Am 5. Dezember 2025 fand im Wappensaal des Wiener Rathauses eine besondere Ehrung statt. Zwei herausragende Persönlichkeiten, Bernd-Christian Funk und Erich Kussbach, wurden mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet. Diese Ehrung unterstreicht nicht nur ihre individ
Am 5. Dezember 2025 fand im Wappensaal des Wiener Rathauses eine besondere Ehrung statt. Zwei herausragende Persönlichkeiten, Bernd-Christian Funk und Erich Kussbach, wurden mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet. Diese Ehrung unterstreicht nicht nur ihre individuellen Leistungen, sondern auch ihre Beiträge zur österreichischen Rechtswissenschaft und Diplomatie.
Das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ist eine der höchsten Auszeichnungen, die das Bundesland Wien zu vergeben hat. Es wird an Personen verliehen, die sich durch außergewöhnliche Leistungen und Verdienste um das Land Wien und seine Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet haben. Die Verleihung fand in Anwesenheit von zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik und Kultur statt, darunter der Erste Präsident des Wiener Landtages, Christian Meidlinger, der die Ehrung vornahm.
Bernd-Christian Funk, geboren 1943 in Trofaiach, hat sich über Jahrzehnte hinweg als herausragender Jurist etabliert. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien und der Wirtschaftspädagogik an der Hochschule für Welthandel habilitierte er sich 1974 für österreichisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Seine akademische Karriere führte ihn an die Karl-Franzens-Universität Graz, wo er von 1978 bis 1999 als Professor tätig war. Funk ist bekannt für seine Expertise im österreichischen Staats- und Verfassungsrecht sowie in Menschenrechtsfragen.
Funk war auch Mitglied des Österreich-Konvents, einer Einrichtung zur Reform der österreichischen Bundesverfassung. Diese Rolle unterstreicht seine Bedeutung in der österreichischen Rechtslandschaft. Seine wissenschaftlichen Beiträge wurden 2008 mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich gewürdigt.
Erich Kussbachs Lebensweg ist ebenso bemerkenswert. Geboren 1931 in Budapest, floh er 1956 während des ungarischen Volksaufstandes nach Österreich. Er promovierte 1958 an der Universität Wien und erwarb 1961 einen Master of Law an der Yale University. Seine diplomatische Karriere begann 1963 im Höheren Auswärtigen Dienst Österreichs. Kussbach war Vizepräsident der Diplomatischen Konferenz über humanitäres Völkerrecht in Genf und Präsident der Internationalen Humanitären Ermittlungskommission.
Seine Arbeit im Bereich des humanitären Völkerrechts und der internationalen Diplomatie ist von unschätzbarem Wert. Er war Honorarprofessor an der Universität Linz und erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.
Die Ehrung von Funk und Kussbach zeigt die hohe Wertschätzung, die ihnen entgegengebracht wird. Ihre Leistungen haben nicht nur die akademische und diplomatische Landschaft Österreichs geprägt, sondern auch internationale Anerkennung gefunden. Diese Auszeichnung ist ein Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung ihrer lebenslangen Beiträge.
Die Verleihung von Ehrenzeichen hat in Österreich eine lange Tradition. Sie dient nicht nur der Anerkennung individueller Leistungen, sondern auch der Förderung des gesellschaftlichen Engagements. Diese Tradition reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück und hat sich über die Jahre weiterentwickelt, um den sich verändernden gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.
Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und der Schweiz, die ähnliche Auszeichnungen vergeben, ist das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ein spezifischer Ausdruck der Anerkennung auf regionaler Ebene. Während in Deutschland das Bundesverdienstkreuz eine vergleichbare Rolle spielt, ist in der Schweiz das Ehrenbürgerrecht eine der höchsten Auszeichnungen, die verliehen werden können.
Die Ehrung von Persönlichkeiten wie Funk und Kussbach hat auch Auswirkungen auf die Bürger. Sie dient als Inspiration und ermutigt andere, sich ebenfalls für das Gemeinwohl einzusetzen. Solche Auszeichnungen heben die Bedeutung von Bildung, Forschung und Diplomatie hervor und fördern das Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung.
Jährlich werden nur wenige Goldene Ehrenzeichen vergeben, was die Exklusivität und Bedeutung dieser Auszeichnung unterstreicht. Die Auswahlkriterien sind streng und basieren auf den außergewöhnlichen Beiträgen der Geehrten. Diese Zahlen verdeutlichen die hohe Wertschätzung und den Respekt, den die Stadt Wien ihren herausragenden Persönlichkeiten entgegenbringt.
In der Zukunft könnte die Verleihung solcher Auszeichnungen noch weiter an Bedeutung gewinnen. Angesichts der globalen Herausforderungen, vor denen Gesellschaften stehen, wird die Anerkennung von Verdiensten im Bereich der Wissenschaft, Diplomatie und des gesellschaftlichen Engagements immer wichtiger. Es ist zu erwarten, dass diese Ehrungen weiterhin eine zentrale Rolle in der Förderung von Talenten und der Anerkennung von Beiträgen zur Gesellschaft spielen werden.
Die Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens an Bernd-Christian Funk und Erich Kussbach ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Anerkennung herausragender Leistungen in Österreich. Diese Auszeichnungen sind nicht nur eine Würdigung ihrer individuellen Beiträge, sondern auch ein Ansporn für kommende Generationen, sich ebenfalls für das Gemeinwohl einzusetzen. Weitere Informationen zu den Auszeichnungen und den Geehrten finden Sie auf der Webseite der Stadt Wien.