Am 5. Dezember 2025 wird weltweit der Internationale Tag des Ehrenamts begangen. In Österreich rückt dieser Tag die bemerkenswerten Leistungen der älteren Generation ins Rampenlicht. Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec hebt den enormen Beitrag hervor, den österreichische Seniorinnen und Senioren
Am 5. Dezember 2025 wird weltweit der Internationale Tag des Ehrenamts begangen. In Österreich rückt dieser Tag die bemerkenswerten Leistungen der älteren Generation ins Rampenlicht. Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec hebt den enormen Beitrag hervor, den österreichische Seniorinnen und Senioren unentgeltlich für die Gesellschaft leisten. Der ökonomische Gegenwert dieser freiwilligen Arbeit beläuft sich auf beeindruckende 9 Milliarden Euro jährlich.
Ingrid Korosec betont, dass ohne die unermüdliche Arbeit der älteren Bevölkerung das Pflege- und Betreuungssystem in Österreich zusammenbrechen würde. Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung der meist weiblichen Senioren, die nicht nur in der familiären Pflege, sondern auch in zahlreichen gemeinnützigen Organisationen aktiv sind. Das Ehrenamt, oft als freiwillige Arbeit bezeichnet, ist eine Tätigkeit, die ohne finanzielle Entlohnung ausgeführt wird, aber einen unschätzbaren gesellschaftlichen Wert hat.
Das Konzept des Ehrenamts hat in Österreich eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert waren viele Bürger in Vereinen und Organisationen aktiv, um soziale Missstände zu lindern. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte das Ehrenamt einen Aufschwung, als viele Menschen freiwillig beim Wiederaufbau halfen. Heute ist es ein integraler Bestandteil des sozialen Gefüges, der nicht nur die soziale Kohäsion stärkt, sondern auch eine Brücke zwischen den Generationen bildet.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass das Ehrenamt in Österreich einen ähnlich hohen Stellenwert genießt. In Deutschland engagieren sich rund 31 Millionen Menschen ehrenamtlich, in der Schweiz sind es etwa 40 Prozent der Bevölkerung. Der Unterschied liegt oft in der Art der Organisation und der staatlichen Unterstützung, die in Österreich besonders durch steuerliche Anreize gefördert wird.
Die Auswirkungen des Ehrenamts sind vielfältig. Ein Beispiel ist die Unterstützung von Alleinerziehenden durch ehrenamtliche Betreuung von Kindern, was es den Eltern ermöglicht, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Ältere Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, profitieren selbst durch soziale Interaktion und bleiben körperlich und geistig aktiver. Studien zeigen, dass Ehrenamtliche seltener an Depressionen leiden und eine höhere Lebenszufriedenheit aufweisen.
Statistiken untermauern den enormen Beitrag der Senioren: Rund 23 Prozent der über 65-Jährigen in Österreich sind ehrenamtlich tätig. Diese Gruppe leistet jährlich etwa 700 Millionen Stunden freiwillige Arbeit. Der monetäre Wert dieser Arbeit wird auf 9 Milliarden Euro geschätzt, was etwa 2,5 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsprodukts entspricht.
Die demografische Entwicklung in Österreich zeigt, dass der Anteil der älteren Bevölkerung weiter steigen wird. Dies bedeutet, dass das Potenzial für ehrenamtliches Engagement ebenfalls zunimmt. Experten prognostizieren, dass die Bedeutung des Ehrenamts in den kommenden Jahrzehnten weiter wachsen wird, insbesondere in den Bereichen Bildung, Umwelt und soziale Dienste. Die Herausforderung wird darin bestehen, das Ehrenamt attraktiver zu gestalten, um auch jüngere Generationen zu motivieren.
Die Leistungen der älteren Generation im Ehrenamt sind von unschätzbarem Wert für die österreichische Gesellschaft. Sie tragen nicht nur zur wirtschaftlichen Stabilität bei, sondern fördern auch den sozialen Zusammenhalt. Es ist an der Zeit, diese Beiträge angemessen zu würdigen und die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement weiter zu verbessern. Wie können wir als Gesellschaft sicherstellen, dass das Ehrenamt auch in Zukunft blüht und gedeiht? Weitere Informationen finden Sie in unseren verwandten Artikeln.