Drei Tage zeitgenössische Kunst vom 24. bis 26. April 2026
25 Grazer Galerien und Museen öffnen ihre Türen für ein vielfältiges Programm mit Ausstellungen, Führungen und Künstlergesprächen.
Die Kulturstadt Graz bereitet sich auf ein besonderes Kunstwochenende vor: Vom 24. bis 26. April 2026 finden wieder die traditionellen Grazer Galerientage statt, die bereits zum Fixpunkt im Kulturkalender der steirischen Landeshauptstadt geworden sind. Organisiert von der ARGE aktuelle kunst in graz, öffnen 25 renommierte Galerien, Museen und Kunstinstitutionen ihre Türen für ein vielfältiges Programm, das zeitgenössische bildende Kunst einem breiten Publikum zugänglich macht.
Das Konzept der Galerientage zeichnet sich durch seine Barrierefreiheit und den direkten, persönlichen Zugang zur Kunst aus. Die teilnehmenden Institutionen spiegeln dabei den beeindruckenden Facettenreichtum der Grazer Kunstszene wider und bieten unterschiedlichste Formate, um aktuelle künstlerische Positionen erlebbar zu machen. Von traditionellen Galerienrundgängen bis hin zu innovativen Vermittlungsformaten reicht das Spektrum der angebotenen Veranstaltungen.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem direkten Austausch zwischen Publikum, Künstlerinnen und Künstlern, Kuratorinnen und Kuratoren sowie anderen Kunstinteressierten. Diese persönlichen Begegnungen ermöglichen es den Besucherinnen und Besuchern, tiefere Einblicke in die zeitgenössische Kunstproduktion zu gewinnen und neue Perspektiven auf aktuelle gesellschaftliche und kulturelle Fragestellungen zu entwickeln.
Das Programm der Galerientage 2026 wartet mit zahlreichen besonderen Veranstaltungen auf. Im renommierten Grazer Kunstverein, im esc medien kunst labor sowie in der Werkstadt Graz werden neue Ausstellungen eröffnet, die das zeitgenössische Kunstschaffen in unterschiedlichen Medien und Ansätzen präsentieren.
Im Kunsthaus Graz, einem der architektonischen Wahrzeichen der Stadt, findet eine spezielle Film-Matinee statt, die von Geschäftsführerin Andreja Hribernik moderiert wird. Diese Veranstaltung verbindet bildende Kunst mit filmischen Ausdrucksformen und erweitert damit das klassische Galerienkonzept um multimediale Elemente.
Besonders interessant verspricht die Veranstaltung im < rotor > zu werden, wo die Kuratoren Judit Angel, Eliška Mazalanová, Margarethe Makovec und Anton Lederer vertiefende Einblicke in die Ausstellung "IM RAD DER EMOTIONEN" geben werden. Diese Kuratorenführung ermöglicht es dem Publikum, die konzeptionellen Hintergründe und kuratorischen Entscheidungen der Ausstellung zu verstehen.
Ein weiterer Höhepunkt des Programms ist das Künstlerinnengespräch in der Akademie Graz mit Claudia Larcher und Astrid Kury. Diese beiden etablierten Künstlerinnen werden über ihre aktuellen Arbeiten sprechen und Einblicke in ihre künstlerischen Prozesse gewähren. Solche direkten Begegnungen mit Kunstschaffenden sind ein zentraler Bestandteil der Galerientage und ermöglichen authentische Einblicke in die zeitgenössische Kunstproduktion.
Um das umfangreiche Angebot optimal zu erschließen, werden auch 2026 wieder geführte Rundgänge durch Kunstexpertinnen angeboten. Diese Touren werden von hochkarätigen Fachleuten begleitet, die über fundierte Kenntnisse der österreichischen und internationalen Kunstszene verfügen.
Sabine Flach, Professorin für Moderne und Gegenwartskunst an der renommierten Karl-Franzens-Universität Graz, wird eine der Führungen übernehmen und dabei ihre wissenschaftliche Expertise in die Kunstvermittlung einbringen. Die Kunsthistorikerin Katrin Nahidi ergänzt das Team der Expertinnen mit ihrer spezialisierten Fachkenntnis.
Eine besondere Perspektive bietet Claudia Slanar, Co-Leiterin der Diagonale – Festival des österreichischen Films. Ihre Führung wird voraussichtlich Verbindungen zwischen bildender Kunst und filmischen Ausdrucksformen aufzeigen und damit interdisziplinäre Ansätze in der zeitgenössischen Kunst beleuchten.
Ein besonderes Anliegen der Grazer Galerientage ist die Barrierefreiheit. Auch 2026 wird wieder ein Rundgang in Gebärdensprache angeboten, der von Kunstvermittlerin Jasmin Edegger und Sarah Zach, der Leiterin des Gehörlosenverbands Steiermark, durchgeführt wird. Diese Initiative unterstreicht das Bemühen der Veranstaltung, Kunst wirklich allen Bevölkerungsgruppen zugänglich zu machen.
Die offizielle Eröffnung der Galerientage 2026 findet am 24. April um 18:00 Uhr in der HALLE FÜR KUNST Steiermark statt. Diese Institution hat sich als wichtiger Ort für zeitgenössische Kunst in Graz etabliert und bietet den passenden Rahmen für den feierlichen Auftakt des Kunstwochenendes.
Im Anschluss an die Eröffnungszeremonie sind die Gäste zu einem besonderen Filmscreening eingeladen: Die Berlin Trilogie der avantgardistischen Filmemacherin Ulrike Ottinger wird gezeigt. Ottinger gilt als eine der bedeutendsten deutschen Filmemacherinnen und ihre Werke verbinden experimentelle Filmsprache mit gesellschaftskritischen Inhalten.
Der Eröffnungsabend setzt sich im historischen Palais Trauttmansdorff mit weiteren Ausstellungseröffnungen fort. Den krönenden Abschluss bildet ein Get-together mit DJ-Set im esc medien kunst labor, das für seine innovativen Ansätze im Bereich Medienkunst bekannt ist. Diese Verbindung von traditioneller Galerienkultur mit zeitgenössischen Musikformaten spiegelt den progressiven Charakter der Grazer Kunstszene wider.
Die Grazer Galerientage haben sich über die Jahre zu einem wichtigen kulturellen Ereignis entwickelt, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung findet. Sie demonstrieren eindrucksvoll die Vielfalt und Qualität der zeitgenössischen Kunstszene in Graz und tragen zur Positionierung der Stadt als bedeutender Kulturstandort bei.
Die Veranstaltung erfüllt dabei eine wichtige Funktion als Bindeglied zwischen der professionellen Kunstszene und der interessierten Öffentlichkeit. Durch die niedrigschwelligen Angebote und die persönlichen Begegnungsmöglichkeiten werden auch Menschen erreicht, die normalerweise weniger Berührungspunkte mit zeitgenössischer Kunst haben.
Darüber hinaus leisten die Galerientage einen wichtigen Beitrag zum Kulturtourismus in der Region. Besucherinnen und Besucher aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland nutzen das Wochenende für einen konzentrierten Überblick über die aktuelle Kunstproduktion in Graz. Dies stärkt nicht nur die lokale Kulturwirtschaft, sondern trägt auch zur überregionalen Vernetzung der Kunstszene bei.
Die Grazer Galerientage 2026 versprechen somit wieder ein Wochenende voller künstlerischer Entdeckungen, persönlicher Begegnungen und kultureller Inspiration zu werden. Sie laden dazu ein, die lebendige Grazer Kunstszene in ihrer ganzen Vielfalt zu erkunden und neue Perspektiven auf zeitgenössische künstlerische Ausdrucksformen zu gewinnen.