Umweltorganisation fordert alternatives Investitionspaket für Klimaschutz
Spektakuläre Fotoaktion vor Verkehrsministerium: GLOBAL 2000 kritisiert geplante Milliardeninvestition in Lobau-Autobahn als "Milliardengrab".
Mit einer spektakulären Fotoaktion vor dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie hat die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 gegen die geplante Lobau-Autobahn protestiert. Die Organisation kritisiert die vorgesehene Investition von mindestens 2,7 Milliarden Euro in das Straßenbauprojekt und fordert stattdessen alternative Investitionen in den Klimaschutz.
"Solche Summen dürfen nicht unter der Lobau einbetoniert werden", betont Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin von GLOBAL 2000. "In Zeiten von Budget- und Energiekrise müssen wir dieses Geld investieren, um uns langfristig aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu lösen."
Eine im Frühjahr 2025 veröffentlichte strategische Prüfung kommt zu dem Ergebnis, dass die Lobau-Autobahn die schlechteste der untersuchten Varianten ist. Die Empfehlung der Expertinnen und Experten lautet, auf den Straßenbau zu verzichten und stattdessen den öffentlichen Verkehr auszubauen.
In der Pressemitteilung werden Maßnahmen genannt, die mit dem gleichen Budget wie für die Lobau-Autobahn bis 2030 umgesetzt werden könnten:
Fotos der Aktion vor dem Verkehrsministerium stehen zum Download zur Verfügung. GLOBAL 2000 verweist zudem auf eine E-Mail-Protestaktion und nennt eine Kundgebung am 18. April, 15 Uhr.
GLOBAL 2000 fordert: "Die Bundesregierung muss jetzt einlenken, die Lobau-Autobahn endgültig absagen, und Gelder sinnvoll investieren", so Hannah Keller abschließend.