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FH-Gesundheitsberufe: Forschung löst Zukunftsprobleme

Österreichische Fachhochschulen fordern finanzielle Absicherung für Gesundheitsausbildung

7. April 2026 um 08:11
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Seit 2006 bilden Fachhochschulen nicht-ärztliche Gesundheitsberufe aus. Zum Weltgesundheitstag 2026 fordert die FHK mehr Finanzierung.

Anlässlich des Weltgesundheitstags 2026 macht die Österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK) auf die Bedeutung der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe aufmerksam und fordert eine bessere finanzielle Absicherung.

Vielfältige Gesundheitsausbildung an Fachhochschulen

Seit 2006 werden die nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe an österreichischen Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ausgebildet. Das Spektrum umfasst die medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufe (MTD), Hebammen, Musiktherapeut:innen und die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP). Ergänzt wird das Angebot durch Biotechnologie und andere Lebenswissenschaften sowie künftig auch Psychotherapie-Studien.

„Mit der Überführung der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe an unsere Hochschulen, wurde die angewandte Forschung in diesen Disziplinen stark ausgebaut, denn sie beruhen auf eigenen wissenschaftlichen Theorien, Forschungsmethoden und evidenzbasierten Handlungskonzepten. Gleichzeitig sind sie interdisziplinär und verbinden naturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Forschung. Unsere Hochschulen liefern nicht nur Theorie, sondern die Lösung für die Praxis“, so die Präsidentin der FHK, Ulrike Prommer.

Forschung für gesellschaftliche Herausforderungen

In den Gesundheitswissenschaften forschen die FH/HAW zu Themen wie Demographie, Digitalisierung und den Einfluss klimatischer Veränderungen auf die Gesundheit. In enger Abstimmung mit den Betroffenen werden digitale Hilfsmittel und Sprachservices für pflegende Angehörige entwickelt, die Information, Beratung und Austausch bieten. In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit ingenieurwissenschaftlichen Forschungsgruppen werden neue Beatmungsgeräte, Sturzerkennungssysteme und KI-gestützte Früherkennungsmethoden entwickelt und die Auswirkungen extremer Hitze auf die psychische Gesundheit erforscht.

Praxisorientierte Lösungen statt theoretischer Analysen

„Unsere Hochschulen sind heute ein unverzichtbarer Bestandteil des österreichischen Bildungs-, Forschungs- und Innovationssystems. Sie sichern gesellschaftliche Chancengerechtigkeit, öffnen akademische Wege für neue Zielgruppen und stärken Regionen abseits der Ballungsräume. Der Weltgesundheitstag 2026 soll uns daran erinnern, dass wir angesichts aktueller Herausforderungen sofort umsetzbare, praxisbasiertes Know-how brauchen statt weiterer ‚Warum‘-Analysen. Unsere Hochschulen bringen Innovation direkt in die Regionen und Versorgungssysteme – schnell, wirksam, anwendungsorientiert. Es gilt die Forschung und Lehre an unseren Hochschulen finanziell abzusichern und eigenständige Doktoratsprogramme zu ermöglichen, um Österreichs Innovationskraft, soziale Durchlässigkeit und Versorgungssicherheit langfristig zu stärken. Jetzt muss die Politik handeln“, betont Prommer.

Politische Forderungen für die Zukunft

Die FHK fordert, Forschung und Lehre an den Fachhochschulen finanziell abzusichern und eigenständige Doktoratsprogramme zu ermöglichen, um die langfristige Entwicklung zu stärken.

Ausblick und Herausforderungen

Der Weltgesundheitstag 2026 bietet eine Gelegenheit, die Bedeutung der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe und ihrer Ausbildung an den Fachhochschulen hervorzuheben. Die FHK fordert dafür ausreichende finanzielle Unterstützung und politischen Rückhalt.

Schlagworte

#Fachhochschule#Gesundheitsberufe#Forschung#Bildung#Weltgesundheitstag

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