Digitale Einreisegenehmigung kostet ab April 2026 mehr - Was Österreicher beachten müssen
Die britische Einreisegenehmigung ETA wird ab April 2026 um 25% teurer. Parallel steigen weltweit die Anforderungen für digitale Reiseregistrierungen.
Die obligatorische elektronische Reisegenehmigung ETA (Electronic Travel Authorisation) kostet ab 8. April 2026 statt bisher 16 britischen Pfund künftig 20 Pfund - das entspricht etwa 23 Euro und bedeutet eine Verteuerung um 25 Prozent.
Seit dem vergangenen Jahr müssen sich alle Tourist:innen aus der Europäischen Union vor ihrer Reise nach England, Schottland, Wales oder Nordirland digital registrieren. "Wer eine Reise nach England, Schottland, Wales oder Nordirland plant, muss für die Einreiseregistrierung künftig um ein Viertel mehr bezahlen als bisher", informiert ÖAMTC-Reiseexpertin Dagmar Redel.
Die ETA-Registrierung kann online oder über die entsprechende App durchgeführt werden. Wichtig ist, den Antrag spätestens drei Tage vor Reiseantritt zu stellen. Da die Bearbeitung bis zu 72 Stunden dauern kann, empfiehlt die ÖAMTC-Reiseexpertin, die Registrierung idealerweise bereits mehrere Wochen im Vorhinein zu erledigen. Wird ein ETA-Antrag abgelehnt, benötigt man entsprechend Zeit, um bei der Botschaft ein Visum zu organisieren.
Teilweise kann eine ETA auch bei Zwischenstopps auf britischen Flughäfen (Transit) notwendig sein. Nur bei einem sogenannten "Flughafentransit", bei dem keine Grenzkontrolle erfolgt, wird keine Einreisegenehmigung benötigt. "Reisende sollten sich in jedem Fall rechtzeitig bei der Fluglinie erkundigen, ob es sich bei der Zwischenlandung in Großbritannien um einen Transit mit oder ohne Grenzkontrolle handelt", rät die Reiseexpertin des ÖAMTC. Bei ungeplanten Landungen an einem anderen britischen Flughafen oder in einem anderen Bereich kann eine ETA Probleme ersparen.
Weltweit werden digitale Einreisegenehmigungen immer häufiger. Die Anforderungen, Kosten und Gültigkeitsdauern können dabei stark variieren.
Das wohl bekannteste Beispiel ist die ESTA für die USA. Künftig sollen laut ÖAMTC voraussichtlich noch detailliertere Angaben zur eigenen Person verlangt werden. "Zu den erforderlichen Daten sollen etwa Angaben über Social-Media-Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre oder frühere E-Mail-Adressen zählen. Bis diese erweiterte Maßnahme tatsächlich zur Anwendung kommt, wird noch einige Zeit vergehen", erläutert Redel. Nur mit einem genehmigten ESTA-Antrag dürfen Reisende in einen Flieger in die USA steigen.
Für die Einreise nach Kanada ist eine Registrierung verpflichtend. Die kanadische Reiseregistrierung eTA kostet sieben kanadische Dollar und gilt fünf Jahre lang. In Neuseeland fallen bis zu 23 neuseeländische Dollar als Registrierungsgebühr an, hinzu kommen außerdem noch 100 neuseeländische Dollar an verpflichtender Tourismussteuer. Umgerechnet kostet die Einreise damit rund 60 Euro.
Auch Länder wie Sri Lanka, Vietnam oder Kuba setzen auf elektronische Reiseregistrierungen vorab. Je nach Aufenthaltsdauer liegen die jeweiligen Gebühren zwischen 24 und 50 Euro. Für Australien und Thailand sind vor der Einreise zwar eine Einreisekarte bzw. ein eVisum erforderlich, allerdings fallen hier keine Gebühren an.
Mit kostenpflichtigen Registrierungen treten vermehrt Drittanbieter auf, die hohe Zusatzgebühren verlangen – am Ende landet man hier oft bei einem Vielfachen der eigentlichen Registrierungsgebühr. Während die offizielle Registrierung für Großbritannien bisher 16 Pfund kostete, berechneten manche Plattformen bereits bis zu 100 Euro. "Im besten Fall zahlt man zu viel, im schlimmsten steht man auch noch ohne gültige Genehmigung am Flughafen", warnt Redel abschließend.
Tipp: Laufend aktualisierte Informationen und offizielle Links zur digitalen Reiseregistrierung findet man in der ÖAMTC Länderinfo bzw. in der ÖAMTC App Meine Reise.