Österreichische Tageszeitung setzt erfolgreichen Kurs zwischen Print und Digital fort
Die Presse steigert verkaufte Auflage um 1,2% und Abonnements um 1,6%. Auch die Sonntagsausgabe wächst deutlich - Erfolg der Digitalisierungsstrategie.
Die österreichische Tageszeitung "Die Presse" kann erneut positive Entwicklungen bei den aktuellen Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)-Zahlen vorweisen. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2024 verzeichnet das Medium sowohl bei der verkauften Auflage als auch bei den Abonnements deutliche Zuwächse.
Die verkaufte Auflage der Tageszeitung "Die Presse" stieg um 773 Stück, was einem Plus von 1,2 Prozent entspricht. Noch stärker entwickelten sich die Abonnements mit einem Zuwachs von 902 Stück, was einer Steigerung von 1,6 Prozent gleichkommt. Diese Zahlen zeigen, dass die Strategie des Medienhauses, auf Qualitätsjournalismus und Leserbindung zu setzen, Früchte trägt.
Besonders erfreulich entwickelte sich "Die Presse am Sonntag": Die Sonntagsausgabe konnte ihre verkaufte Auflage um beachtliche 1.427 Stück steigern. Bei den Abonnements verzeichnete das Wochenblatt einen Zuwachs von 1.140 Stück, was die starke Position der Marke im österreichischen Medienmarkt unterstreicht.
Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis einer mehrjährigen strategischen Neuausrichtung. "Die Presse" hat in den vergangenen Jahren konsequent daran gearbeitet, Qualitätsjournalismus wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten. Dabei standen drei Kernbereiche im Fokus: Produktentwicklung, digitale Innovation und eine verstärkte Orientierung an den Bedürfnissen der Leserinnen und Leser.
Ein wichtiger Meilenstein war der Relaunch der Tageszeitung im Jahr 2024. Parallel dazu wurden die digitalen Produkte kontinuierlich weiterentwickelt und die Ausrichtung auf die Kernzielgruppen konsequent vorangetrieben. Diese Maßnahmen greifen nun ineinander und zeigen messbare Erfolge.
Chefredakteur Florian Asamer sieht in den aktuellen Zahlen eine Bestätigung für den journalistischen Ansatz des Mediums: "Relevante Geschichten, nach qualitätsjournalistischen Standards recherchiert, für deren Inhalt die 'Presse'-Redaktion bürgt, haben ihren Wert und finden, egal ob gedruckt oder digital, immer mehr Publikum. Das freut uns und spornt uns an."
Diese Aussage unterstreicht die Philosophie des Medienhauses: Unabhängig vom Verbreitungskanal steht die Qualität der journalistischen Inhalte im Mittelpunkt. Verlässliche Information und fundierte Einordnung behalten ihren Wert, ob sie nun in der gedruckten Zeitung oder auf digitalen Plattformen konsumiert werden.
Geschäftsführer Rainer Nowak betont die strategische Bedeutung der aktuellen Entwicklung: "Diese Zahlen zeigen, dass unsere Weiterentwicklung bei den Leserinnen und Lesern ankommt – und dass wir die richtige Balance zwischen Print-Stärke und digitalem Wachstum finden."
Diese Balance ist in der heutigen Medienlandschaft von entscheidender Bedeutung. Während viele Printmedien mit rückläufigen Auflagen kämpfen, gelingt es "Die Presse", beide Bereiche erfolgreich zu entwickeln. Dies zeigt, dass eine durchdachte Digitalstrategie nicht zwangsläufig zu Lasten des Printgeschäfts gehen muss.
Die positiven Zahlen von "Die Presse" sind besonders bemerkenswert vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen in der Medienbranche. Viele Zeitungen kämpfen mit sinkenden Auflagen und einem schwierigen Anzeigenmarkt. Gleichzeitig führt die Digitalisierung zu veränderten Konsumgewohnheiten der Leserinnen und Leser.
In diesem herausfordernden Umfeld zeigt das Beispiel "Die Presse", dass eine klare strategische Ausrichtung und konsequente Umsetzung durchaus zu Wachstum führen können. Der Fokus auf Qualitätsjournalismus, kombiniert mit innovativen digitalen Angeboten, scheint den Nerv der Zeit zu treffen.
Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) ist die maßgebliche Institution für die Messung und Kontrolle von Auflagen österreichischer Printmedien. Die ÖAK-Zahlen gelten als wichtiger Indikator für die Marktposition und Entwicklung der einzelnen Medientitel. Sie sind nicht nur für die Medienunternehmen selbst von Bedeutung, sondern auch für Werbekunden und Marktbeobachter.
Die aktuellen Zahlen von "Die Presse" sind daher nicht nur ein interner Erfolg, sondern auch ein wichtiges Signal an den Markt. Sie zeigen, dass es möglich ist, auch in einem schwierigen Umfeld zu wachsen, wenn die strategische Ausrichtung stimmt.
Mit den aktuellen Erfolgen im Rücken dürfte "Die Presse" ihren eingeschlagenen Kurs fortsetzen. Die Kombination aus traditionellen journalistischen Werten und modernen digitalen Angeboten scheint eine tragfähige Basis für die Zukunft zu sein.
Für die österreichische Medienlandschaft sind diese Entwicklungen ermutigend. Sie zeigen, dass Qualitätsjournalismus durchaus wirtschaftlich erfolgreich sein kann, wenn er richtig positioniert und vermarktet wird. Dies könnte auch anderen Medienunternehmen als Inspiration für ihre eigene strategische Ausrichtung dienen.
Die nächsten ÖAK-Zahlen werden zeigen, ob "Die Presse" diesen positiven Trend fortsetzen kann und ob die eingeschlagene Strategie nachhaltig erfolgreich ist. Die aktuellen Ergebnisse sind jedenfalls ein ermutigendes Signal für die gesamte Branche.