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OTS-MeldungWissenschaft

Wissenschaftsbotschafter:innen kommen jetzt auch in Bibliotheken

Initiative wird auf österreichische Bibliotheken ausgeweitet

15. April 2026 um 11:11
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Forschende bringen ihre Wissenschaft direkt zu den Menschen – erstmals auch in Bibliotheken in ganz Österreich.

Die erfolgreiche Initiative "Wissenschaftsbotschafter:innen" wird um einen wichtigen Baustein erweitert: Erstmals besuchen Forschende auch Bibliotheken in ganz Österreich, um Wissenschaft für Menschen aller Altersgruppen und gesellschaftlicher Hintergründe unmittelbar erlebbar zu machen.

Kick-Off in Wien

Den Startschuss für die Erweiterung gab ein Besuch in der Zweigstelle "Neues Landgut" der Büchereien der Stadt Wien im 10. Bezirk. Dabei waren Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, Wiener Gemeinderat Stefan Gara und OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice anwesend.

"Wissenschaft muss für alle Menschen zugänglich sein – nicht nur an Hochschulen, sondern mitten im Alltag", betonte Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner. "Öffentliche Bibliotheken sind Orte des Wissens, der Begegnung und des offenen Zugangs für alle. Wenn Forschung dorthin kommt, wo Menschen lernen, lesen und diskutieren, stärkt das unsere wehrhafte Demokratie."

Große Nachfrage aus Schulen

OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice verwies auf den bisherigen Erfolg der Initiative: "Die große Nachfrage aus Schulen zeigt, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Forschenden und der Gesellschaft ist. Mit den Bibliotheken erschließen wir nun einen weiteren niederschwelligen Ort, um Wissenschaft für noch mehr Menschen zugänglich zu machen."

Die hohe Nachfrage unterstreicht diesen Erfolg: Seit Jahresbeginn 2026 sind bereits über 215 Anfragen aus Schulen beim OeAD eingegangen. Aktuell stehen mehr als 640 Forschende als Wissenschaftsbotschafter:innen zur Verfügung, viele von ihnen künftig auch für Besuche in Bibliotheken.

Bibliotheken als ideale Wissenschaftsorte

"Bibliotheken bringen Menschen und Wissen zusammen. Für uns Forschende sind sie ein idealer Ort, um mit Interessierten über unsere Arbeit ins Gespräch zu kommen und Neugier auf Wissenschaft zu wecken", erklärte Barbara Heinisch von Eurac Research/Institut für Angewandte Sprachforschung bei ihrem ersten Forschungsbesuch in einer Bibliothek.

Bernhard Pöckl, Leiter der Büchereien der Stadt Wien, zeigte sich erfreut über die Kooperation: "Einfacher Zugang zu Wissen und Unterhaltung ist unser zentrales Anliegen. In Zeiten, in denen Fakten und wissenschaftliches Grundwissen in Frage gestellt wird, arbeiten wir gerne bei dieser Initiative mit."

Fakten zur Initiative

  • 380 Schulbesuche wurden im Jahr 2025 durchgeführt
  • Im Herbst 2025 wurde die Initiative auf Kindergärten und Horte ausgeweitet, derzeit stehen dafür 75 Forschende zur Verfügung
  • Das neue Angebot richtet sich an alle Bibliotheken in Österreich
  • Die Themen reichen von Archäologie bis Zoologie
  • Besuche sind vor Ort und für Schulen auch virtuell möglich
  • Die Teilnahme ist kostenlos, gegebenenfalls können Reisekosten anfallen

Die Initiative wird vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung finanziert. Der OeAD stellt unterstützende Materialien zur Verfügung und bietet Weiterbildungen für Forschende und Bibliothekar:innen an. Anfragen sind jederzeit über die OeAD-Website möglich.

Schlagworte

#Wissenschaftsbotschafter#Bibliotheken#OeAD#Wissenschaftsvermittlung#Bildung

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