TV-Magazin "Land und Leute" präsentiert steirische Weinkultur und weitere Themen
Das ORF-Magazin "Land und Leute" besucht am 18. April steirische Vinotheken und zeigt deren Rolle als regionale Botschafter.
Die Steiermark ist mit über 2100 Weinbaubetrieben und mehr als 800 Vinotheken eine der dichtesten Weinregionen Österreichs. Diese Vinotheken fungieren nicht nur als Verkaufsstellen, sondern als wahre Schaufenster ihrer jeweiligen Weinregionen. Das ORF-Magazin "Land und Leute" widmet sich am Samstag, 18. April 2026, um 16.20 Uhr in ORF 2 dieser besonderen Rolle der steirischen Vinotheken.
Die Sendung besucht beispielhafte Gebietsvinotheken in Vogau und Klöch, die zeigen, wie sich das Konzept der Vinothek weit über den reinen Weinverkauf hinaus entwickelt hat. Moderne Vinotheken bieten ihren Besuchern heute ein ganzheitliches Erlebnis, das Weingenuss mit regionaler Kultur und Geschichte verbindet.
Besonders beeindruckend ist das Klöcher Weinbaumuseum, wo die jahrhundertealte Tradition des Weinbaus lebendig wird. Hier können Besucher die harte Arbeit der Winzer über Generationen hinweg nachvollziehen und verstehen, welche Mühen und Fertigkeiten nötig waren, um die heutige Qualität der steirischen Weine zu erreichen.
Die südsteirische Vinofaktur in Vogau zeigt einen anderen Ansatz: Hier verbindet sich der Weingenuss mit regionaler Kulinarik. Im hauseigenen Bistro können Besucher nicht nur erstklassige Weine verkosten, sondern auch regionale Spezialitäten entdecken, die perfekt mit den lokalen Weinen harmonieren.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sendung liegt auf der Berglandwirtschaft. In Gosau in Oberösterreich begleitet die Kamera Bergbauer Hannes Kressl und seine Tochter durch die arbeitsintensivste Zeit des Jahres – den Frühling. Die Familie betreibt nicht nur einen Bergbauernhof, sondern auch eine Almhütte am Dachstein.
Die Reportage macht deutlich, wie wichtig die Arbeit der Bergbauern für den modernen Tourismus ist. Ohne die kontinuierliche Bewirtschaftung und Pflege der Almflächen durch die Bergbauern wäre die charakteristische Kulturlandschaft, die Österreich so attraktiv für Touristen macht, nicht denkbar.
Ein besonders aktuelles Thema greift die Sendung mit dem Dünge- und Güllemanagement auf. Am Beispiel zweier Landwirte in Hainfeld und Traisen in Niederösterreich wird der stetig steigende bürokratische Aufwand in der Landwirtschaft thematisiert. Dokumentationspflichten und Aufzeichnungserfordernisse nehmen einen immer größeren Raum im Arbeitsalltag der Bauern ein.
Gleichzeitig zeigt die Sendung aber auch auf, warum diese scheinbar lästigen Vorschriften wichtig sind. Die genaue Dokumentation des Düngereinsatzes dient dem Umweltschutz und gibt der Gesellschaft die Sicherheit, dass Lebensmittel unter kontrollierten und nachhaltigen Bedingungen produziert werden.
Ein Beispiel für unternehmerischen Mut und Innovation in der Landwirtschaft liefert der 23-jährige Benjamin Tömel aus dem Lavanttal. Er betreibt die größte Wachtelzucht Kärntens und hat sich damit eine Nische in der österreichischen Landwirtschaft erobert.
Tömel vermarktet sowohl Fleisch als auch Eier verschiedener Wachtelrassen und gibt in der Sendung Rezepttipps für die Serie "Genial gekocht - nachhaltig versorgt". Seine Geschichte zeigt, wie junge Landwirte mit innovativen Ideen neue Wege in der Landwirtschaft beschreiten können.
Den Abschluss der Sendung bildet ein kulinarischer Ausflug ins Salzkammergut. Unter dem Motto "Salz in der Suppe" startet die Region in einen besonderen Genussfrühling. Über sechs Wochen hinweg öffnen Lokale und Genussmanufakturen ihre Türen für eine kulinarische Entdeckungsreise.
Im Mittelpunkt steht dabei das berühmteste Gut der Region: das Salz. Die jahrhundertealte Salzgewinnung hat nicht nur die Geschichte der Region geprägt, sondern auch eine einzigartige Kulinarik hervorgebracht, die Besucher während dieser besonderen Wochen entdecken können.
Die verschiedenen Themen der Sendung zeigen exemplarisch, wie eng Landwirtschaft, Kulinarik und Tourismus in Österreich miteinander verwoben sind. Die steirischen Vinotheken, die Bergbauernhöfe in Oberösterreich, innovative Betriebe wie die Wachtelzucht in Kärnten und die kulinarischen Traditionen des Salzkammerguts sind alle Teil des authentischen Österreich-Erlebnisses, das Touristen suchen.
Diese Authentizität ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil im internationalen Tourismus. Während andere Destinationen auf künstliche Attraktionen setzen, kann Österreich mit gelebten Traditionen und echter Regionalkultur punkten.
Gleichzeitig macht die Sendung auch die Herausforderungen deutlich, mit denen die österreichische Landwirtschaft konfrontiert ist. Der steigende bürokratische Aufwand, der Generationenwechsel in den Betrieben und die Notwendigkeit, traditionelle Methoden mit modernen Anforderungen zu verbinden, sind nur einige der Themen, die Landwirte beschäftigen.
Andererseits zeigen Beispiele wie die Vinotheken oder die innovative Wachtelzucht, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, traditionelle Landwirtschaft erfolgreich weiterzuentwickeln und neue Märkte zu erschließen.
Die Sendung "Land und Leute" vom 18. April bietet einen facettenreichen Einblick in die österreichische Landwirtschaft und ihre vielfältigen Verbindungen zu Tourismus und Kulinarik. Von den steirischen Vinotheken über die Bergbauern in Oberösterreich bis hin zu innovativen Jungunternehmern zeigt die Sendung, wie lebendig und vielfältig die österreichische Agrarlandschaft ist.
Die Redaktion unter Mag. Sabine Daxberger-Edenhofer hat ein Programm zusammengestellt, das sowohl die Tradition als auch die Zukunftsfähigkeit der österreichischen Landwirtschaft würdigt und gleichzeitig deren Bedeutung für Gesellschaft und Wirtschaft unterstreicht.