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Demokratieschule Wien: Neuer Schulhof als Vorzeigeprojekt

Partizipative Neugestaltung an der Medienmittelschule am Loquaiplatz feiert Premiere

14. April 2026 um 12:41
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Die Demokratieschule Wien zeigt am 17. April 2026 ihren neu gestalteten Schulhof - ein Musterbeispiel für gelebte Demokratie im Schulalltag.

Am 17. April 2026 lädt die Stadt Wien zur feierlichen Eröffnung eines besonderen Projekts: An der Medienmittelschule am Loquaiplatz im 6. Bezirk wird der partizipativ neu gestaltete Schulhof der Öffentlichkeit präsentiert. Das Projekt markiert einen wichtigen Meilenstein des Programms "Demokratieschule Wien", das darauf abzielt, demokratische Teilhabe im Schulalltag zu verankern.

Ein Jahr Demokratieschule Wien - Bilanz und Ausblick

Das erste Jahr der Demokratieschule Wien neigt sich dem Ende zu, und die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz. Das von der MA 13 - Bildung und Jugend geförderte und vom Verein Wiener Jugendzentren umgesetzte Programm hat sich zum Ziel gesetzt, Demokratie im Schulalltag für alle Beteiligten der Schulgemeinschaft erlebbar zu machen.

"Durch unterschiedliche Beteiligungsprojekte an den Schulen werden Kompetenzen wie Diskussionskultur, Kompromissfähigkeit, kritisches Denken und Mitbestimmung gefördert. So können wir unsere Demokratie für die Zukunft stärken", erklärt das Projektteam die Grundphilosophie des Programms.

Partizipative Schulhofgestaltung als Leuchtturmprojekt

Der neu gestaltete Schulhof an der Medienmittelschule am Loquaiplatz dient als Paradebeispiel für die praktische Umsetzung demokratischer Prinzipien im Schulbereich. Die Neugestaltung erfolgte unter aktiver Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, die ihre Ideen und Wünsche in den Planungsprozess einbringen konnten.

Das ambitionierte Ziel der Neugestaltung war es, einen gendergerechten, demokratischen, nachhaltigen und multifunktionalen Raum zu schaffen. Dieser soll Begegnung fördern, Verantwortungsbewusstsein stärken und einen respektvollen Umgang miteinander unterstützen.

Nachhaltige und inklusive Raumkonzepte

Bei der Gestaltung des neuen Schulhofs standen verschiedene innovative Ansätze im Vordergrund. Die Planungsverantwortlichen legten besonderen Wert auf Gendergerechtigkeit, um sicherzustellen, dass der Raum für alle Geschlechter gleichermaßen attraktiv und nutzbar ist. Nachhaltigkeit spielte ebenfalls eine zentrale Rolle bei der Material- und Konzeptauswahl.

Die multifunktionale Ausrichtung ermöglicht es, den Schulhof für verschiedene Aktivitäten zu nutzen - von Unterricht im Freien bis hin zu sozialen Aktivitäten und sportlichen Betätigungen. Damit wird der Außenbereich zu einem echten Lern- und Lebensraum für die gesamte Schulgemeinschaft.

Hochkarätige Unterstützung aus Politik und Bildung

Die Bedeutung des Projekts unterstreicht auch die Anwesenheit prominenter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bildung und Schulverwaltung beim Medientermin am 17. April. Mit Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling, Bildungsdirektorin Elisabeth Fuchs und Bezirksvorsteherin Julia Lessacher werden wichtige Entscheidungsträgerinnen der Wiener Bildungslandschaft vor Ort sein.

Auch aus der Schulpraxis werden wichtige Stimmen zu hören sein: Direktor Reinhard Bauer von der Medienmittelschule am Loquaiplatz sowie Projektleiterin Anja Gerhartl von der Demokratieschule Wien werden über ihre Erfahrungen berichten. Besonders wertvoll werden die Beiträge der Schülerinnen und Schüler sein, die aktiv an den Workshops zur Schulhofgestaltung teilgenommen haben.

Demokratiebildung als Zukunftsaufgabe

Das Programm Demokratieschule Wien steht exemplarisch für einen modernen Ansatz in der Bildungspolitik, der junge Menschen nicht nur als Empfänger von Bildungsinhalten sieht, sondern als aktive Mitgestalterinnen und Mitgestalter ihres Lernumfelds. Diese Form der Partizipation vermittelt wichtige demokratische Kompetenzen, die über die Schulzeit hinaus von großer Bedeutung sind.

Praktische Demokratieerfahrung im Schulalltag

In einer Zeit, in der demokratische Werte und Institutionen verstärkt unter Druck stehen, gewinnt die frühe Vermittlung demokratischer Kompetenzen an Bedeutung. Das Wiener Modell zeigt, wie Demokratie nicht nur theoretisch vermittelt, sondern praktisch erlebt werden kann. Durch die direkte Beteiligung an Entscheidungsprozessen lernen Schülerinnen und Schüler, wie wichtig ihre Stimme ist und wie sie konstruktiv zur Gestaltung ihres Umfelds beitragen können.

Die Förderung von Diskussionskultur, Kompromissfähigkeit und kritischem Denken sind dabei nicht nur für das Schulleben relevant, sondern bereiten junge Menschen auf ihre Rolle als mündige Bürgerinnen und Bürger vor. Diese Fähigkeiten sind essentiell für das Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft.

Vorbild für andere Schulen

Der partizipativ gestaltete Schulhof an der Medienmittelschule am Loquaiplatz könnte zum Vorbild für andere Bildungseinrichtungen werden. Das Projekt zeigt, dass demokratische Teilhabe und qualitätsvolle Raumgestaltung sich nicht ausschließen, sondern gegenseitig bereichern können.

Die systematische Einbindung aller Beteiligten der Schulgemeinschaft in Planungs- und Gestaltungsprozesse schafft nicht nur bessere Ergebnisse, sondern auch eine stärkere Identifikation mit dem gemeinsam geschaffenen Raum. Dies führt zu mehr Verantwortungsbewusstsein und einem pfleglicheren Umgang mit der Infrastruktur.

Übertragbare Konzepte und Methoden

Die bei der Schulhofgestaltung angewandten partizipativen Methoden lassen sich auf andere Bereiche des Schullebens übertragen. Von der Gestaltung von Klassenräumen über die Entwicklung von Schulregeln bis hin zur Planung von Veranstaltungen - überall können demokratische Entscheidungsprozesse implementiert werden.

Das Programm Demokratieschule Wien liefert damit wichtige Impulse für eine zeitgemäße Schulentwicklung, die junge Menschen ernst nimmt und ihre Beteiligung systematisch fördert. Die Erfahrungen aus dem ersten Projektjahr werden wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung und mögliche Ausweitung des Programms liefern.

Ausblick und Weiterentwicklung

Mit der feierlichen Eröffnung des neu gestalteten Schulhofs endet zwar das erste Jahr der Demokratieschule Wien, doch das Projekt selbst steht erst am Anfang. Die gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse werden in die weitere Entwicklung des Programms einfließen und könnten zur Ausweitung auf andere Schulstandorte führen.

Die Stadt Wien unterstreicht mit diesem Engagement ihre Vorreiterrolle in der innovativen Bildungspolitik und setzt ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung demokratischer Bildung. In einer Zeit gesellschaftlicher Herausforderungen wird die Stärkung demokratischer Kompetenzen bei jungen Menschen zu einer immer wichtigeren Aufgabe.

Der Medientermin am 17. April 2026 um 10:00 Uhr an der Medienmittelschule am Loquaiplatz (Loquaiplatz 4, 1060 Wien) bietet interessierten Medienvertreterinnen und -vertretern die Gelegenheit, sich ein eigenes Bild von diesem innovativen Ansatz der Demokratiebildung zu machen und mit den Verantwortlichen sowie den beteiligten Schülerinnen und Schülern zu sprechen.

Schlagworte

#Demokratieschule#Bildung#Wien#Schulhof#Partizipation

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