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Österreicher sammeln 2025 mehr denn je: Pokémon boomt

Online-Auktionen verzeichnen starkes Wachstum - Uhren bleiben Spitzenreiter

8. April 2026 um 11:21
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25% mehr Österreicher kauften 2025 erstmals bei Online-Auktionen. Pokémon-Karten wuchsen um 65%, während Luxusuhren weiterhin dominieren.

Online-Auktionen erleben Boom in Österreich

Trotz angespannter wirtschaftlicher Lage zeigen sich Österreicher 2025 sammelleidenschaftlicher denn je. Die Online-Auktionsplattform Catawiki verzeichnete einen bemerkenswerten Anstieg: 25 Prozent mehr Menschen tätigten ihren ersten Auktionskauf im Vergleich zum Vorjahr. Mit durchschnittlichen Ausgaben von über 1.500 Euro pro Person und Jahr zählt Österreich zu den Top-Märkten der Plattform.

Über 80.000 Objekte fanden 2025 in Österreich neue Besitzer – ein Plus von zehn Prozent zum Vorjahr. Besonders beeindruckend: Die Käuferbasis wuchs in den vergangenen drei Jahren um 70 Prozent, was das steigende Interesse an besonderen Sammlerstücken unterstreicht.

Luxusuhren dominieren die Ausgaben

Bei den Ausgaben führen traditionelle Luxusgüter weiterhin das Feld an. Uhren belegten 2025 den ersten Platz, gefolgt von Schmuck sowie moderner und zeitgenössischer Kunst. Die teuerste von einem österreichischen Verkäufer angebotene Uhr war eine Rolex Cosmograph Daytona, die für 19.500 Euro den Besitzer wechselte.

Im Schmuckbereich erreichte ein Diamant aus 18-karätigem Weißgold mit 24.150 Euro den Spitzenpreis. Eine Halskette des italienischen Labels Nanis erzielte über 5.581 Euro, während ein 18-karätiges Cartier-Armband für 5.253 Euro versteigert wurde.

Das Suchverhalten der Nutzer bestätigt diese Trends: Unter den zehn häufigsten Suchbenachrichtigungen im deutschsprachigen Raum finden sich Luxusmarken wie Rolex, Omega und Cartier.

Pokémon verzeichnet Rekordwachstum

Die größte Überraschung lieferte jedoch die Popkultur: Pokémon-Sammelkarten verzeichneten mit 65 Prozent das stärkste Wachstum aller Kategorien. Damit übertrafen sie traditionelle Sammelbereiche wie Briefmarken (+60 Prozent), Handtaschen (+57 Prozent) sowie Figuren und Skulpturen (+57 Prozent).

Das teuerste von einem österreichischen Bieter erworbene Pokémon-Set bestand aus zehn Karten mit der Bestnote "PSA 10" – dem höchsten Bewertungsstandard. Die seltenen Eevee-Entwicklungen in Illustrationsvarianten kosteten knapp unter 1.700 Euro. Ein Trio klassischer Base-Set-Boosterpacks mit Blastoise, Charizard und Venusaur wechselte für rund 1.400 Euro den Besitzer.

"Pokémon gehört im deutschsprachigen Raum zu den zehn meistabonnierten Suchbenachrichtigungen und bleibt damit ein zentraler Treiber im Sammelkartenmarkt", bestätigt die Entwicklung.

Vielfalt bei Sammlerstücken

Die Bandbreite der nachgefragten Objekte zeigt die Vielfalt österreichischer Sammlerinteressen. Ein historisches Blechspielzeug-Schiffsmodell mit Aufziehmechanismus aus den Jahren 1910-1919 erzielte 4.300 Euro. Weinsammler investierten 11.000 Euro in einen 2014er Domaine de la Romanée-Conti aus Burgund – einen der prestigeträchtigsten Weine der Welt.

Bemerkenswert war auch die Geschwindigkeit mancher Auktionen: Eine Sammlung von 159 europäischen Münzen erreichte ihren Mindestpreis in nur 47 Sekunden und zählte damit zu den schnellsten Lots des Jahres.

Klassische Automobile als Spitzenreiter

In der Automobilkategorie wurden die höchsten Einzelpreise erzielt. Das teuerste 2025 von einem österreichischen Sammler erworbene Objekt war ein Mercedes-Benz 280 SL "Pagode" von 1968 für 162.000 Euro. Ein Jaguar XK140 DHC SE von 1956 kostete 103.000 Euro, während ein Ferrari F430 aus 2005 für 86.000 Euro versteigert wurde.

Interessant: Auch nostalgische Automobile weckten Interesse. Der "Bimbo Racer V12", ein seltenes elektrisches Kinderauto aus den 1950ern des Turiner Herstellers SILA, schaffte es unter die zehn meistgemerkten Objekte. Selbst ein Fiat Panda gehörte zu den drei meistgespeicherten Fahrzeugen österreichischer Käufer.

Tradition trifft Innovation

"Wir sehen, dass Sammler in Österreich stark von der kulturellen Tradition des Landes geprägt sind – von Wiens historischer Rolle als Zentrum für Kunst, Design und Handwerk bis hin zur großen Wertschätzung für Qualität und Details. Gleichzeitig greifen sie aber auch neue Trends auf", erklärt Genevieve Tearle, VP Collectables bei Catawiki.

Die Expertin betont: "Klassische Kategorien wie Uhren, Kunst und Wein bleiben wichtig, aber auch neuere Bereiche wie Sammelkarten gewinnen an Bedeutung. Das zeigt, dass viele Sammler heute sowohl traditionsbewusst als auch offen für Neues sind."

Online-Marktplatz mit Expertise

Catawiki etablierte sich seit 2016 als führender Online-Marktplatz für besondere Objekte in Österreich. Monatlich werden über 100.000 Gegenstände versteigert, die zuvor von hunderten internen Experten geprüft und ausgewählt wurden. Diese Spezialisten sind auf Kunst, Design, Schmuck, Mode, Oldtimer und Sammlerstücke fokussiert.

Das in Amsterdam ansässige Unternehmen beschäftigt weltweit über 750 Mitarbeiter und bedient Sammler in verschiedenen Kategorien. Die Entwicklung in Österreich spiegelt einen globalen Trend wider: Das Interesse an einzigartigen, authentifizierten Sammlerstücken wächst kontinuierlich, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.

Die Zahlen für 2025 zeigen deutlich: Österreichische Sammler verbinden erfolgreich Tradition mit modernen Trends und nutzen zunehmend digitale Plattformen für ihre Leidenschaften.

Schlagworte

#Auktionen#Sammlerstücke#Pokémon#Luxusuhren#E-Commerce

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