Am 15. Jänner 2026 wird Wien zum Schauplatz einer bedeutenden Präsentation, die die Verbindung zwischen Kultur und Gesundheit beleuchtet. Die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) sowie ARTS for HEALTH AUSTRIA (AfHA) laden zur Vo
Am 15. Jänner 2026 wird Wien zum Schauplatz einer bedeutenden Präsentation, die die Verbindung zwischen Kultur und Gesundheit beleuchtet. Die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) sowie ARTS for HEALTH AUSTRIA (AfHA) laden zur Vorstellung des neuen EU-Berichts „Culture and Health: Time to Act“ ins Haus der Musik ein. Diese Veranstaltung, die auf die systematische Zusammenführung kultur- und gesundheitsbezogener Maßnahmen abzielt, verspricht, die Diskussion über sektorübergreifende Zusammenarbeit zu intensivieren.
Der Bericht, der von der EU Expert Group on Culture and Health entwickelt wurde, stellt das erste umfassende Policy-Dokument dar, das sich der Integration von Kultur und Gesundheit auf europäischer Ebene widmet. Zwischen Februar 2024 und Juni 2025 arbeiteten Vertreter aller EU-Mitgliedstaaten an diesem Dokument, das Empfehlungen zur Zusammenarbeit auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene enthält.
Die Verbindung zwischen Kultur und Gesundheit ist keineswegs eine neue Idee. Bereits in der Antike wurde die heilende Kraft der Künste erkannt. In den letzten Jahrzehnten haben wissenschaftliche Studien die positiven Auswirkungen von kulturellen Aktivitäten auf die psychische und physische Gesundheit bestätigt. Insbesondere in Österreich gibt es eine lange Tradition, Kultur als integralen Bestandteil der Gesundheitsförderung zu betrachten.
In Deutschland und der Schweiz wird ebenfalls verstärkt auf die Synergien zwischen Kultur und Gesundheit gesetzt. Während in Deutschland Projekte wie „Kultur auf Rezept“ bereits erfolgreich umgesetzt werden, setzt die Schweiz auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Kultur- und Gesundheitsinstitutionen. Österreich kann von diesen Beispielen lernen und eigene innovative Ansätze entwickeln.
Die Integration von Kultur in den Gesundheitssektor kann vielfältige positive Auswirkungen haben. Ein Beispiel ist das Konzept des „Social Prescribing“, bei dem Patienten kulturelle Aktivitäten als Teil ihrer Therapie verschrieben werden. Studien zeigen, dass dies insbesondere bei der Behandlung von Depressionen und Angststörungen effektiv sein kann. In Österreich könnten solche Ansätze dazu beitragen, die psychische Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.
Laut einer Studie der WHO kann die Teilnahme an kulturellen Aktivitäten das Wohlbefinden um bis zu 30% steigern. In Österreich nehmen jährlich über 50% der Bevölkerung an kulturellen Veranstaltungen teil, was ein großes Potenzial für die Gesundheitsförderung bietet. Die Veranstaltung in Wien wird diese und weitere Statistiken näher beleuchten.
Die Zukunft der Kultur- und Gesundheitsintegration in Österreich sieht vielversprechend aus. Der EU-Bericht bietet eine solide Grundlage für die Entwicklung neuer Strategien und Programme. Die geplante Einführung des „National Call 2026“ könnte ein wichtiger Schritt sein, um die sektorübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und innovative Projekte zu initiieren.
Die Präsentation des EU-Berichts „Culture and Health: Time to Act“ in Wien ist ein bedeutender Schritt zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Kultur und Gesundheit. Österreich hat die Chance, eine Vorreiterrolle in diesem Bereich einzunehmen und innovative Konzepte zu entwickeln, die das Wohlbefinden der Bevölkerung nachhaltig verbessern. Interessierte sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren. Weitere Informationen sind auf der Website von ARTS for HEALTH AUSTRIA verfügbar.