Preisschere zwischen fossilem Öl und Holzpellets so groß wie nie
Heizöl-Preise explodierten im April um 53 Prozent, während Pelletpreise sanken. ProPellets fordert weitere Förderungen für Heizungstausch.
Der Preisunterschied zwischen fossilem Heizöl und nachhaltigen Holzpellets hat in Österreich einen Rekordwert erreicht. Während die Ölpreise im April um 53 Prozent explodierten, sanken die Pelletpreise im gleichen Zeitraum um 3,7 Prozent. Für einen durchschnittlichen Haushalt ergibt sich daraus ein Einsparpotenzial von rund 2.727 Euro pro Jahr beim Umstieg auf eine Pelletheizung.
"Fossiles Heizen war in Österreich noch nie so teuer und führt gleichzeitig zu einem massiven Abfluss von Wertschöpfung ins Ausland – häufig in Länder, die geopolitisch instabil sind oder Kriege führen", erklärt Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria. "Wer an der Ölheizung festhält, verbrennt sprichwörtlich sein Haushaltseinkommen."
Die Branchenvertreterin sieht im Heizungstausch mehr als nur eine Kostenfrage: "Der Ausstieg daraus ist weit mehr als eine Frage der Kosten: Er bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, die eigene Energieversorgung abzusichern und einen Beitrag zu mehr Unabhängigkeit und Stabilität zu leisten."
"Heizen mit Öl ist ein Luxus, den wir uns eigentlich nicht mehr länger leisten dürfen", betont Stiksl. "Es gefährdet nicht nur das Klima, sondern trägt Milliarden ins Ausland und schwächt damit den Wirtschaftsstandort."
ProPellets Austria fordert eine klare politische Zusage für die Fortführung der Förderungen für den Heizungstausch auch im anstehenden Doppelbudget. "Wir haben in Österreich noch immer mehr als 400.000 Ölheizungen in Betrieb", so Stiksl. "Wir müssen den Weg der Wärmewende fortsetzen und dafür braucht es planbare Rahmenbedingungen."