Chornobyl in Gefahr: Schutzhülle nach russischem Angriff beschädigt
Vierzig Jahre nach der Atomkatastrophe von Chornobyl steht die Ukraine vor einer neuen nuklearen Bedrohung. Ein russischer Drohnenangriff im Jahr 2025 hat die äußere Schutzhülle des havarierten Reaktors schwer beschädigt.
Vierzig Jahre nach der Atomkatastrophe von Chornobyl steht die Ukraine vor einer neuen nuklearen Bedrohung. Ein russischer Drohnenangriff im Jahr 2025 hat die äußere Schutzhülle des havarierten Reaktors schwer beschädigt. Greenpeace warnt, dass ohne dringende Reparaturen die Einsturzgefahr für den darunterliegenden Sarkophag steigt.
Kritische Schäden an der Schutzhülle dokumentiert
Ein neuer Greenpeace-Report von Ingenieur Eric Schmieman, der jahrelang am Bau der Schutzhülle mitgewirkt hat, beschreibt das Ausmaß der Zerstörung. Dem Bericht zufolge wurde die äußere Hülle, das New Safe Confinement (NSC), durchschlagen und rund 50 Prozent der Isolierschicht zerstört. Die Isolierschicht reguliert die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Schutzhülle – der Bericht stellt fest, dass Kondenswasser seitdem ein wachsendes Problem darstellt und die Stabilität des darunter liegenden Sarkophags beeinträchtigen kann.
Hochradioaktive Materialien in akuter Gefahr
Der Report weist darauf hin, dass innerhalb des Sarkophags hochradioaktive Materialien, Staub und Trümmer lagern. Ingenieur Eric Schmieman betont in dem Bericht die Dringlichkeit von Reparaturen, um einen weiteren Verfall der Schutzstruktur zu verhindern.
Historischer Kontext: Von der Katastrophe zur neuen Bedrohung
Die Atomkatastrophe von Chornobyl ereignete sich am 26. April 1986. Nach dem Reaktorunglück wurde zunächst ein provisorischer Sarkophag errichtet; später wurde eine weitere äußere Schutzhülle (NSC) über die Ruine angebracht. Der Greenpeace-Report zeigt, dass die durch den Drohnenangriff verursachten Schäden die Notwendigkeit internationaler Unterstützung für Reparaturen erhöhen.
Auswirkungen des Krieges auf nukleare Sicherheit
Der Bericht beschreibt, dass russische Drohnenangriffe wiederholt die Energieversorgung und damit die Betriebssicherheit in der Region beeinträchtigen. Als Reaktion planen die Betreiber auf dem Gelände Maßnahmen zur dezentralen Energieversorgung, unter anderem mit Solartechnik, um unabhängiger vom ukrainischen Stromnetz zu werden. Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Österreich, betont in der OTS, dass die Schutzhülle dringend repariert werden müsse.
Internationale Reaktionen und Forderungen
Greenpeace fordert in dem Report, die EU solle die Ukraine bei den dringend notwendigen Reparaturen unterstützen und die Sanktionen gegenüber Russland ausweiten, unter anderem gegen den russischen Atomkonzern Rosatom. Der Report hebt die Notwendigkeit internationaler Hilfe hervor.
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