FW-Langthaler warnt vor neuen Bürokratielasten für österreichische Betriebe
Die Freiheitliche Wirtschaft sieht in der neuen EU-Lohntransparenz-Richtlinie eine weitere Belastung für kleine und mittlere Unternehmen.
Die Freiheitliche Wirtschaft übt scharfe Kritik an der neuen EU-Lohntransparenz-Richtlinie. FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler warnt vor zusätzlichen Belastungen für österreichische Betriebe durch das neue Regelwerk aus Brüssel.
Nach Ansicht der Freiheitlichen Wirtschaft bedeutet die als Fortschritt beworbene Richtlinie vor allem mehr Bürokratie, Unsicherheit und neue Belastungen für Unternehmen. Besonders kleine und mittlere Betriebe würden durch das Regelwerk, das tief in betriebliche Abläufe eingreife, massiv unter Druck gesetzt.
Das neue System erzeuge zusätzlichen Dokumentationsaufwand, schaffe neue Haftungsrisiken und stelle unternehmerische Entscheidungen unter Generalverdacht. Statt Leistung und fairen Wettbewerb zu stärken, setze die EU auf Kontrolle und Regulierung.
Besonders problematisch sieht die Freiheitliche Wirtschaft, dass die nationale Umsetzung in Österreich offenbar noch über die EU-Vorgaben hinausgehen soll. Hohe Strafdrohungen bis zu 50.000 Euro, zusätzliche Verfahrenskosten und ausgeweitete Klagemöglichkeiten würden den Druck auf die Betriebe weiter verschärfen und neue Rechtsunsicherheit schaffen.
"Diese Richtlinie ist der nächste Angriff auf Leistung, Freiheit und Hausverstand in der Wirtschaft", kritisiert Langthaler. Statt Betriebe zu entlasten, würden sie mit neuen Pflichten, Risiken und noch mehr Bürokratie belastet. Eine solche Politik schwäche den Standort und treibe Unternehmer in die Defensive.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordert stattdessen weniger Bürokratie, mehr Rechtssicherheit und stärkere unternehmerische Spielräume für Europa und Österreich. Wer immer neue Vorschriften erlasse, schwäche den Standort und bremse Investitionen.