AktionsGemeinschaft kritisiert massive Finanzlücke bei Österreichischer HochschülerInnenschaft
Fehlende Nachweise und mangelhafte Abrechnungen führten zu einem Verlust von über einer Million Euro an Studierendengeldern. Die AG fordert Aufklärung.
Durch fehlende bzw. mangelhafte Abrechnungen gegenüber dem Wissenschaftsministerium ist ein Verlust von über 1,06 Millionen Euro entstanden, kritisiert die AktionsGemeinschaft (AG) bei einer Pressekonferenz. Rund 700.000 Euro an Fördermitteln wurden einbehalten, zusätzlich mussten etwa 300.000 Euro zurückgezahlt werden.
Die AG bezeichnet die Situation als Ergebnis von jahrelangem Versagen im Umgang mit Studierendengeldern und fordert eine vollständige Aufklärung. "Das ist kein kleiner Fehler, sondern das Ergebnis von jahrelangem Versagen im Umgang mit Studierendengeldern. Für uns ist klar: Dieser Fall muss vollständig aufgeklärt werden. Es kann nicht sein, dass wiederholt Fehler passieren und niemand die Verantwortung übernimmt", sagt Laurin Weninger, Bundesobmann der AktionsGemeinschaft.
Auch David Kloiber, Wirtschaftsausschuss-Vorsitzender der ÖH, wird mit den Worten zitiert: "Wir reden hier nicht über eine unklare Detailfrage, sondern darüber, dass zentrale Fördermittel wiederholt nicht korrekt abgerechnet wurden. Mit massiven finanziellen Folgen."
Die AG fordert vollständige Transparenz und eine lückenlose Aufarbeitung der letzten fünf Jahre. Um die weiteren Umstände aufzuklären, wurde eine entsprechende Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz an das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung gestellt.
Auf der Webseite https://ihrschuldetuns.at/ werden Beispiele aufgezeigt, was mit dem Geld alles möglich gewesen wäre.
Bei der ÖH-Wahl 2025 erreichte die AktionsGemeinschaft bundesweit über 20% der Stimmen und belegte Platz 2. An 11 (Fach-)Hochschulen stellt sie den Vorsitz der Studierendenvertretung.