienupdate, moderiert von Alexandra Maritza Wachter, war live in ORF III und auf ORF ON zu sehen und bleibt weiterhin on demand abrufbar. Die detaillierten Einblicke in Sicherheitskonzept, Nachhaltigkeitsmaßnahmen und die besonderen Wiener Features zeigen: Der Eurovision Song Contest 2026 wird nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein organisatorisches Highlight.