Umweltorganisation fordert Stopp der Bauvorbereitungen
Die Umweltorganisation GLOBAL 2000 mobilisiert gegen die geplante Lobau-Autobahn und startet eine E-Mail-Kampagne an Verkehrsminister Hanke.
Die Umweltorganisation GLOBAL 2000 hat eine E-Mail-Kampagne gestartet. Ziel ist es, Verkehrsminister Hanke zum Stopp der Vorarbeiten für die Lobau-Autobahn zu bewegen. Vor dem Verkehrsministerium fand eine Protestaktion statt, an der mehrere hundert Menschen teilnahmen.
"Die Lobau-Autobahn wäre nicht nur wahnsinnig teuer, sondern auch ein absoluter Klimakiller", kritisiert Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin von GLOBAL 2000. In Zeiten von Klima- und Budgetkrise könnten sich derartige milliardenschwere Projekte nicht geleistet werden. Die Menschen im Norden Wiens bräuchten schnelle und klimafreundliche Lösungen, nicht 15 Jahre andauernde Großbaustellen.
Das Bündnis aus Klima- und Umweltorganisationen sieht in dem Autobahnprojekt einen Widerspruch zu den angestrebten Klimazielen. Im OTS-Text heißt es, dass das Gesamtprojekt mit Tunnel frühestens 2040 fertiggestellt wäre.
Allein für die Schnellstraße S1 rechnet die Asfinag mit einer sechsjährigen Bauzeit. Das Gesamtprojekt inklusive Tunnelbauten könnte sich bis ins Jahr 2040 hinziehen.
"Klimafreundliche und zukunftsfähige Verkehrspolitik sieht anders aus", betont Keller. Sie verweist darauf, dass Alternativen zur Lobau-Autobahn vorliegen, die kostengünstiger und umweltschonender sein könnten.
Statt auf den Autobahnbau zu setzen, fordert GLOBAL 2000 den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie Investitionen in Rad- und Fußinfrastruktur. Diese Maßnahmen würden nach Auffassung der Organisation schneller umgesetzt werden können und deutlich günstiger sein.
"Alternativen zur Lobau-Autobahn liegen längst am Tisch", so Keller. Für eine bessere Verkehrsanbindung müsse die Regierung den öffentlichen Verkehr ausbauen und in nachhaltige Mobilitätslösungen investieren.
Mit der gestarteten E-Mail-Kampagne können sich Bürgerinnen und Bürger direkt an politische Entscheidungsträger wenden. Adressaten der Protestmails sind laut OTS Verkehrsminister Hanke, Bürgermeister Ludwig und Stadträtin Sima.
"Mit dem E-Mail-Protest haben alle die Möglichkeit, sich direkt an die Verantwortlichen zu wenden", fordert Keller. Da derzeit Vorbereitungen für die Bauarbeiten laufen, fordert GLOBAL 2000, die Vorarbeiten einzustellen und das Projekt abzusagen.
Neben ökologischen Bedenken stehen in der OTS auch die hohen Kosten des Projekts im Fokus der Kritik. Die Organisationen argumentieren, dass Geld in zukunftsfähige Mobilitätslösungen investiert werden sollte.