Weißgoldzimmer und zwölf zusätzliche Räume erweitern Ausstellung in der Wiener Hofburg
Der neu gestaltete Rundgang des Sisi Museums in der Hofburg öffnet am 19.11.2026. Fläche +700 m², zwölf neue Räume, Eigenfinanzierung durch Schönbrunn Group.
Das Sisi Museum in der Wiener Hofburg wird neu gestaltet und erweitert. Der überarbeitete Rundgang mit stärker verzahnter Präsentation von Sisi Museum, Kaiserappartements und Silberkammer ist laut Schönbrunn Group ab 19. November 2026 für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die Integration zusätzlicher Räume entlang der Schauflergasse und das neue Stiegenhaus im Marschallhof schaffen einen durchgängigen, barrierefreien Rundgang. Ziel ist eine verbesserte interne Erschließung, höhere Sicherheit, gesteigerter Besucherkomfort und eine optimierte Orientierung. Die Restaurierung der Räume ist abgeschlossen; in den kommenden Monaten erfolgen die Einrichtung der Ausstellungsbereiche und die Positionierung der Exponate.
Fünf barocke Weißgoldzimmer aus der Zeit des Rokokos wurden restauriert und erstmals in den Museumsrundgang integriert. Es handelt sich um bisher nicht öffentlich zugängliche, intime Rückzugsräume der kaiserlichen Familie. Aktuell sind die Räume restauriert, die museale Ausstattung erfolgt in den kommenden Monaten, inklusive Vitrinenaufbau und kuratorischer Dramaturgie.
Zur Elisabeth-Sammlung der Schönbrunn Group heißt es: Die neu hinzugekommenen Räumlichkeiten ermöglichen künftig einen erweiterten Rundgang und machen Exponate aus dem Besitz und Umfeld Elisabeths in neuem Kontext erlebbar.
Parallell wird die Silberkammer neugestaltet, in den Rundgang eingebunden und inhaltlich weiterentwickelt. Die Sammlung umfasst Porzellan, Kristallgläser, prunkvolle Tafelaufsätze und -service sowie Küchen- und Kupfergeschirr aus den ehemaligen Hofküchen. Als zentrales Exponat wird der 30 Meter lange "Mailänder Tafelaufsatz" genannt, der zur Krönung Kaiser Ferdinands I. 1838 angefertigt wurde.
Die Schönbrunn Group trägt die Kosten der Neugestaltung vollständig aus eigenen Erträgen und ohne Bundes- oder Landesmittel. Bis dato wurden rund 14 Millionen Euro investiert; die endgültigen Gesamtkosten stehen nach Abschluss von Phase 2 fest.
Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schönbrunn Group: „Mit der Neugestaltung schaffen wir ein zusammenhängendes Museumserlebnis, das historische Räume der Hofburg neu erschließt und die drei Bereiche Sisi Museum, Kaiserappartements und Silberkammer enger miteinander verbindet.“
Klaus Panholzer: „Der aktuelle Baufortschritt zeigt, dass sich das Projekt auf der Zielgeraden befindet. Ab 19. November können sich Besucherinnen und Besucher über ein deutlich erweitertes und modernes Angebot freuen. Der erstmals mögliche Rundgang erreicht die zentralen Ziele der Neustrukturierung: die Erhöhung der Sicherheit und die Steigerung des Besucherkomforts. Die neue Garderobe für persönliche Gegenstände ist ein weiterer wichtiger Schritt sowohl für die Sicherheit der Ausstellungsräume als auch für die Aufenthaltsqualität.“
Alexander Palma, Sektionschef für Kulturelles Erbe im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus: „Die umfangreichen Restaurierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen sowie die Sicherstellung einer effizienten und zeitgemäßen Nutzung mit erweitertem barrierefreiem Zugang in das Museum stellten hohe fachliche Anforderungen an die Expertinnen und Experten. Als Eigentümervertreter sehe ich es daher als starkes Signal, dass wir dank der engen, konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten, das von der Schönbrunn Group getragene Projekt planmäßig voranbringen und erfolgreich zum Abschluss führen können.“
Michael Wohlfart, Kurator des Sisi Museums: „Viele der neu präsentierten Stücke stammen – ebenso wie jene, die bereits jetzt im Sisi Museum gezeigt werden – aus dem persönlichen Besitz der Kaiserin. Diese Objekte erzählen nicht nur vom höfischen Leben, sondern geben uns auch einen seltenen Einblick in die private Welt Elisabeths. In der neugestalteten Dauerausstellung werden die Besucherinnen und Besucher eine andere Sicht auf Elisabeth kennenlernen. Unter den Ausstellungsobjekten befinden sich auch viele Neuerwerbungen, auf die man schon sehr gespannt sein kann.“
Anna Mader-Kratky, Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung der Schönbrunn Group: „Die neu hinzugekommenen Weißgoldzimmer werden das Besuchserlebnis in besonderer Weise bereichern, da sie eine bislang unbekannte und der Öffentlichkeit nicht zugängliche Seite der Hofburg zeigen. Die räumliche Erweiterung ermöglicht es uns zudem, deutlich mehr Objekte aus der Sammlung der Schönbrunn Group zu integrieren und neue inhaltliche Schwerpunkte zu setzen.“
Alena Skrabanek, Kuratorin der Silberkammer: „Mit dem Bewusstsein, dass wir unseren Besucherinnen und Besuchern eine im internationalen Vergleich einzigartige Sammlung näherbringen, haben wir mit dem neuen Gestaltungskonzept auf eine ausgereifte moderne Museumstechnik gesetzt. Damit ermöglichen wir ihnen einen innovativen Einstieg in die Themenwelt der höfischen Tafelkultur sowie des kaiserlichen Tafelzeremoniells.“
Herbert Polsterer, stv. Direktor und Leiter der technischen Abteilung der Schönbrunn Group: „Es ist ein sehr herausforderndes Projekt, zumal wir umfangreiche Restaurierungen und Umgestaltungen in historischen Bereichen weitgehend im laufenden Betrieb durchführen. Das ist nur mit kompetenten und verlässlichen Partnern – aber auch mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - möglich, denen unser Dank für die gute Zusammenarbeit gilt.“
Burghauptmann Reinhold Sahl: „Die Modernisierung des Sisi-Museums in der Hofburg Wien stärkt nicht nur den volkswirtschaftlichen Nutzen des Areals, sondern trägt auch zur nachhaltigen Entwicklung und langfristigen baulichen Instandhaltung dieses baukulturellen Erbes bei.“
Weitere Informationen, die Presseaussendung sowie Fotomaterial stellt die Schönbrunn Group über ihr Presseportal und einen Medienlink bereit.