Bilanz-Pressekonferenz in Wien: CEO Michael Mertin und CFO Gerrit Steen präsentieren Zahlen und Hintergründe des AI-Booms
Bei der Bilanz-Pressekonferenz in Wien präsentierten CEO Michael Mertin und CFO Gerrit Steen die aktuellen Unternehmenszahlen und gaben Einblick in die Hintergründe des AI-Booms.
„2025/26 war für AT&S ein starkes und richtungsweisendes Geschäftsjahr. Wir haben unseren Wachstumspfad fortgesetzt, den Umsatz stark gesteigert und die operative Profitabilität signifikant gestärkt", sagt AT&S-Vorstandsvorsitzender Michael Mertin. "Durch gezielte Kostenanpassungen und Effizienzprogramme haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit deutlich erhöht und auch im 4. Quartal ein positives Konzernergebnis erzielt. Diesen Kurs wollen wir im gesamten Geschäftsjahr 2026/27 weiter beschleunigen. Damit schaffen wir eine stabile finanzielle Basis, auf der wir in dem derzeit starken Marktumfeld nachhaltig wachsen und unsere technologischen Schwerpunkte weiter vorantreiben können, wie die angekündigte Erweiterung unseres Standortes in Chongqing, China, bereits zeigt."
4. Quartal 2025/26
Die neuen Werke in Kulim (Malaysia) und Leoben (Österreich) trugen spürbar zum Wachstum bei. AT&S steigerte den Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21 % (währungsbereinigt: 33 %). Bereinigt um die Erlöse aus dem Verkauf des Werks in Ansan (Korea) erhöhte sich das EBITDA um rund 146 %. Das EBIT erreichte 32 Mio. Ꞓ (EBIT-Marge: 6,6 %).
Das Konzernergebnis lag bei 14 Mio. Ꞓ (bereinigt um Ansan-Erlös: +122 % vs. VJ), das Ergebnis pro Aktie bei 0,24 Ꞓ (bereinigt um Ansan-Erlös: +814% vs. VJ). Die Eigenkapital-Quote stieg im Vergleich zum Stichtagswert vom 31. Dezember 2025 um 1,7 Prozentpunkte auf 22,6 %.
Geschäftsjahr 2025/26 – Kennzahlen
Das Geschäftsjahr zeigte eine positive Dynamik bei Umsatz und Profitabilität. Wichtige Zahlen im Überblick:
- Konzernumsatz: 1,8 Mrd. Ꞓ (VJ: 1,6 Mrd. Ꞓ), währungsbereinigt +21 %
- EBITDA (bereinigt um Ansan-Erlös): 418 Mio. Ꞓ (+≈50 %, währungsbereinigt +77 %), EBITDA-Marge 23,3 %
- Abschreibungen: 352 Mio. Ꞓ (20 % vom Umsatz)
- EBIT: 66 Mio. Ꞓ (bereinigt um Ansan-Erlös: +238 % vs. VJ), EBIT-Marge 3,7 %
- Finanzergebnis: -100 Mio. Ꞓ (Vorjahr: -83 Mio. Ꞓ)
- Konzernergebnis: -26 Mio. Ꞓ (Verbesserung um +84 % vs. bereinigtem VJ); H2-Konzernergebnis: 38 Mio. Ꞓ
- Ergebnis je Aktie: -1,11 Ꞓ (bereinigt um Ansan-Erlös: +306 % vs. VJ)
- Nettoinvestitionen: 178 Mio. Ꞓ (VJ: 415 Mio. Ꞓ)
- Operativer Cashflow: 414 Mio. Ꞓ (Anstieg um 488 Mio. Ꞓ vs. VJ)
- Freier operativer Cashflow: 235 Mio. Ꞓ (Verbesserung um rund 725 Mio. Ꞓ vs. VJ)
- Bilanzsumme per 31. März 2026: 4.651 Mio. Ꞓ
- Bestand Zahlungsmittel und -äquivalente: 738 Mio. Ꞓ (31.3.2025: 485 Mio. Ꞓ)
- Nicht genutzte Kreditlinien: 174 Mio. Ꞓ
- Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA (letzte 12 Monate): Anstieg von 2,5 auf 3,2 (ohne Ansan-Effekt Verbesserung auf 2,1)
- Die Eigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund des negativen Konzernergebnisses und der mit dem Hybridkapital verbundenen Coupon-Auszahlung um 0,7 Prozentpunkte auf 22,6 %.
Dividende
Vor dem Hintergrund des negativen Konzernergebnisses hat der Vorstand, vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats, beschlossen, der 32. ordentlichen Hauptversammlung am 9. Juli 2026 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2025/26 keine Dividende auszuschütten (VJ: 0,00 Ꞓ je Aktie).
Kostenoptimierungs- und Effizienzprogramm
Im Geschäftsjahr 2025/26 hat AT&S die Kostenbasis um 170 Mio. Ꞓ reduziert und damit die Zielsetzung signifikant übertroffen. Im Vorjahr wurden Einsparungen von 120 Mio. Ꞓ realisiert. Für 2026/27 strebt das Unternehmen weitere Kostensenkungen in Höhe von 110 Mio. Ꞓ an.
Ausblick 2026/27
Wesentliche Punkte aus dem Ausblick:
- AT&S erzielt mehr als 80 % seines Umsatzes mit US-amerikanischen Unternehmen und generiert den Großteil der Umsätze in US-Dollar; Produktion kostet überwiegend in asiatischen Währungen, Berichtswährung ist Euro.
- AT&S wird künftig währungsbereinigte prozentuale Umsatzveränderungen prognostizieren.
- Aufgrund steigender Nachfrage nach Rechenleistungen im Bereich Künstliche Intelligenz erhöht ein Großkunde die Nachfrage nach High-End IC-Substraten. AT&S hat beschlossen, die Kapazitäten in Chongqing (China) zu erweitern. Die erforderlichen Investitionen im hohen zweistelligen Millionenbereich werden vollständig im Rahmen langfristiger Kundenvereinbarungen finanziert. Durch diese Maßnahmen erwartet das Unternehmen im Geschäftsjahr 2026/27 einen positiven EBIT-Effekt im ebenfalls hohen zweistelligen Millionenbereich.
- Prognose 2026/27: währungsbereinigte Umsatzsteigerung von 30–35 % gegenüber 2025/26 (2025/26: 1,8 Mrd. Ꞓ), entsprechend bei gleichbleibenden Währungsrelationen ein Umsatz von ca. 2,1 bis 2,4 Mrd. Ꞓ.
- Erwartete EBITDA-Marge 25–29 % (2025/26: 23 %).
- Geplantes Investitionsvolumen für 2026/27: rund 400 Mio. Ꞓ (2025/26: 178 Mio. Ꞓ).
- Erwartung: deutlich positives Jahresergebnis im niedrigen dreistelligen Mio. Ꞓ Bereich sowie positiver operativer Free-Cashflow.
- AT&S rechnet mit einer verbesserten Nettoverschuldung/EBITDA von deutlich unter 3.
- Zur Refinanzierung und Stärkung der Kapitalbasis beabsichtigt AT&S, im zweiten oder dritten Quartal 2026 eine Hybrid-Wandelschuldverschreibung und beziehungsweise oder eine Hybridanleihe in einem Gesamtvolumen von bis zu 500 Mio. Ꞓ zu begeben.
- In der Prognose sind eine signifikante Verschlechterung der geopolitischen Situation sowie die derzeit angespannte Liefersituation bestimmter Materialien (z. B. Fiberglasmatten) nicht enthalten. Ebenfalls nicht enthalten sind mögliche Auswirkungen laufender Verhandlungen mit Kunden.
Kontakt Medien: Gerald Reischl, Vice President Corporate Communications – Tel: +43 3842 200 4252; Mobil: +43 664 8859 2452; [email protected]. AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Fabriksgasse 13, 8700 Leoben, Österreich. Weitere Informationen und Bildmaterial: https://ats.canto.de/v/press und www.ats.net.