Die deutsche Bundesregierung hat einen Vorstoß zur Reform der europäischen Automobilpolitik unternommen, der auch für Österreich Auswirkungen haben könnte.
Die deutsche Bundesregierung hat einen Vorstoß zur Reform der europäischen Automobilpolitik unternommen. Das von CDU/CSU und SPD erarbeitete Maßnahmenpaket sieht vor, dass Fahrzeuge mit erneuerbaren Kraftstoffen wie eFuels künftig als Nullemissionsfahrzeuge gelten sollen. Damit soll eine eigene Fahrzeugkategorie geschaffen werden, und die Verwendung von grünem Stahl in der Produktion verpflichtend gemacht werden.
Im OTS-Text werden erneuerbare Kraftstoffe wie eFuels und fortschrittliche Biokraftstoffe als alternative Kraftstoffe genannt, die in der Flottenregulierung berücksichtigt werden sollen.
Das Maßnahmenpaket sieht vor, eine eigene Fahrzeugkategorie für Fahrzeuge zu schaffen, die ausschließlich mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden und im Rahmen der Flottenregulierung als Nullemissionsfahrzeuge anerkannt werden sollen. Stephan Schwarzer, Generalsekretär der eFuel Alliance Österreich, begrüßt diesen Durchbruch: "Dieses von CDU/CSU und SPD erarbeitete Maßnahmenpaket führt verschiedene Ansätze zusammen und weist den Weg zu einer Reform der umstrittenen Flottengrenzwerte."
Im OTS-Text heißt es, die von der EU-Kommission vorgesehenen Beschaffungsquoten bei Firmenflotten werden abgelehnt; auch die eFuel Alliance Österreich sieht diese als über das Ziel hinausschießende Überregulierung.
Der OTS-Text nennt, dass Österreich zu den Ländern gehört, die stark unter dem Niedergang der europäischen Automobilindustrie leiden und dass die Dachverbände der europäischen Autoindustrie sowie der Zulieferer auf EU-Ebene dazu aufgefordert haben, mehrere Optionen zu öffnen, um den Niedergang besser zu stoppen.
Im OTS-Text wird angeführt, dass eFuel-Importe die Meerenge von Hormus nicht passieren müssen und in vielen Ländern abseits des Nahen Ostens produziert werden können; eFuels seien funktionsgleich mit erdölbasierten Produkten. Je mehr eFuels an Tankstellen verfügbar sind, desto weniger verwundbar sei Europa gegenüber Blockaden dieser Meerenge.
Die OTS-Meldung zitiert Stephan Schwarzer mit der Aussage, die von Deutschland unterstützten eFuels und fortschrittlichen Biokraftstoffe würden wesentlich dazu beitragen, die Preisschwankungen auf den Erdölmärkten für die Kunden abzufedern.
Der OTS-Text gibt die Einschätzung wieder, dass man erwarte, eine breite Mehrheit der Mitgliedstaaten sowie der EU-Parlamentarier könnten die deutschen Vorschläge unterstützen. Zudem heißt es dort, die Bevölkerung sei gegen Verbote, die das individuelle Mobilitätsverhalten in ein Korsett zwängen, und darauf müsse die EU Rücksicht nehmen.