Salzburger Automobilhändler steigert Umsatz um 42,1 Prozent und wird wieder umsatzstärkstes Unternehmen Österreichs
Die Porsche Holding Salzburg verzeichnet 2025 das beste Geschäftsjahr ihrer Geschichte mit einem Umsatzsprung auf über 40 Milliarden Euro.
Die Porsche Holding Salzburg (PHS) hat 2025 einen beeindruckenden Meilenstein erreicht: Mit einem Umsatz von 40,7 Milliarden Euro durchbrach das Salzburger Automobilhandelsunternehmen erstmals die 40-Milliarden-Grenze und steigerte den Erlös um 42,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (28,7 Milliarden Euro). Damit übernimmt die PHS nach 2020 erneut die Position als umsatzstärkstes Unternehmen Österreichs.
Der außergewöhnliche Erfolg ist maßgeblich auf die Übernahme der Großhandelsverantwortung für Volkswagen Konzernmarken in Italien und Schweden zurückzuführen. Diese strategische Expansion ermöglichte es dem in 29 Ländern und auf drei Kontinenten tätigen Unternehmen, in neue Umsatzdimensionen vorzustoßen. "Über 24 Prozent unseres Gesamtumsatzes im vergangenen Jahr kommt aus den beiden neuen Großhandelsmärkten Italien und Schweden", erklärt Dr. Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung.
Die Expansion zeigt beeindruckende Zahlen: Im Großhandel verdoppelte sich der Umsatz von 11,3 auf 24,6 Milliarden Euro – ein Plus von 117,5 Prozent. Italien wurde dabei zum umsatzstärksten Großhandelsmarkt mit einem Anteil von 31,7 Prozent, gefolgt von Österreich (19,9 Prozent) und Schweden (15,1 Prozent).
Auch bei den Auslieferungszahlen verzeichnete die Porsche Holding bemerkenswerte Erfolge. Der Neuwagenabsatz im Groß- und Einzelhandel stieg auf 912.034 Fahrzeuge – ein Zuwachs von 65,6 Prozent. Zusätzlich wurden 219.233 Gebrauchtwagen verkauft, was einem leichten Rückgang von 1,2 Prozent entspricht. Insgesamt lieferte das Unternehmen somit über 1,1 Millionen Fahrzeuge aus.
Im Großhandel allein kletterte der Neuwagenabsatz von 331.828 auf 737.725 Fahrzeuge – ein spektakulärer Anstieg von 122,3 Prozent. Italien führt auch hier das Ranking an mit einem Anteil von 36 Prozent, gefolgt von Österreich (17,1 Prozent) und Schweden (12,6 Prozent).
Besonders bemerkenswert ist die Leistung der PHS vor dem Hintergrund schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. "Wir haben mit einer herausragenden Vertriebsleistung wieder Substanz und Stärke bewiesen", betont Schützinger. "Dabei kommt uns zugute, dass wir die gesamte Wertschöpfungskette des Automobilhandels bedienen. So können wir noch flexibler auf die regionalen Marktschwankungen reagieren und diese innerhalb der PHS-Welt so gut wie möglich kompensieren."
Diese Flexibilität zeigt sich besonders im Einzelhandel, wo trotz Rückgängen in China das Umsatzniveau gehalten werden konnte. Mit 20 Milliarden Euro lag der Einzelhandelsumsatz leicht über dem Vorjahr (+0,1 Prozent). Deutschland blieb mit 4,8 Milliarden Euro (+1,6 Prozent) der umsatzstärkste Einzelhandelsmarkt, während China zum dritten Mal in Folge Rückgänge verzeichnete (-22,7 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro).
Die Erfolgsgeschichte der Porsche Holding erstreckt sich über einen längeren Zeitraum. Seit Beginn der Pandemie 2020 hat das Unternehmen (ohne die neuen Märkte Italien und Schweden) den Umsatz von 21,5 auf 30,8 Milliarden Euro gesteigert – ein Plus von mehr als 43 Prozent. Mit den beiden neuen Märkten konnte der Umsatz sogar fast verdoppelt werden (+89,3 Prozent).
Auch die Konzernbereiche zeigten beeindruckende Ergebnisse. Die Porsche Bank Gruppe erreichte mit über 1,7 Millionen Verträgen im Bestand (+15 Prozent) ein neues Rekordergebnis und baute ihre führende Position weiter aus. Der Mobilitätsdienstleister, der in 15 Ländern tätig ist, erreichte mit rund 1.500 Mitarbeitenden eine Bilanzsumme von 11 Milliarden Euro. In Österreich wurden beeindruckende 56,1 Prozent aller ausgelieferten Volkswagen Konzernfahrzeuge über die Porsche Bank finanziert.
Die Porsche Informatik treibt als Softwareentwickler die digitale Transformation voran. Über 900 Beschäftigte entwickeln an acht Standorten in fünf Ländern maßgeschneiderte Lösungen für den Automobilhandel. Rund 150 Anwendungen sind täglich bei Millionen Nutzern in 30 Ländern im Einsatz, wobei bereits über 30 Prozent der Leistungen für den Volkswagen Konzern erbracht werden.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet die Unternehmensführung mit anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen. "Die gesamtwirtschaftlichen Bedingungen werden weltweit herausfordernd und die Automärkte im Krisenmodus bleiben", warnt Schützinger. Geopolitische Spannungen, Handelsunsicherheiten und die Transformation zur E-Mobilität stellen das Unternehmen vor weitere Herausforderungen.
Dennoch blickt die PHS optimistisch nach vorne. Mit dem Start der Electric Urban Car Family setzen die Volkswagen Konzernmarken VW Pkw, CUPRA und Škoda wichtige Impulse für nachhaltige und leistbare E-Mobilität. "Wir sind gut in die ersten Monate des Jahres 2026 gestartet und können auf einem hohen Auftragsbestand aufbauen", so Schützinger.
Für Schützinger steht nicht allein die Umsatzgröße im Vordergrund: "Viel wichtiger sind für uns Kundenzufriedenheit, Profitabilität, Effizienz und Resilienz, um unseren weltweit knapp 37.000 Mitarbeitenden gerade in volatilen Zeiten ein sicherer und zuverlässiger sowie zukunftsorientierter Arbeitgeber zu sein."
Das Ziel für 2026 ist klar definiert: profitables Wachstum in Europa in allen Geschäftsbereichen vorantreiben, während in China sowie in Asien und Südamerika der Kurs der Stabilisierung des Kerngeschäfts fortgesetzt wird. "Wir haben in den letzten Jahren an unserer Robustheit und Resilienz gearbeitet, darauf können wir jetzt aufbauen", betont der Geschäftsführer.
Mit diesen Rekordergebnissen unterstreicht die Porsche Holding Salzburg ihre Position als einer der weltweit führenden Automobilhändler und beweist gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit ihres diversifizierten Geschäftsmodells in einem herausfordernden Marktumfeld.