19-jähriger Burgenländer gewinnt "Vienna Calling" mit deutschsprachigem Song "TANZSCHEIN"
Der junge Musiker Cosmó setzt sich bei der ORF-Vorentscheidung durch und fährt mit seinem Popsong nach Wien zum ESC 2026.
Österreich hat seinen Vertreter für den Eurovision Song Contest 2026 gefunden: Der 19-jährige Cosmó aus dem Burgenland wird mit seinem deutschsprachigen Popsong "TANZSCHEIN" beim 70. ESC im Mai in Wien antreten. Bei der Live-Show "Vienna Calling – Wer singt für Österreich?" am Freitagabend in ORF 1 konnte sich der junge Künstler gegen elf weitere Kandidaten durchsetzen.
Die Entscheidung fiel sowohl bei der professionellen Jury als auch beim Publikum eindeutig aus. "Die Mehrheit hat entschieden, der Song hat sowohl die Jury als auch das Publikum zuhause überzeugt. Und das ist das Wesen des Song Contest", erklärte ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz bei der anschließenden Pressekonferenz am ORF-Mediencampus. "Ich bin sehr zufrieden, freue mich sehr und gratuliere Cosmó zu diesem Sieg."
Hinter "TANZSCHEIN" steckt eine persönliche Geschichte, wie Cosmó nach seinem Sieg verriet: "Ich habe den Song eigentlich für meine Mama geschrieben, weil sie gerne mehr tanzen möchte. Wir haben auch schon das ein oder andere Mal gemeinsam in der Küche dazu getanzt, bevor ich den Song für 'Vienna Calling' eingereicht habe." Diese emotionale Verbindung zu seinem Lied spiegelt sich auch in seiner ESC-Motivation wider: "Von daher möchte ich für meine Mama antreten und beim ESC gewinnen."
Der Künstler sieht in seinem Song eine universelle Botschaft: "Tanzen ist eine internationale Sprache, da kann jede und jeder in jeder Form mitmachen. Mit dem Tanzen möchte ich die Menschen zusammenbringen – genauso wie das ESC-Motto 'United by Music'." Diese Philosophie könnte durchaus den Nerv der europäischen Zuschauer treffen.
Cosmó, der mit bürgerlichem Namen anders heißt, ist gebürtiger Ungar, wuchs jedoch im Burgenland auf und lebt heute in Wien. Sein Künstlername ist Programm und steht für seine Weltoffenheit sowie seine Faszination für das Universum. Diese kosmopolitische Einstellung könnte ihm beim internationalen Wettbewerb zugutekommen.
Musikalisch ist der 19-Jährige breit aufgestellt: Er spielt sowohl Gitarre als auch Klavier und nimmt Gesangsunterricht bei einer Opernsängerin aus Graz. Diese klassische Ausbildung kombiniert mit modernen Popklängen könnte eine interessante Mischung für den ESC ergeben.
Bereits 2022 machte Cosmó auf sich aufmerksam, als er das Finale von "The Voice Kids" erreichte. Dieser frühe Erfolg war offenbar nur der Anfang einer vielversprechenden Karriere. Seit Sommer 2025 arbeitet er eng mit seinem Produzenten Markus Pemer zusammen, der als Schlagzeuger der österreichischen Band Garish bekannt ist. Diese Zusammenarbeit scheint Früchte zu tragen.
Für Live-Auftritte und Studioaufnahmen gründete Cosmó 2022 die Band "The Thumbs". Mit dieser Formation hat er bereits verschiedene Auftritte absolviert, darunter in Clubs, auf Bällen und als Warm-Up-Act bei prestigeträchtigen Veranstaltungen wie der "Starnacht am Neusiedlersee". Auch in Graz und im Wiener Gasometer stand er bereits auf der Bühne – sogar zusammen mit seinem Coach Alvaro Soler.
Diese Bühnenerfahrung könnte beim ESC von unschätzbarem Wert sein. Wer bereits vor tausenden von Zuschauern performt hat, dürfte auch von der ESC-Atmosphäre nicht so leicht aus der Fassung zu bringen sein. Cosmós Auftritte zeigen, dass er verschiedene Venues und Publikumsgrößen gewohnt ist – eine wichtige Voraussetzung für den Eurovision Song Contest.
Mit "TANZSCHEIN" schickt Österreich einen deutschsprachigen Beitrag ins Rennen, was in den letzten Jahren nicht selbstverständlich war. Viele Länder setzen auf englischsprachige Songs, um international besser verstanden zu werden. Cosmós Entscheidung für Deutsch könnte jedoch ein Alleinstellungsmerkmal sein und zeigt Mut zur kulturellen Identität.
Der Popsong vereint moderne Sounds mit einer eingängigen Melodie und einem tanzbegeisternden Rhythmus. Wenn es Cosmó gelingt, diese Energie auch auf die ESC-Bühne zu bringen, könnte Österreich durchaus eine gute Platzierung erreichen.
Cosmós Ziel ist klar formuliert: "Beim ESC möchte ich das Publikum mit meiner Musik zum Tanzen bringen, inspirieren und Liebe verbreiten." Diese positive Ausstrahlung und der Fokus auf Gemeinschaftsgefühl entsprechen genau dem Geist des Eurovision Song Contests. In Zeiten, in denen die Welt oft gespalten erscheint, könnte eine solche Botschaft auf fruchtbaren Boden fallen.
Die Tatsache, dass der ESC 2026 in Wien stattfindet, ist ein zusätzlicher Vorteil für den österreichischen Vertreter. Als Gastgeber-Land hat Österreich automatisch einen Platz im Finale sicher und kann sich auf die bestmögliche Präsentation konzentrieren.
Für alle, die "Vienna Calling – Wer singt für Österreich?" verpasst haben oder nochmals sehen möchten: Die Show ist weiterhin auf ORF ON und am offiziellen Eurovision-YouTube-Channel verfügbar. Alle zwölf Songs der Vorentscheidung können über songcontest.ORF.at und die entsprechende ORF-Website abgerufen werden.
Der Siegertitel "TANZSCHEIN" ist bereits online verfügbar und dürfte in den kommenden Wochen verstärkt im Radio zu hören sein. Bis zum ESC im Mai wird Cosmó noch intensiv an der Perfektionierung seines Auftritts arbeiten – schließlich will Österreich nach dem Heimvorteil greifen.
Mit Cosmó hat Österreich einen jungen, authentischen Künstler gefunden, der sowohl musikalisch als auch menschlich überzeugt. Seine Botschaft von Zusammenhalt und Freude am Tanzen könnte genau das sein, was Europa 2026 braucht. Ob "TANZSCHEIN" auch die internationalen Jurys und Zuschauer zum Tanzen bringen kann, wird sich im Mai in Wien zeigen.
Die österreichische ESC-Geschichte ist geprägt von Höhen und Tiefen – mit Cosmó könnte ein neues, erfolgreiches Kapitel beginnen. Seine Mischung aus Talent, Authentizität und positiver Ausstrahlung macht Hoffnung auf eine gute Platzierung beim 70. Eurovision Song Contest.