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WKNÖ fordert Einführung eines „Gewerbediesels

Dieselpreis um über 40 Prozent gestiegen - Betriebe kämpfen mit massiven Kostensteigerungen

16. April 2026 um 07:21
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Die Wirtschaftskammer NÖ warnt vor Bedrohung für Unternehmen durch explodierende Treibstoffkosten und fordert rasche Entlastung.

Die explodierenden Dieselpreise bringen niederösterreichische Unternehmen in massive Bedrängnis. Seit Jahresbeginn ist der Dieselpreis um 41,35 Prozent gestiegen - eine Entwicklung, die Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, als "echte Bedrohung für den Betrieb" bezeichnet. Als Lösung fordert er die rasche Einführung eines "Gewerbediesels".

Vielfältige Kostenbelastungen

Neben dem gestiegenen Dieselpreis belasten zahlreiche Zusatzkosten die heimische Wirtschaft. Der CO2-Preis schlägt mit 13,8 Cent pro Liter zu Buche, während die Mineralölsteuer mit 39,7 Cent pro Liter deutlich über dem EU-Mittel von 33 Cent liegt. Zusätzlich sind die Mautkosten seit Anfang Jänner um etwa 7,7 Prozent auf 0,5724 Cent pro Kilometer für 4-Achs-Fahrzeuge der Kategorie EURO VI gestiegen.

"Unsere Betriebe halten das Land am Laufen. Um das weiter zu schaffen, brauchen sie jetzt dringend eine Entlastung beim Spritpreis, sonst wird unser Standort und damit auch Arbeitsplätze weiter gefährdet", warnt Ecker.

Kritik an Spritpreisbremse

Die seit April geltende Spritpreisbremse sieht der WKNÖ-Präsident kritisch. Er bezeichnet sie als "klaren Tabubruch" und warnt vor den Folgen staatlicher Markteingriffe: "Mit den Eingriffen in die Preisgestaltung werden nun genau jene Unternehmen zusätzlich unter Druck gesetzt, die zur Versorgungssicherheit beitragen. Der Staat darf nicht damit beginnen, in den freien Markt einzugreifen."

Konkrete Lösungsvorschläge

Statt Markteingriffen schlägt Ecker alternative Entlastungsmaßnahmen vor: Die höheren Steuereinnahmen sollten 1:1 zurückgegeben werden. Zudem fordert er eine befristete Aussetzung der CO2-Bepreisung und eine Senkung der Mineralölsteuer auf das EU-Mittel.

"Das könnte in Form einer pauschalen Rückvergütung erfolgen, was Unternehmen nach dem aktuellen Preisanstieg eine Ersparnis von 205 Euro pro 1.000 Liter getanktem Diesel bringen würde", rechnet Ecker vor.

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